Noch immer in der Nähe von Ystad- am Strand
Am nächsten Tag haben wir wieder
super Wetter und einen schönen Sandstrand fast vor der Wohnmobiltür. Wir fahren
knappe 3 Kilometer zum Strand und auf den geräumigen Parkplatz, der wie wir
leider feststellen müssen, 20 Uhr verschlossen wird. Dort stehen wir bis zum
Nachmittag und verbringen einen entspannten Tag am Meer. Katja bleibt vorerst
im Ludwig und betreibt ein wenig Recherche für die nächsten Tage, Jamie und
Tommy buddeln Löcher im Sand und sammeln Müll auf, der leider wieder zahlreich
zwischen den Steinen zu finden ist. Später gesellt sich auch Katja zu ihren
beiden Männern, wir erkunden den Strandabschnitt bis zum großen (stinkigen)
Steg und laufen wieder zurück. Stinkig deswegen, weil der komplette
Strandabschnitt links vom Steg übersäet ist mit nicht so dolle riechenden Algen
und auch die linke Hälfte des Stegs damit bedeckt ist. Danach gibt es unseren
Nachmittagssnack und wir bleiben bis circa 16 Uhr auf dem Parkplatz, bevor wir
uns auf den kurzen Weg zu unserem heutigen Stellplatz machen.

Dieser befindet
sich ganz knapp vor einem Naturreservat, in dem das Abstellen von Wohnmobilen,
das Zelten usw. verboten ist, aber man scheint darauf geachtet zu haben,
Wohnmobillisten ebenfalls einen Stellplatz anbieten zu können. Zumindest
scheint es so, denn überall sieht man Campingverbotsschilder und
durchgestrichene Wohnmobile und Wohnwagen aber hier an dieser Stelle gar
nichts. Der Park ist ein Tümmelplatz für Jogger und sonstige sportlich aktive
Menschen, denn es gibt eine schöne Laufstrecke durch den Wald,
Draußen-Fitnessgeräte, einen Spielplatz, Boulebahn und – was für ein klasse
Service – ein Häuschen mit Toiletten, Umkleidekabinen und warmen Duschen,
geöffnet von 6 bis 22 Uhr! Von der Stellplatzapp wissen wir, dass einige Camper
nur für die Duschen hierher kommen und dann weiterfahren aber das finden wir
dann doch etwas frech.
Sommerwetter pur, also zurück zum Strand!
Da es wieder ein schöner Tag
werden soll und die Zeit am Strand sehr schön war, machen wir das selbe heute
nochmal. Nach Frühstück und Spielplatz fahren wir zum Strandparkplatz,
verbringen den Tag an der Ostsee und Tommy und Jamie sammeln diesmal Steine.
Blöderweise werden heute die Algen dort angespült, wo ein Großteil der Leute am
Strand liegt. Wir müssen fast bis zum Ende des Strandes laufen (dort steht
übrigens ein alter Bunker) um ohne Algendusche ins Wasser zu gelangen. Wir
befinden uns ja hier an der Ostsee und wenn man mal nach dem morgendlichen Erwachen
nicht mehr weiß, dass man sich in Schweden aufhält, könnte man sich dank des
typischen „Ostsee Ambientes“ auch direkt irgendwo auf der anderen Seite (in
Deutschland oder Polen) befinden. Man findet üppige Nadelwälder, übersäet mit
dem typischen Ostseesand, dazwischen die Trampelpfade, die sich als
Strandzugang etabliert haben und die zahlreichen Ferienhäuser, die besonders in
den Sommermonaten bewohnt sind. Hier an der schwedischen Ostseeküste gibt es
die kleinen bunten Strandhäuschen, die in mehreren Reihen hintereinander stehen
und ihren Nutzern an heißen Strandtagen ein wenig Unterschlupf aber meist nicht
sehr viel Platz bieten.

