Happy Apple Backpackers, 500 High Street,
Motueka, 7120, NZD 68 für ein Doppelzimmer
Vom Happy
Apple Backpackers haben wir eigentlich nicht viel mitbekommen, weil wir erst
kurz nach 23 Uhr eintrafen. Die Rezeption hat so lange natürlich nicht mehr
geöffnet und ich hatte glücklicherweise vorher von der Fähre aus angerufen, die
Bezahlung geklärt und
arrangiert, daß wir Zutritt zum hostel bekommen würden.
Ich hatte zwar in meiner Buchung über booking.com unsere Ankunftszeit
angegeben, aber das wurde wohl entweder nicht ans hostel weitergeleitet oder es
fühlte sich keiner verantwortlich, uns zu kontaktieren. Das Zweibettzimmer war
sehr spartanisch mit zwei Betten und einer kleinen Ablagefläche unterm Fenster
ausgestattet sowie einigen Kleiderhaken und einem Handtuchhalter. Sonst nichts.
Das Bad ist okay, nicht das sauberste aber auch nicht wirklich verdreckt, das
ist eben immer abhängig von den Bewohnern. Das Warmwasser in der Dusche läuft
über eine Zeitschaltuhr ist aber ausreichend selbst fürs Haarewaschen. Die
Küche ist normal ausgestattet und je nach Benutzungsgrad chaotisch oder
aufgeräumt. Die zahlreichen Sitzgelegenheiten im Wohnbereich und im überdachten
Außenbereich sollen eigentlich zum Verweilen und Relaxen einladen aber leider
fliegen dort so unendlich viele Fliegen umher, daß man nicht mal ungestört sein
Frühstück zu sich nehmen kann. Außerdem wischt niemand mal über die Tische und
die Sitzpolster sind schon so abgewohnt und abgenutzt, daß man auf einigen
nicht wirklich sitzen möchte. Ein bißchen mehr Aufmerksamkeit vom Eigentümer,
eine kleine Entrümpelungsaktion oder neue Kissen könnten dem abgewohnten
Eindruck Paroli bieten. Hier handelt es sich um ein sogenanntes Working Hostel,
das heißt daß viele der Bewohner für längere Zeit hier wohnen und arbeiten und
das merkt man der Atmosphäre auch an. Die meisten Bewohner kennen sich und als
Durchreisender fühlt man sich irgendwie extrem außenstehend. Den einen mag das
stören, den anderen wieder nicht.
Unsere
Schulnote für das Happy Apple Backpackers: 4
Tripinn Hostel Backpackers YHA 72 Queen Street,
7825 Westport, 85 NDZ für einen Caravan
Dieses
Hostel war aufgrund des „Stray“ Busses gut gefüllt mit jungen kommunikationsfreudigen
Backpackern, die gut und gerne den ganzen Tag ununterbrochen reden können. Wie
gut, daß wir im etwas abseits gelegenen Caravan untergekommen sind, der
definitiv eines unserer Urlaubshighlights darstellen sollte. Klein aber
gemütlich und aufgrund der Farbe (pink!) und der Deko vor der Tür (Pelikan in
pink!) mehr als ein Hingucker Wert. Ich glaube die meisten haben gar nicht
begriffen, daß da auch jemand drin schläft und so nimmt keiner wirklich
Rücksicht, wenn er sich draußen schwatzend auf den Picknickbänken bis spät in
die Nacht rumdrückt, aber was anderes sind wir von den Teeniehorden gar nicht
mehr gewohnt.
In der
Küche ist es aufgrund der vielen Leute recht chaotisch und man sucht lange alle
benötigten Küchenutensilien zusammen, um endlich sein Abendmahl zubereiten zu
können. Die Kühlschränke (mehrere an der Zahl) sind alle vollgestopft aber auch
das kennen wir von anderen hostels. Irgendwie findet sich immer noch ein
bißchen Platz für die eigene Fresstasche, man muß nur lange genug stopfen und
schieben. Die überaus nette Hostelmitarbeiterin läuft abends durchs Haus und
versucht ein wenig Ordnung zu schaffen, wischt durch die Küche, beseitigt Müll
(vorallem Bier- und Weinflaschen) und gibt sich wirklich Mühe, dem Jungvolk
hinterher zu putzen. Ihr kleiner Hund Polly folgt ihr dabei auf Schritt und
Tritt und möchte auch später gar nicht so gern ins Bett und sich lieber noch
ein wenig von den Gästen streicheln lassen. Hinreisend süß ist sie, diese
Polly. Sie hat sich bereits beim Check in mit Tommy angefreundet und sich
streicheln und fotografieren lassen. Dies tut sie am liebsten auf der
Filmrequisite von „Legends of the seeker“ – angeblich der Originalthron aus der
Serie. Dort fühlt sie sich gut aufgehoben und überblickt das Geschehen.
