Tommy und ich haben beide einen Account bei Instagram für unsere Fotos. Es war nur eine Frage der Zeit, bis wir einen gemeinsamen Account für diesen Blog einrichten würden. Nun ist es soweit. Wir stehen noch ganz am Anfang und versuchen Fragen zu klären, wie z.B. wie nutzt man gemeinsam einen Account, wie springt man zwischen zwei Accounts hin und her, wie organisieren wir die Fotos etc. Aber jeder fängt mal klein an und Ihr könnt natürlich bereits jetzt eine (noch sehr) kleine Auswahl der Fotos betrachten. Mehr gibt es dann auf unseren persönlichen Instagram Konten. Für die Links einfach mal rechts schauen, da sind sie die Konten verlinkt.
https://www.instagram.com/hinundwiederhierundda/
Wir freuen uns immer über likes, Kommentare, Tips und Anregungen.
Freitag, 11. August 2017
Kurze Auszeit in Lübeck (Juli 2017)
Was tun, wenn sich
die bessere Hälfte übers Wochenende mal wieder dem Verein
verschrieben hat und im Rahmen des Sports nach Lübeck fährt, um
sich dort zwei Tage lang auszutoben? Zu Hause bleiben und Trübsal
blasen oder einfach mitfahren? Wer mich kennt, weiß natürlich, daß
für mich nur die zweite Variante in Frage kommt, zumal ich bisher
Lübeck noch nie einen Besuch abgestattet hatte und mich die Bilder
bei einer oberflächlichen Google Image Suche sehr ansprachen.
Zugegeben, die lange Fahrt von Thüringen nach Lübeck an einem
Freitag Nachmittag schreckte mich etwas ab denn es gibt sicherlich
bessere Reisezeiten für eine Strecke von knapp 500km aber Tommy
fährt gern und unsere Handys sind vollgestopft mit Musik. Reisen an
einem Freitag Nachmittag sind nicht automatisch von kilometerlangen
Staus bedroht denn wir kamen wunderbar ohne große Verzögerungen
durch. Lediglich kurz vor Hamburg staute es sich mal kurz weil es die
Deutschen trotz Fahrschule einfach nicht in ihr Hirn bekommen, wie
ein Reisverschlußverfahren effektiv funktioniert. Aber ich will
nicht überheblich sein und meckern, ich wußte es früher ehrlich
gesagt auch nicht. Wenn ich es recht bedenke weiß ich noch gar nicht
mal, ob dies wirklich Thema in der Fahrschule war. Egal, darüber
kann man sich mal an anderer Stelle den Kopf zerbrechen.
Gegen 19 Uhr
erreichten wir die Jugendherberge in Lübeck und checkten in unser
Zimmer ein. Leider gibt es in dieser Herberge keine Doppelzimmer und
so mußten wir mit einem 6 Bettzimmer Vorlieb nehmen. Mit seinen 3
Doppelstockbetten, 6 Schließschränken sowie zwei Waschbecken war
das Zimmer recht geräumig und bei unserer Ankunft war es nur von
einer Person bewohnt. Sollte es vielleicht so bleiben? Man darf ja
mal träumen….
Wir warteten den
heftigen Regenschauer ab und machten uns auf den Weg auf eine kleine
Entdeckungstour durch Lübeck. Von der Jugendherberge aus erreicht
man das Stadtinnere bequem in ca. 10 Minuten Gehzeit. Da
Entdeckungstouren auf leeren Magen keinen Spaß machen, suchten wir
uns erstmal was zu essen und landeten bei Peter Pane, einem leckeren
Burger Restaurant mitten in der Stadt mit vielfältiger Auswahl auch
für Vegetarier.
Beim anschließenden
Schlendern durch die Altstadt suchte ich mir Objekte heraus, die ich
am nächsten Tag fotografieren würde. Hauptziel war allerdings, die
Turnhalle zu finden, in der Tommy in den nächsten zwei Tagen
trainieren sollte. Um die Odysee kurz zu fassen; wir fanden sie nicht
beziehungsweise konnten wir die Halle, die wir fälschlicherweise als
unser Ziel identifiziert hatten aufgrund einer Baustelle und
zahlreichen Absperrungen nicht erreichen. Tommy schaffte es dank
eines Telefonats mit seinem Trainer am nächsten Tag trotzdem,
rechtzeitig zur richtigen Halle zu gelangen und wie es der Zufall
will, waren wir am Vortag sogar daran vorbeigelaufen, hatten sie aber
nicht als Turnhalle erkannt. Wie sagt man so schön, shit happens.