Tommy konnte einen Blick in die ein oder andere Hütte
erhaschen, und sah Tische und Stühle, manchmal eine Couch, Regale zur Aufbewahrung
diverser Utensilien oder als Lagerräume genutzte Hütten mit Sonnenschirmen und
Strandequipment. Wenn man keine großen Ansprüche an eine Behausung hegt, kann
man hier sicherlich auch die ein oder andere Nacht verbringen, eine
Kaltwasserdusche gibt es auf der Promenade auch. Auch heute verlassen wir so
gegen 16 Uhr den Strand, müssen unseren kaputten Jamie aus seinen nassen
Badesachen schälen, waschen, abtrocknen und umziehen und dann fahren wir der
Einfachheit halber auf den selben Stellplatz vor dem Naturreservat, machen
vorher aber noch einen kleinen Abstecher in den Supermarkt. Heute nutzen wir
auch mal die kostenfreien Duschen im Fitnesspark, um uns die ganzen Algen vom
Körper zu waschen und unsere Badesachen abzuspülen.
Kletterpartie im Nimis im Königreich Ladonien
Jamie und Katja erwachen, weil
recht früh schon Autos an uns vorbeifahren, was ungewöhnlich ist, denn wir
stehen bis hinten, wo niemand weiter fahren kann. Wir lunsen aus dem Fenster
und sehen, dass sich jemand ganz dicht hinter uns gestellt hat. Mit ganz dicht
ist ein Meter gemeint. Da wir vorne auf einen Block gefahren sind, um gerade zu
stehen, bedeutet dies, dass wir uns nicht rückwärts rollen lassen können, um
vom Block runterzukommen. Es werden immer mehr Autos und als wir dann recht
bald aufgestanden sind, hat man bereits einen Pavillon an der Boulebahn
errichtet. Da scheint also etwas stattzufinden. Wir sind beim Frühstück, als
ein Herr an unsere Tür klopft und bestätigt, dass ein Boule Wettkampf
stattfinden soll, hier so circa 30 Autos parken sollen und ob wir das Wohnmobil
nicht wegfahren könnten. Wir einigen uns mit ihm, dass wir wenigstens noch fix
unser Frühstück beenden können. Wir machen ihn darauf aufmerksam, dass wir gern
rückwärts fahren würden, was aber nicht geht und ein paar Minuten später ist
der Platz hinter uns frei. Bevor sich wieder jemand da hin stellt, rollen wir
schon mal vom Block. Das Frühstück können wir nicht mehr beenden, denn
inzwischen werden es immer mehr Autos und die parken alle links und rechts des
Weges. Katja meint, dass es wohl besser wäre, das Frühstück irgendwo anders zu
beenden. Wegräumen müssen wir ja die Sachen trotzdem alle, wir können beim
Fahren nichts auf dem Tisch stehen lassen und als wir schon fast so weit sind,
parkt ein Herr ganz demonstrativ sehr dicht vor uns. Als Katja ihn bittet,
damit noch zwei Minuten zu warten, bis wir rausgefahren sind, wird er ziemlich
unhöflich, ihm wäre es erlaubt hier zu parken, uns nicht und er fährt nirgendwo
hin. Nun gut, er ist wohl mit dem falschen Fuß aufgestanden, wir kommen auch so
raus aber nett war es natürlich nicht, zumal es überhaupt nicht verboten ist,
hier zu parken. Insgeheim wünschen wir ihm Impotenz, einen fetten Schwarm
Mücken und die Affenpocken und fahren vor zum Supermarkt, wo wir auf dem
benachbarten Parkplatz unseren Ludwig erstmal richtig abreisefertig machen und
dann fix noch ein Brot kaufen.

Dann fahren wir eine längere Strecke, weil wir
die Großstädte an der Westküsten erstmal auslassen wollen und sich unser Ziel
nördlich von Helsingborg befindet. Zwischendurch füllen wir Frischwasser auf,
leeren unseren Grauwassertank und fahren wieder einen Umweg für
Latrinenentsorgung, denn es gibt zwar einige Rastplätze auf der Strecke, aber
kaum einer bietet die Möglichkeit, sein Wohnmobil Klo zu leeren. Danach geht’s
Richtung Höganäs und dort beim zweiten Anlauf auf den richtigen Parkplatz
Himmelstorp, weil wir eine ganz besondere Wanderung planen. Denn wir besuchen
heute das Königreich Ladonien und hier die Holzkonstruktionen von Lars Vilks, bekannt unter dem Namen Nimis.
1980 begann er damit, im Naturreservat Kullaberg mit angeschwemmten Holz
Skulpturen zu bauen, die über die Jahre immer größer und umfangreicher wurden.
Erst nach zwei Jahren erfuhren die Behörden von diesen Bauwerken und eine Reihe
von Gerichtsverfahren nahmen ihren Lauf, währenddessen der Bau der Türme und
Verbindungstunnel weitergeführt wurde. Für Nimis wird nirgendwo Werbung
gemacht, es erscheint kein Hinweis auf den Wanderschildern und Wegweisern und
man findet den Weg eigentlich nur aufgrund seiner Beliebtheit weil ein reger
Besucherandrang dorthin besteht. Erst ziemlich zum Schluss findet der
aufmerksame Wanderer gelbe „N“ auf Bäume gemalt und kann sich in Sicherheit
wähnen, auf dem richtigen Weg zu sein. Was bis dahin noch eine gemütliche
Wanderung war, wird dann recht beschwerlich, der Weg nach unten führt über
Stock und Stein und die Abstände zwischen den zahlreichen Wurzeln sind
teilweise so klein, dass man mit dem Fuß keinen wirklich guten Tritt bekommt.
Aber wir können uns glücklich schätzen, dass das Wetter in den letzten Tagen so
vorbildlich sommerlich war, bei Regen möchten wir diesen Weg nicht laufen,
schließlich werden die Steine und vor allem die Wurzeln rutschig und der Weg
hinab damit sehr gefährlich. Irgendwann steht man dann vor dem offiziellen Eingang
zum Nimis und dort beginnt die Klettertour durch den Holztunnel.