Der
Sanitärtrakt befindet sich außerhalb vom Hauptgebäude und wir vermuten, daß er
für das gesamte Haus zuständig ist. Gereicht hat es irgendwie, auch weil wir
früh aufgestanden sind. Ansonsten könnte es eng werden, vorallem wenn sich eine
ganze Busladung an Hotelgästen zur Abreise fertig macht.
Der
einzige Minuspunkt bei unserer Bewertung ist die chaotische Küche, aber wir
haben uns trotzdem rundum wohl gefühlt und würden definitiv wieder kommen,
allerdings nur in den Caravan!
Unsere
Schulnote für das Tripinn Hostel: 1,5
Sunrise Lodge, 74 Beach Road, Kaikoura, 85 NZD
für Zweibettzimmer
Die
Sunrise Lodge in Kaikoura steht unscheinbar am Straßenrand der Beach Road, wo
sich die Mehrzahl der Unterkünfte in Kaikoura befindet. Man läuft ein paar
Minuten ins Stadtzentrum und Einkaufsmöglichkeiten befinden sich nur ein paar
Hundert Meter entfernt. Zum Strand geht es über einen Hinterausgang in wenigen
Minuten, wenn man mal kurz ein Auge zudrückt und über die Bahnschienen läuft;
was aus bekannten Gründen nicht gerne gesehen wird.
Die
Unterkunft ist sauber und sehr ansprechend, der Vermieter (ein Australier) sehr
nett und redefreudig und sein Hund Spooky trotz des fehlenden Beines sehr flott
unterwegs und jederzeit bereit, gestreichelt zu werden. Kaikoura war aufgrund
des Unwetters ein paar Tage zuvor ein paar Tage eingeschlossen gewesen und
deswegen sind Unterkünfte knapp, weshalb wir nur ein Zweibettzimmer ergattern
konnten. Die sanitären Anlagen sind makellos sauber und wenn man Fenster und Türen
geschlossen hält (vorallem abends), hat man auch keine Grillen im Haus.
Das Gebäude
hat viele versteckte Zimmer und noch einen Anbau im hinteren Bereich, der etwas
abgewohnter wirkt, aber man bekommt trotzdem nicht sehr viele Bewohner zu
sehen. Entweder sitzen sie alle auf ihren Zimmern oder trinken noch ein
Bierchen im lokalen Pub.
Eine sehr
angenehme Unterkunft, die alles bietet, was man braucht. Sie ist kleiner als
viele der anderen großen hostels in Kaikoura, weshalb wir netterweise unsere
Ruhe hatten, die wir sehr genossen.
Unsere
Schulnote für die Sunrise Lodge: 1
Sandy Feet
Accommodation 148 Palmers road New
Brighton, 8063 Christchurch, 85 NZD für Doppelzimmer
Dies ist
eine Unterkunft in einem Privathaus. Der Eigentümer ist in die ausgebaute
Garage gezogen und hat sein Haus in mehrere Wohneinheiten unterteilt. Soweit
wir das überblicken konnten, gibt es 4 oder 5 Zimmer und zwei Bäder, deren
Nutzung auf die jeweiligen Zimmer aufgeteilt ist. Unser Zimmer war liebevoll
eingerichtet und dekoriert und wenn nötig, hätte man kleine Not-Sanitär-Pakete
erwerben können (Taschentücher, Tampons, Kondom etc). Auch in der Küche sind
Tassen und Tee/Kaffee großzügig zur Selbstbedienung ausgelegt. Blöd nur, daß
die Küche extrem klein ist und eigentlich nur eine ausgebaute Waschküche ist,
sprich hier stehen eigentlich Waschmaschine und Trockner und auf der anderen
Seite eben die Spüle und eine Küchenzeile. Mehr als 2 Personen können sich hier
drin nicht wirklich aufhalten, deswegen ist es ratsam, in Schichten zu kochen
oder gle
ich auswärts zu essen.