Während also Tommy
zwei Tage lang in dieser Turnhalle schwitzte und Kalorien verbrannte,
erkundete ich fotografierend die Stadt, genoß das tolle Wetter,
machte eine kleine Bootsfahrt durch die zahlreichen Wasserstraßen
Lübecks (Trave), erfuhr dabei eine Menge über die Geschichte und
Gepflogenheiten der Stadt und erklomm anschließend noch den
Aussichtsturm St. Petri für herrliche Aussichten über die Stadt. Am Abend des Samstag
zogen wir sogar noch mal beide mit unserem equipment los und schossen
ein paar Fotos bei Nacht; solche Bilder mache ich besonders gern!
Ich mag die
Architektur der Stadt und die Altstadt Lübecks ist nicht ohne Grund
seit 1987 Teil des UNESCO Welterbes. Die typischen Backsteinhäuser
in den teils recht engen Gassen vermitteln einen gepflegten Eindruck.
In den Fenstern sieht man recht häufig die für die Region typische
Dekoration (Rettungsringe, Möwen, Boote und Leuchttürme) und die
meisten lokalen Geschäfte sind verspielt und liebevoll eingerichtet.
Ich spreche nicht von den Läden, die man überall findet; die
Ladenketten die sich wie Heuschrecken durchs Land ziehen und
jeglichen lokalen Charakter vermissen lassen aber dies kritisiere ich
in jeder deutschen Stadt. Mancherorts ist es so schlimm, daß man gar
nicht genau weiß, wo man sich eigentlich genau befindet weil man
überall die gleichen Läden sieht und nichts typisch einheimisches
mehr übrig geblieben ist oder man diese Perlen suchen muß.
Sicherlich versteht der ein oder andere Leser, was ich meine.
Diese
Perlen findet man in Lübeck größtenteils am Wasser (an der Trave),
die sich wie ein Ring um die Innenstadt zieht. Dort liegen nicht nur
historische Schiffe (teilweise Museumsschiffe) vor Anker, sondern
dort sind auch urige Cafe´s und Kneipen beheimatet, sonderbare Läden
und Flohmärkte. Dort zieht es mich hin, wenn ich die Atmosphäre
einer Stadt einfangen möchte und auch in Lübeck wurde ich nicht
enttäuscht. Eine besonders interessante Ecke ist zum Beispiel das
Gebiet um die Media Docks; ein Stück Land zwischen Trave und
Stadtgraben, wo man den Strandsalon errichtet hat, ein größeres mit
Sand aufgeschüttetes Areal. Zum Entspannen stehen allerlei Sitz- und
Liegemöglichkeiten zu Verfügung; von Liegestühlen, Strandkörben
und bunt zusammengewürfelten Polstermöbeln oder wer nach
Erfrischung trachtet, kann sich auch in den kleinen Pool begeben.
Eine Bühne sorgt für Live-Unterhaltung und der angrenzende
Volleyballplatz läßt Sportlerherzen höher schlagen. Nebenan stehen
alte verlassene Kräne die früher zur Ent- und Beladung der Schiffe
betrieben wurden und vermitteln das Gefühl, daß jederzeit ein
Frachter vorbeigefahren kommen könnte, um nebenan entladen zu
werden.
Hier übrigens ein
besonders schönes Bild von oben, gefunden bei Wikipedia
Um nochmal zur
Jugendherberge zurück zu kommen, hier kommt natürlich auch eine
kurze Beurteilung über unsere Unterkunft. Hier die Details: Am
Gertrudenkirchhof 4, St Gertrud, 23568 Lübeck. Für zwei Nächte
und zwei Personen haben wir insgesamt 82,80 EUR gezahlt (also etwas
über 20 EUR pro Person pro Nacht). Die Jugendherberge ist recht groß
und wird deswegen auch recht gern von größeren Gruppen genutzt
(dafür sind sie ja auch da). Der Zustand der sanitären Anlagen war
okay und ich fand es sehr praktisch, Dusche und WC in einem zu haben
und nicht ständig hin und her wechseln zu müssen. Frühstück war
inbegriffen und reichhaltig. Auswählen konnte man zwischen Brot und
Brötchen, verschiedenen Obstsorten, Wurst und Käse und natürlich
auch Marmelade, Honig und Schokoaufstrich. Müsli, Saft, Milch, Tee
und Kaffee gab es auch. Wenn bestellt, konnte man sich auch ein
Frühstück mitnehmen. Hätten wir es drauf ankommen lassen, hätten
wir uns sicher auch eine der Papiertüten schnappen und etwas
schmieren und mitnehmen können.