Es ist steil,
viele der Holzbretter haben dem Gewicht der zahlreichen Besucher bereits vor
vielen Jahren nachgegeben und es wurden einfach neue Bretter darüber gezimmert.
Überall schauen Nägel heraus, so dass man auf Kleidung und generell auf sich
achten muss, um nirgendwo hängen zu bleiben. Zwischendurch fehlen Stufen und
man muss sehr große Schritte machen und sich an den alten Holzbalken am Rand
festhalten. Das klingt alles schlimmer als es wirklich ist, wir haben die
Kletterei mit Jamie gemacht, und es ist nichts passiert. Wir haben ihm vorher
erklärt, dass er aufpassen muss und haben während der Kletterei ein wachsames
Auge auf ihn geworfen und das reicht vollkommen aus. Man kann die Tour mit kleinen
Kindern machen, sofern sie natürlich schon selbst laufen und trittsicher sind. Die
meisten Kinder sind wahrscheinlich sowieso fitter als manch Erwachsener. Unten
angekommen, gibt es ein Belohnungspicknick, dann schauen wir noch zu dem
anderen Bauwerk am Strand, genannt Arx und dann machen wir uns an den Teil, der
weitaus anstrengender ist, nämlich den Aufstieg.


Wieder durch die klapprige und
enge Holzkonstruktion durch, über Stock und Stein und steil bergauf bis zum
normalen Wanderweg und dort angekommen, kann man wieder durchatmen und sich
über eine normale Wanderung zurück zum Parkplatz freuen. Dort dürfen wir
leider, wie überall sonst in dieser Gegend, von 22 bis 6 Uhr nicht parken und
so müssen wir noch einen Stellplatz suchen. Wir haben zwei zur Auswahl und
fahren sie ab. Der Golfplatz Parkplatz ist unsere zweite Wahl und wir kommen
hierher zurück, wenn der andere nicht mehr frei sein sollte. In Svanshall am
Hafen gibt es 5 Bezahl- Stellplätze mit Blick auf die Ostsee und ein Parkplatz
ist noch frei. Den Ausblick nehmen wir dankend an, erkunden noch ein wenig den
kleinen Hafen und dann ist es auch schon wieder Zeit fürs Abendessen.
UFO Absturzstelle und Leuchtturm Morups Tånge
Beim Aufwachen ist alles anderes
als gestern. Kein blauer Himmel mehr, alles grau. Der Sommer hat sich wohl
erstmal verabschiedet. Wir lassen uns viel Zeit mit dem Fertigwerden,
schließlich haben wir auch noch keinen wirklichen Plan für heute. Der entsteht
im Laufe des Aufräumens und so fahren wir los nach Ängelholm, wo am 18.05.1946
Gösta Carlsson ein abgestürztes UFO im Wald beobachtet haben will. Es gibt ein
Grab, wo zwei tote Besatzungsmitglieder während der Reparaturarbeiten abgelegt
wurden und eine kleine Nachbildung des UFOs, das mit Ringen umgeben ist, welche
die Originalgröße des Raumschiffes abbilden sollen. Da es gerade zu regnen
begonnen hat, bleiben wir nicht lange, aber als wir zum Wohnmobil zurückgekehrt
sind, ist es wieder halbwegs trocken.