Wenn man
dann sieht, daß die große Küche als privat markiert und somit nur vom Eigentümer genutzt werden kann, könnte man
sich eventuell ein wenig veräppelt vorkommen, aber irgendwie kann ich es auch
verstehen. Die wenigsten Reisenden kochen wirklich aufwendig und brauchen daher
nicht so viel Platz. Er hingegen wohnt hier. Er war übrigens sehr nett und
aufmerksam und jederzeit für ein Schwätzchen verfügbar.
Ein Ort
zum Wohlfühlen und außerhalb des Christchurcher Stadtzentrums, deswegen zwar
abgelegen aber auch ruhig gelegen.
Unsere
Schulnote für Sandy Feet: 1,5
Lake Hawea Hostel 1 Capell Ave, 9345 Wanaka, 66
NZD für 2 Betten im 4er Schlafsaal
Leider
die einzige Unterkunft, die wir in Hawea finden konnten. Als wir ankamen,
begann es heftig zu regnen und regnete die ganze Nacht durch. Einige Camper des
anliegenden Campingplatzes nahmen dies zum Anlaß, ihr Abendessen in der sowieso
schon viel zu kleinen Hostelküche zu kochen und somit war die Küche/ der Aufenthaltsraum
(ein gemeinsamer Raum) vollkommen überlaufen, trotz Anweisungen des
Hostelpersonals, daß doch bitte die Campingplatznutzer das Gebäude verlassen
möchten. Die Räume waren sehr spartanisch ausgestattet, zwei Doppelstockbetten
und eine Anrichte, die wohl nur als Steighilfe genutzt wird, um in die obere
Etage des Doppelstockbettes zu gelangen. Auf der anderen Seite hatte das Bett
eine Leiter. Es wurden Handtücher bereitgestellt, was für diese Art von
Unterkunft (Schlafsaal) eher untypisch ist. Das hätte man sich aber schenken
können, denn in diesen Duschen möchte man nicht duschen gehen! Auch die Klos
wollte man nicht unbedingt nutzen, hatte aber keine andere Wahl. Der
Sanitärtrakt muß dringend generalüberholt werden, sowas kann man Gästen nicht
zumuten!
Wir
hielten uns nicht sehr lange hier auf, nach dem Aufwachen ging es für uns ohne
Frühstück weiter, welches wir später irgendwo in der Natur zu uns nehmen
wollten. Hauptsache weg hier.
Unsere
Schulnote für das Hawea Hostel: 5,5
Arrowtown Holiday Park, 12 Centennial Avenue,
9302 Arrowtown, 90 NZD für 2 Betten im 4er Schlafsaal (alleine genutzt)
Von
Schlafsälen hatten wir eigentlich erstmal genug aber leider gab es auch in
Arrowtown nichts anderes mehr. Wir hatten aber Glück daß wir alleine blieben
und so hatten wir wenigstens genug Privatsphäre. Was wir leider bei der Buchung
übersehen hatten (stand in der Buchungsbestätigung ziemlich weit unten), für
Bettwäsche mußte man extra zahlen (10 NZD pro Paket). Auch das Internet kostete
hier Geld, was eigentlich heutzutage standardmäßig überall umsonst ist.
Wir
hatten einen großen Küchentrakt fast für uns alleine, beschlagnahmten die
Parkbank vor unserem Gebäude und verbrachten einen sehr schönen Abend in Arrowtown.
Der Sanitätstrakt war komplett neu und jeweils ein großer Container für
Männlich und Weiblein nur 10 Schritte entfernt und absolut sauber.
Das
Personal war sehr hilfsbereit und half bei Fragen rund um Arrowtown und
Queenstown. Beim Holiday Park handelt es sich um einen recht großen Park, der
hauptsächlich von Wohnwagen und vielleicht vereinzelt von ein paar Zeltlern
benutzt wird. Die Lage ist ein paar Hundert Meter vom Ortskern entfernt,
Einkaufsmöglichkeiten (Supermarkt) sind allerdings besser mit dem Auto zu
erreichen.
Wem
Queenstown zu hektisch ist, dem kann ich Arrowtown nur empfehlen. Ein kleiner
beschaulicher Ort nur ein paar Kilometer entfernt von der Metropole Queenstown
und doch hat man hier seine Ruhe. Das partyfeiernde Volk steigt hier nicht ab
und so kann man sich seiner Nachtruhe sicher sein.
Unsere
Schulnote für den Holiday Park: 3