Daß wir Idioten im
Zimmer hatten, die von Rücksicht nichts verstanden, kann man der
Jugendherberge natürlich nicht zum Vorwurf machen, aber Schlaf
bekamen wir nur sehr wenig. Dabei kann ich noch nicht mal sagen,
welche Variante ich bevorzugte. Variante 1, wo sie endlich schliefen,
dabei aber laut schnarchten oder Variante 2, wo sie auch nach
Mitternacht ständig aus dem Zimmer gingen, vorher ihr Schließfach
am Schrank öffneten (dabei fiel jedesmal (!) lautstark eine Münze
in den Auswurf), dieses wieder verschlossen, nur um es nach dem
Eintreten wieder zu öffnen und zu schließen. Da lernt man Geduld
und Beherrschung!
Am Sonntag sollte es
schon wieder Richtung Heimat gehen aber nicht bevor wir einen kleinen
Abstecher ans Meer gemacht hatten. Über Bad Schwartau (Name klingt
bekannt? Da kommt die Marmelade her) gings mit einer Vielzahl anderer
Tagesausflügler an den Timmendorfer Strand, wo wir unsere Füße mal
wieder im Ostsee-Wasser baden wollten. Blöd nur, daß man dort ohne
finanzielle Gegenleistung überhaupt nicht mehr ans Wasser kommt. Das
Zahlen der Kurtaxe hätte ich mir noch gefallen lassen aber man
wollte nur fürs Betreten des Strandes nochmal zusätzlich eine Art
Nutzungsgebühr (zusätzlich zur Strandkorbmiete versteht sich).
Sorry, aber für mich riecht das nach Abzocke! Der Strand gehört
niemandem, er wurde von niemandem errichtet (außer natürlich der
Zaun drumherum) und auch das Meer gehört niemandem. Wieso kann sich
jemand das Recht herausnehmen, dafür eine Nutzungsgebühr zu
verlangen? Irgendwann zahlen wir dann wirklich noch für die Luft,
die wir zum atmen brauchen. Der Badetag am Strand kann so für eine
Familie zu einer größeren finanziellen Ausgabe werden und in
unseren Augen ist dies falsch! Wir haben unsere Füße schließlich
doch im Wasser gehabt und natürlich haben wir dafür nichts gezahlt.
Wäre ja noch schöner!
Der Norden hat
einfach etwas anziehendes, was ich nicht in Worte fassen kann. Ist es
das Klima, das Lebensgefühl, die Freiheit die man verspürt, wenn
man aufs Meer hinausblickt? Ich kann es nicht beschreiben und
vielleicht macht gerade dies den Reiz aus. Fakt ist, daß ich bald
wieder Gelegenheit dazu haben werde, dieses Gefühl genauer zu
durchleuchten, denn unser nächster Trip in den Norden steht schon
recht bald an. Und wir werden natürlich berichten.
Eure Katja
P.S. In Lübeck
wurden Tommy und ich von einem jungen Musiker angesprochen, der CDs
seiner Band verkaufte. Sie kommen aus Estland und leben u.a. auch von
ihren Plattenverkäufen. Sie nennen sich Illumenium und einige ihrer
Songs sind richtig gut. Hört einfach mal rein, wenn es Euch
interessiert.
Sonntag, 25. Juni 2017
Ungarn, Slowakei, Österreich (Ende Mai bis Anfang Juni)
Teil 2 Österreich
Wien, Österreich
In Wien gibt es laut
oberflächlicher Internet Recherche 3 Möglichkeiten fürs Campen:
Campingplatz Süd, West oder Nord, alle vom selben Betreiber
bewirtschaftet. Ohne uns alle anzuschauen, entschieden wir uns für
Süd (Breitenfurter Str. 269) und bemerkten sofort die Nähe zur
Hauptverkehrsstraße, machten uns aber auch bewußt, daß die anderen
Plätze wahrscheinlich das gleiche Problem haben würden. Der ein
oder andere Leser erinnert sich vielleicht noch an unser feuchtes
Erlebnis am Bodensee und die sich daraus ergebende Notwendigkeit,
eine Schlechtwetter Variante fürs Campen zu entwickeln um uns nicht
immer um ein nasses Zelt sorgen zu müssen. Der Vorteil dieser
Schlechtwetter Variante ist, daß man sie auch wunderbar als
Sonnenschutz verwenden kann, was bei der Hitze auch dringend
notwendig war.
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| Dachzelt mit Sonnensegel |
Gezahlt haben wir
hier pro Nacht €18,90 und die Ausstattung des Campingplatzes war
hervorragend, mit neu sanierten sanitären Anlagen, Waschküche,
Kinderspielplatz und großem Müllplatz mit Möglichkeiten zum
Recyclen.
Besonders in Wien
sind uns die Edel Camper aufgefallen die mit ihren Luxus Wohnwagen
den Sinn vom Camping wohl nicht ganz verstanden haben. Oberflächlich
von außen betrachtet hatten diese Leute mehr Platz und
Ausstattungsgegenstände dabei als was ich im normalen Alltag in
meiner Wohnung zur Verfügung habe.