Also gleich noch ein Abstecher an den
nahegelegenen Strand (der eigentliche Grund für den großen Parkplatz hier), der
heute keine Badegäste aufzuweisen hat. Dann fahren wir noch ein ganzes
Stückchen weiter Richtung Norden, an Halmstad vorbei zum Leuchtturm Morups Tånge.
Laut Schildern darf man dort gar nicht mit dem Wohnmobil parken, aber wie soll
man sonst bitteschön dort hinkommen? Wir parken trotzdem, trotzen dem
bescheidenen Wetter und machen im Regen unsere Bilder.
Danach gibt’s einen
Nachmittags Snack und anschließend fahren wir zu unserem heutigen Stellplatz:
wieder direkt an der Ostsee am Windpark Falkenberg und mit echt beschissenem Wetter. Nach dem
Abendessen regnet es sich ein, es windet immer heftiger und manch anderes
Wohnmobil nimmt das zum Anlass, den Platz zu verlassen. Die haben ganz
offensichtlich noch nicht in Irland Urlaub gemacht!
Nichts zu tun und bescheidenes Wetter - also ein Faulenzertag
Nun ja, die Nacht war nicht so
angenehm, es hat ein wenig geschunkelt, aber das ist nicht der eigentliche
Grund, warum wir schlecht geschlafen haben. Wir haben vergessen, wie laut Wind
sein kann und wie sehr dieses Geräusch vom Schlafen abhalten kann. Jamie ist
kurz nach 5 Uhr munter, schläft aber zum Glück nochmal ein, weil es draußen
noch dunkel ist. Als wir erneut erwachen, ist es nach 9 Uhr, die Sonne scheint,
es regnet nicht mehr und der Wind hat ebenfalls nachgelassen. Wir haben keine
Eile, frühstücken und dann macht es sich Jamie in seiner Spielecke mit all dem
Lego bequem und macht den Eindruck, diesen Ort heute nicht mehr verlassen zu
wollen. Wir lassen ihn gewähren, erstens weil wir sowieso keine Pläne für heute
haben und weil wir ihn auch nicht immer antreiben wollen, sich etwas mit uns
anzuschauen oder spazieren zu gehen. Da gibt es nämlich oft Streit, weil er das
eigentlich gar nicht möchte, weil es ihn nicht interessiert oder weil er ja
angeblich nie zum Spielen kommt und seine Interessen auch nie berücksichtigt
werden. Also verbringt er den Tag im Ludwig. Irgendwann macht sich Katja zu Fuß
auf den Weg zum Einkaufen. Wir brauchen eigentlich nichts wirklich dringend,
außer vielleicht Brot oder Brötchen aber die ganze Zeit drinnen hocken will sie
auch nicht und so läuft sie die 2km dorthin und wieder zurück.

Nach ihrer
Rückkehr gibt’s ein Heißgetränk. In der Zwischenzeit hat es sich schon wieder
zugezogen und tröpfeln tut es auch immer mal wieder. Tommy möchte sich auch ein
wenig die Beine vertreten und so geht er mal die Umgebung auskundschaften. Der
Wind wird immer heftiger und inzwischen sind wir das einzige Wohnmobil weit und
breit. Wir überlegen, ob wir noch so eine Nacht direkt am Wasser verbringen
wollen oder nicht lieber irgendwo etwas geschützter stehen wollen und
entscheiden uns, die paar Meter zum nahegelegenen kostenpflichtigen Stellplatz
am Lövstavikens Fyr zu fahren. Da hätten wir wenigstens Strom und die Toilette müsste morgen
sowieso geleert werden. Na gut, so parken wir um und da Katja eine
Waschmaschine entdeckt, haut sie schnell noch die Dreckwäsche in die Maschine
und später in den Trockner. Als wir die fertige Wäsche abholen wollen, ist das
Servicehaus leider nicht mehr zugänglich, so dass die Wäsche die Nacht
verknitternd im Trockner verbringt.
kleiner aber feiner Stadtbummel in Varberg
Als Katja am Morgen von Jamie
geweckt wird, holt sie erstmal die Wäsche. Gestern war sie bestimmt trocken,
aber die Nacht im Trockner hat sie etwas klamm werden lassen. Also passiert,
was Katja eigentlich vermeiden wollte: Im Ludwig hängt wieder jede Menge Wäsche
zum Trocknen herum. Sie geht duschen und die Männer bereiten das Frühstück vor.
Der Regen setzt wieder ein und das nicht gerade wenig. Bis wir alles fertig verräumt
haben und Ver- und Entsorgung erledigt ist, haben wir schon wieder die
Mittagszeit erreicht, aber uns treibt niemand an. Wir fahren noch mal schnell
zum Coop und holen Brot, dann entscheiden wir uns für einen Besuch in Varberg.
Kurz nachdem wir aufgebrochen sind, stoppt der Regen und blauer Himmel kommt
zum Vorschein, das ist ja fast nicht zu glauben!