Mondsee, Österreich
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| Die Schlechtwetter-Variante |
Für das Austria
Camp Mondsee (Achort 60, Sankt Lorenz) zahlten wir stolze 26,70 weil
unser Auto mit Dachzelt als Wohnmobil behandelt wurde. Schon etwas
unfair, wenn ich mir ansehe wie viel Platz so ein Wohnanhänger
beansprucht, aber ich war nicht zum Diskutieren aufgelegt. Die
sanitären Einrichtungen waren den Preis jedenfalls Wert, alles neu
und sauber und die Duschkabinen groß genug, um einer 4-köpfigen
Familie Platz zu bieten. Auch war es ruhig und wir konnten endlich
mal ohne Straßenlärm einschlafen.
Seekirchen, Wallersee
Am Morgen verzog
sich der Regen und die Campingplatzleitung war sich ganz sicher, daß
sich das Wetter spätestens bis zum Mittag bessern würde. Wir fuhren
nur ein paar Kilometer weiter zum Wallersee und suchten dort einen
Stellplatz für die Nacht. Der erste ausgeschriebene Stellplatz
existiere irgendwie nicht mehr oder unser Navi war komplett verwirrt,
schickte es uns doch in ein Wohngebiet neben eine Schule und
verkündete unser Ankommen. Da war definitiv nichts. So fuhren wir
weiter zu Variante 2, parkten das Auto vor der Schranke und liefen
regelwidrig über das Gelände (dies war für Nichtbewohner
ausdrücklich verboten). Ganz ehrlich, all diese Regeln kamen uns
schon komisch und nicht willkommen heißend vor und als wir dann all
die Dauercamper mit ihren bereits mit der Umgebung fest verwachsenen
Unterkünfte erblickten, hatten wir keine Lust mehr auf diesen Platz,
wo man sich bestimmt als Eindringling gefühlt hätte. Wir suchten
also Variante 3 und fanden diese auch irgendwann. Die Dame an der
Rezeption war sehr zuvorkommend, bot uns einige Alternativen aus
denen wir den für uns perfekten Stellplatz aussuchen konnten und
deckte uns gleich noch mit Tipps für Unternehmungen in der Gegend
ein. Ich fühlte mich gleich wohl dort und so richteten wir uns ein.
Wir blieben zwei Nächte und da wir uns einen Stellplatz mit Bäumen
ausgesucht hatten, konnten wir unsere Plane wunderbar befestigen.
Zwar ernteten wir ungläubige Blicke von den anderen
Campingplatzbesuchern (darunter auch zahlreiche Dauercamper) aber das
war uns egal. Wir machten das beste aus den sich uns bietenden
Möglichkeiten und kamen wunderbar damit zu recht. Leider war dieser
Campingplatz wieder etwas lauter schon allein wegen der regelmäßig
verkehrenden Bahn, die man in der Ferne vernehmen konnte. Die zweite
Nacht stellte sich als recht windig heraus und obwohl unsere
Konstruktion mit der Plane der Belastung wunderbar standhielt,
raschelte sie trotzdem die ganze Nacht direkt über und neben unserem
Kopf (sie liegt ja über dem Dachzelt). Außerdem hob sich die Plane
durch den Wind in regelmäßigen Abständen und lies mich ständig
darüber grübeln, ob sie halten würde oder weggeweht würde. Die
Nacht war alles andere als erholsam und als pünktlich um 5 Uhr ein
Kuckuck in der Nähe nach Artgenossen zu rufen begann war ich
bedient. Ich war bereit, in den nächstgelegenen Wallersee zu
springen um ein paar Runden zu schwimmen, aber Tommy hielt mich
zurück. Irgendwie schafften wir es dann doch noch 2 Stunden zu
schlafen und begaben uns erst danach in den See und entschieden uns
noch vor dem Frühstück die Plane einzupacken um sie noch vor dem
sicher bald aufkommenden Regen trocken im Auto verstauen zu können.
Wir verliesen die sichtlich überforderten Nachbarn in ihrem
Wohnwagen (Oma und Opa mit ihren 3 Enkeln) und fuhren in Richtung
Deutschland.
Für den
Campingplatz Seekirchen (Strandbad Seekirchen, Seestr. 2) zahlten wir
pro Nacht 21 Euro. Die sanitären Einrichtungen waren aufgrund des
nahe gelegenen Wallersees leider nicht so sauber, da jeder der
Strandbadgäste die Toilette nutzt und es auch dementsprechend dort
aussieht.
Das schlechte Wetter
war nun auch im Nordwesten Österreichs angelangt und wir konnten
keine trockenen Alternativen auf der Karte finden (zumal sich
Wetterberichte bekanntlich öfter mal irren). Wir hatten außerdem
den sich am Montag in Gang setzenden Rückreiseverkehr nach
Deutschland im Hinterkopf, dem wir unbedingt entkommen wollten und so
verkürzten wir unseren Ausflug um einen Tag und machten uns bereits
am Pfingstsonntag auf den Weg zurück nach Hause.
Fazit:
Mit der Plane kommen wir voran und wir können die Art und Weise des Einsatzes an die örtlichen Bedingungen anpassen (bevorzugt nutzen wir für die Befestigung Bäume, da sie starkem Wind besser Stand halten als eine 3 Meter hohe Teleskopstange). Auch müssen wir beim nächsten Mal einige Dinge nicht spazieren fahren und lassen sie lieber zu Hause. Einige bauliche Veränderungen müssen wohl noch vorgenommen werden, da die Dachgepäckträger des Ford die Last des Dachzeltes nicht so gut handeln können aber unser Problem hierbei ist, daß es sich um einen Firmenwagen handelt und die Gepäckträger leider nicht ausgetauscht werden können. Somit müssen wir uns was anderes einfallen lassen. Dazu später sicher mehr….Sonntag, 18. Juni 2017
Ungarn, Slowakei, Österreich (Ende Mai bis Anfang Juni)
Teil 1 Ungarn und Slowakei
Sopron, Ungarn
Unsere Reise beginnt
in Ungarn in Sopron (zu Deutsch Ödenland) kurz nach der
Ungarisch-Österreichischen Grenze, da wir dort für Tommys Hobby ein
paar Tage im Rahmen der Karate Europameisterschaften verbracht haben.
Während sich seine Vereinskameraden nach einem sehr erfolgreichen
Wochenende wieder auf eine lange Heimreise Richtung Thüringen
machten, verabschiedeten wir uns in unseren Kurzurlaub, für den wir
mal wieder nicht wirklich etwas geplant hatten. Unser altbekanntes
Motto war auch diesmal wieder: Go with the flow.
Bevor ich über
unsere Reiseerlebnisse berichte, möchte ich noch einige Eindrücke
von Sopron schildern. Aufgrund fehlender persönlicher Betroffenheit
hatte ich mich vorher noch nie mit dem Thema beschäftigt und wußte
daher nicht, daß Ungarn ein beliebtes Ferienziel für solche
Deutsche ist, die für plastische Chirurgie und vorallem für
zahnärztliche Eingriffe die wohl horrenden Summen in Deutschland
nicht zahlen können oder wollen und deshalb ins günstigere Ausland
ausweichen. Wer sich kostengünstig die Zähne richten lassen möchte,
kann dies praktischerweise mit einem Wellness Urlaub verknüpfen und
auf die zahlreichen Angebote nicht nur in Sopron zurückgreifen. Bei
einem Spaziergang durch Sopron stolpert man ununterbrochen über
Zahnärzte und Werbung für Kliniken, spezialisiert auf Zahn-, Mund-
und Kiefererkrankungen. Es entwickelte sich bei uns der running gag
daß wir schon lange keinen Zahnarzt mehr gesehen hätten, wann auch
immer wir mal wieder an einer Kliniktür vorbeiliefen. Sopron an sich
ist ein kleines hübsch hergerichtetes Städtchen mit schicker
Architektur, einer alten teils gut erhaltenen Stadtmauer und dem
Wahrzeichen der Stadt, dem Feuerturm, den zu erklimmen es sich für
die herrliche Aussicht lohnt.
Zu erwähnen wäre
noch daß Ungarn zwar seit 2004 Mitglied der Europäischen Union ist,
aber seine Währung beibehalten hat und man daher wieder mit dem
Umrechnen beschäftigt ist. Ganz grob gerechnet entsprechen 300
Forint 1 Euro und in Sachen Kopfrechnen wurde ich endlich mal wieder
gut gefordert. Sicher kann man im Supermarkt oder auch im Restaurant
mit Kreditkarte bezahlen, aber an der Eisdiele oder auf dem
Wochenmarkt wird man damit nicht weit kommen.
Bratislava, Slowakei
Nach Sopron
entschlossen wir uns für einen Kurztrip in die Slowakei um die
Hauptstadt Bratislava zu besuchen (was zu Deutsch übrigens den
ungewöhnlichen Namen Pressburg trägt, den man hier recht häufig
liest und mit dem ich nichts anzufangen wußte). Bratislava liegt am
Dreiländerdreieck mit Ungarn und Österreich und ist laut Wikipedia
die einzige Hauptstadt der Welt, die an mehr als ein Nachbarland
grenzt. Außerdem haben Wien und Bratislava mit nichtmal 55 km die
kürzeste Entfernung zweier Hauptstädte in Europa.