An der Feste in Varberg gibt
es sehr beliebte kostenlose Wohnmobilstellplätze und wir ergattern den
Vorletzten. Wenn Jamie auch sonst nichts mitbekommt beim Fahren, aber den
Spielplatz auf dem Weg dorthin hat er sofort gesehen und möchte ihn auch
unbedingt sofort aufsuchen. Wir machen einen Deal, dass wir wenigstens die
Festung und das Kaltbadehaus anschauen wollen und weil es dort leckere Waffeln
im Café gibt und wir bisher noch keine probiert haben, lässt er sich dazu
überreden. Das Warten ist aber auch schon wieder unerträglich lang und er weiß
mal wieder nichts mit sich anzufangen. Um den Familienfrieden zu wahren, gehen
Katja und Jamie anschließend auf den Spielplatz, während Tommy noch ein wenig
im Hafen fotografiert. Leider dürfen wir auf dem Festungsparkplatz nicht über
Nacht stehen bleiben, deswegen geht’s anschließend zum auserwählten Stellplatz
an einem Fußballplatz. Dort ist bei unserer Ankunft viel los, aber die gehen ja
auch irgendwann mal nach Hause. Wir essen und als es nach 19 Uhr nicht weniger,
sondern noch mehr Autos geworden sind und die Anzeigentafel des Stadions darauf
schließen lässt, dass hier gerade ein Spiel angepfiffen wird, verdünnisieren
wir uns lieber und fahren noch zwanzig Minuten in den Wald. Dort haben wir
unsere Ruhe.

ein kleiner Abstecher nach Halmstadt
Einen Großteil der Nacht haben
wir vom Regen unsere Ruhe, aber am Morgen begrüßt er uns stürmisch und in
seiner vollen Pracht. Nachdem wir aufbrechen, stoppen wir ein paar Meter weiter
bei der dortigen Schaf-Farm und schauen mal durch ihren Shop, Flohmarkt, Café
usw., fühlen die unterschiedlichen Wollarten und bestaunen rätselnd die alten
Werkzeuge, deren Einsatzgebiet wir manchmal nur erraten können. Eigentlich
möchte Jamie Schafe streicheln, die lassen sich aber bei dem Regen nicht
blicken und so kommt er auch um das lästige Händewaschen herum.

Wir fahren
weiter nach Halmstad, weil uns bei dem Wetter nichts besseres einfällt. In der
Stadt lässt es sich mit dem Regen besser arrangieren, weil man zur Not auch mal
irgendwo nach innen flüchten kann. Wir staunen allerdings nicht schlecht, als
sich der Regen verzieht und blauer Himmel zum Vorschein kommt. So war es doch
gestern auch…… also wenn das zur Gewohnheit wird….. wollen wir nicht meckern. In
Halmstad angekommen, parken wir auf einem Parkplatz in der Nähe des alten
Schlosses, haben drei Apps zum Zahlen zur Auswahl und zahlen nur 4 SEK pro
Stunde (zwei von den drei hat Katja auf ihrem Handy und hier sind die Preise
ausnahmsweise mal gleich).

Wir laufen ein wenig in der Stadt umher, Jamie ist
auf dem Laufrad unterwegs, und wir lassen die Stadtatmosphäre auf uns wirken.
Ein richtiges Ziel haben wir nicht, wir lassen uns treiben, folgen
interessanten Fotomotiven und landen, wie sollte es anders sein, in einem Café.
Später geht’s zurück zum Parkplatz, auf dem wir nicht bleiben dürfen und fahren
noch ein paar Kilometer aus der Stadt zum beliebten Tylösand, wo wir einen
großen, fast leeren Parkplatz vorfinden. Vor ein paar Wochen noch, als es
wärmer war, wäre hier sicherlich der Teufel los gewesen, weil sich alle am
Strand gebrutzelt hätten, aber bei den momentan herbstlichen Temperaturen hat
sich das erledigt. Zum Schauen laufen wir runter zum Strand und genießen die
letzten Sonnenstrahlen, Jamie wirft sich in die Wellen und läuft somit nass zum
Ludwig zurück und nur kurze Zeit später kommt der nächste Regenguss vom Himmel.