Die Fahrt in die
Stadt ähnelt der jeder anderen Großstadt; IKEA, Decathlon,
McDonalds und die üblichen Verdächtigen reihen sich entlang der
Autobahn, dazu erinnern die zahlreichen riesigen Anzeigetafeln daran,
daß hier schon seit einigen Jahren ein ganz anderer Wind weht. Auch
hier fällt mir sofort wieder die Werbung für Schönheitsoperationen
auf, die hier wohl preislich weniger ins Gewicht fallen als anderswo.
Der Campingplatz erinnert an ein Ferienlager der sozialistischen
Zeit; schlicht eingerichtet mit Holzhütten, diese wiederum mit
Etagenbetten und ohne sanitäre Einrichtungen. Die
Gemeinschaftsduschen sind sanierungsbedürftig, auf den Toiletten
fehlt das Toilettenpapier und die restlichen Gebäude auf dem Gelände
waren sicherlich vor 30 Jahren gut ausgelastet, rotten aber
inzwischen vor sich hin. All das störte uns wenig, da wir nur einen
Platz auf dem Zeltplatz benötigten und dieser befand sich 100 Meter
vom See entfernt (Zlaté Piesky), der vorallem von der Bevölkerung
Bratislavas genutzt wird. Gäste auf dem Zeltplatz gab es nur wenig
und so hätte es eine ruhige Nacht werden können. Dummerweise
befand sich der Highway in unmittelbarer Nähe und irgendwo muß es
auch einen Flugplatz gegeben haben, denn der Verkehrslärm lies
einfach nicht nach. Und wie wir noch einige Male in den nächsten
Tagen feststellen mußten, mag man besonders auf solchen Camping- und
Zeltplätzen gleich 7 Uhr in der Früh mit dem Mähen des Rasens zu
beginnen oder zu anderen Ruhezeiten lärmintensive Arbeiten
durchführen, um den Gästen das Entspannen so unangenehm wie möglich
zu machen.
Für die Nutzung der
sanitären Anlagen muß man übrigens einen Schlüssel mit sich
führen und die Türe auf- und wieder zusperren, was aber aufgrund
der vielen Seebesucher durchaus Sinn macht, um die Sauberkeit
halbwegs gewährleisten zu können.
Gezahlt haben wir
für den Zeltplatz € 12,90 (ohne Strom, da wir keinen benötigen)
und das war vollkommen ok.
Mittwoch, 17. Mai 2017
erster Campingausflug an den Bodensee
Bereits vor unserem
Schottland Urlaub haben wir uns ein Dachzelt für Tommys Auto
gekauft. Eigentlich ist unser langfristiger Plan, einen T1
(unbezahlbar) oder ein neueres Modell nach unseren Wünschen
umzugestalten und einzurichten und damit durch die Lande zu ziehen.
Da es bis zur Realisierung dieses Traums noch ein wenig Zeit und Geld
bedarf, stellt das Dachzelt eine Zwischenlösung für die gewünschte
Flexibilität dar und so entschieden wir uns recht spontan für den
Kauf. Seinem ersten Test wurde das Zelt erst einige Wochen später
unterzogen, weil es nach dem Kauf erstens noch ein wenig zu frisch
für eine Nacht draußen war und wir zweitens zu unserem Urlaub
aufbrachen.
Anfang Mai jedoch
ergab sich die Möglichkeit eines verlängerten Wochenendes und
dieses wollten wir gebürtig am Bodensee begehen: im Dachzelt, mit
geborgter Campingausrüstung und gespickt mit allerhand
Selbstvertrauen in unsere Campingfähigkeiten.
So begaben wir uns
Freitag nachmittag nach der Arbeit in Richtung Friedrichhafen und
erlebten unser erstes blaues Wunder: die Straßen waren frei! Kein
Stau auf der A7, wie man das an Freitagen kennt, kaum Autos unterwegs
und nur ein paar Behinderungen in Ulm aufgrund der zahlreichen
Baustellen. Dazu ein bomben Wetter welches uns gute Laune für das
Wochenende bescherte.
Ich hatte im Vorfeld
einen einfachen Campingplatz am Bodensee im Internet gesucht, auf dem
man keine 20 Nachbarn mit schreienden Kindern zu ertragen hatte und
war in Marktdorf fündig geworden. Die Naturcampingwiese klang
vielversprechend einfach und ich hatte bereits im Vorfeld abgeklärt,
daß wir dort auch mit unserem Dachzelt übernachten konnten.
Was man mit dem
Dachzelt beachten muß und was uns leider etwas spät bewußt wurde
ist die Tatsache, daß man mit Auto verständlicherweise aufgrund der
Bodenschäden nicht gern auf Zeltwiesen gesehen ist und somit einen
normalen Stellplatz neben all den Wohnwagen und Palästen auf Rädern
buchen muß, obwohl man mit diesen nichts gemein hat. Die Zukunft
wird zeigen, wie zufrieden wir mit dieser Einschränkung sein werden
oder ob wir nicht die meiste Zeit „wild“ campen werden um unsere
Ruhe zu haben.
Die
Naturcampingwiese war nicht so ganz einfach zu finden, weil zur
Orientierung nur eine Straße angegeben war, die in die Obstplantagen
führte. Nach längerem Suchen verstanden wir dann warum wir nichts
finden konnten, hatten wir doch den Zeltplatz nicht in den
Obstplantagen vermutet. Genau dort befand sich aber der recht kleine
Zeltplatz, der einen kleinen abgegrenzten Bereich für Fahrzeuge
hatte, auf dem wir aufbauen durften. Der Vermieter meinte dann noch,
der Platz sei für Wohnwagen und dergleichen reserviert, wo die aber
hätten Platz finden sollen blieb uns ein Rätsel. Egal, wir waren
die einzigen dort und konnten nach Belieben schalten und walten.
Von einem richtigen
Camping- oder Zeltplatz konnte übrigens nicht die Rede sein, da
alles irgendwie zurechtgezimmert war: überdachter Sitzbereich,
Toilette, Dusche, Kochbereich und noch nicht belegte Plätze, wo
später die zu vermietenden Tipis aufgestellt werden würden; alles
war selbstgemacht aus Paletten und jedwedem Holz. Ein benachbarter
kleiner Verschlag für Gänse sorgte für Unterhaltung und Lärm,
wäre dieser gewollt gewesen. Trotz alle dem konnte ich dem Zeltplatz
einen gewissen Charme abgewinnen, schließlich hatten wir alles, was
wir brauchten: Toilette mit fließend Wasser, eine Dusche (okay, das
Wasser war kalt und die Gasflasche habe ich trotz Drehens nicht
aufbekommen aber das hätte der Vermieter sicher gerichtet, wenn wir
ihn drauf angesprochen hätten) und unsere Ruhe. Da hatte ich schon
weitaus schlimmere Unterkünfte gesehen.
Das zusammengeborgte
Campingequipment wurde auch alsbald ausgepackt und erprobt,
allerdings benötigten wir eine gefühlte Ewigkeit, bis das Buszelt
endlich stand – ein Zelt welches an jede Art von Fahrzeug angebaut
und mit diesem sogar verbunden werden kann. Es gab keine
Aufbauanleitung weil dies aufgrund der verschiedenen Fahrzeugtypen
wenig Sinn macht und so zerrten und spannten und verrückten wir das
Zelt, bis es einigermaßen unseren Ansprüchen genügte. Wir kochten
Tee und genossen ein Gourmet Abendbrot mit Wein und Käse,
schließlich hatten wir einen Geburtstag nachzufeiern. Die Sonne
verschwand hinter den Obstbäumen und irgendwann saßen wir im
Dunkeln mit unseren Solarlampen und lauschten dem Zirpen der Grillen.
Fantastisch!
Unsere erste Nacht
im Dachzelt stand an und sie verlief auch recht undramatisch. Das
sollte sich aber in der zweiten Nacht ändern. Wir hatten den
Wetterbericht konsultiert und waren uns des bevorstehenden
Wetterumschwungs am Samstag bewusst. Daher packten wir auch das
Buszelt gleich am Morgen wieder ein, um später keinen naßen und
dreckigen Haufen Plane im Auto verstauen zu müssen. Das kriegt man
ja nie wieder trocken! Den ganzen Tag über war das Wetter noch sehr
schön und wir durchwanderten das Umland, aber das schlechte Wetter
brach am Abend über uns herein. Wir kochten und aßen unter dem
Holzpalettenverschlag und blieben dort auch trocken. Wir hofften das
selbige für unser Zelt. Es ist zwar imprägniert und damit
wasserabweisend, aber um die Wetterseite sorgten wir uns schon ein
wenig, schließlich prasselte dort schon seit Stunden der Regen ein
und die Nacht sollte es auch so weitergehen.
Um es
vorwegzunehmen, das Zeltinnere blieb trocken, aber wir schliefen
aufgrund der Ungewissheit sehr unruhig und schmiedeten bereits Pläne
für ein eventuelles Wassereindringen. Wir wären in den übernächsten
Ort gefahren wo wir eine Waschstraße für Autos gesehen hatten und
dort gab es Überdachungen hoch genug, die uns mit Auto und
geöffneten Zelt Schutz geboten hätten.
Am nächsten Morgen
frühstückten wir wieder unter dem Holzpalettenvorschlag und waren
wirklich froh, die einzigen Gäste zu sein, sonst hätten wir uns
diesen recht kleinen Ort mit anderen Leuten teilen müssen. Es war
Sonntag und wir beratschlagten über das weitere Vorgehen. Eigentlich
wollten wir bis Montag bleiben, aber was tun? Im Regen umherwandern
lag uns nicht im Sinn, deswegen wollten wir nach Bregenz fahren. Das
bedeutete aber, das Dachzelt einzuklappen und hier waren wir uns
unsicher ob nicht die nasse Außenwand beim Einklappen die Nässe ins
Innere drücken würde. Vorsichtshalber nahmen wir die Matratze
heraus um diese vor Nässe zu schützen und transportierten sie im
Auto, was unsere Sicht extrem einschränkte.
Nach ein paar
Stunden in Bregenz trafen wir die Entscheidung nach Hause
zu fahren,
denn es lies sich laut Wetter App kein Gebiet im Umfeld finden, wo es
nicht regnete und wohin wir hätten ausweichen können. Der Plan war
daß wir überall halten und übernachten würden, sollten wir
irgendwo vorbeikommen wo es nicht regnete. Aber der
Wetterverantwortliche tat uns diesen Gefallen nicht und so fuhren wir
zurück ins Frankenland, trockneten unser Zelt und schliefen im
weichen Bett. Und begannen sofort damit Pläne für den nächsten
Trip zu schmieden und wie wir unser Zelt vor besonders starken Regen
schützen können. Ausgereift und erprobt ist das Resultat dieser
Überlegungen natürlich nicht, aber wir sind bald wieder mit dem
Zelt unterwegs und werden selbstverständlich über Erfolg oder
Mißerfolg berichten.
Samstag, 13. Mai 2017
Schottland und wie viel Geld man für einen Urlaub benötigt
Vor sehr langer Zeit
versprochen, kommt nun endlich auch eine grobe Zusammenstellung der
Ausgaben, damit der interessierte Schottlandurlauber ein Gefühl dafür
bekommt, wie viel Geld er auf der Insel ausgeben kann. Dies ist
natürlich sehr individuell und hängt von vielen Faktoren ab und so
kann man für wesentlich mehr Geld Urlaub in Schottland machen aber
sicher auch bei der einen oder anderen Position Geld einsparen.
Gerade bei der Aufstellung der Unterkünfte hatte ich bereits
erwähnt, daß es hier vor allem darauf ankommt, ob man lieber in
Hotels oder in Jugendherbergen schlafen möchte oder sich irgendwo
dazwischen bewegt. Auch bei den Eintrittsgeldern kann man wesentlich
mehr Geld ausgeben als wir, haben wir uns doch gerade mal drei der
unendlich vielen Schlösser und Burgen in Schottland aus der Nähe
betrachtet. Allein auf dem Castle Trail kann man sich tage- oder
sogar wochenlang Schlösser anschauen und diese natürlich auch von
innen besichtigen und dabei ein kleines Vermögen hinlegen. Wir
fanden dies allerdings nicht so amusing und so konnten wir hier
einiges an Geld einsparen.
Tommy und ich sind beide keine
Kostverächter und lieben unseren Kaffee und ein gutes Stück Kuchen,
deswegen fallen die Kosten für Lebensmittel relativ hoch aus. Aber
jeder reist so wie er es mag und tut die Dinge die ihm Spaß machen
und ihm wichtig sind und so sind wir eben extrem um unser leibliches
Wohl besorgt. Man lebt schließlich nur einmal (Augenzwinkern).
Hier also die
Aufstellung mit den Kosten pro Tag, wobei ich den Flug und den
Mietwagen außen vor gelassen habe:
Unterkünfte: 71
Euro
Benzin /
Parkgebühren: 10 Euro
Eintrittsgelder: 10
Euro
Essen / Trinken /
Restaurants: 42 Euro
Dies entspricht
ungefähr 133 Euro pro Tag.
Nicht berücksichtigt
sind Kosten für den Flughafenbus in Edinburgh (18 Euro), sowie
Geschenke / Souvenire und dergleichen.
Donnerstag, 11. Mai 2017
Schottland_ Die Unterkünfte
Nachfolgend, wie bereits angekündigt, eine
Aufstellung mit Kurzbewertung über alle Unterkünfte, in denen wir
während unseres Urlaubs genächtigt haben.
Edinburgh: Balmore
Guest House: 34, Gilmore Place, Merchiston, Edinburgh, EH3 9NQ für 58,50 Pfund (70 €), zweite Übernachtung 85,20
Pfund (102 €)
![]() |
| Balmore Guest House Edinburgh 1. Nacht |
Mit dem Airlink vom
Flughafen recht einfach über den Stop Haymarket und einem 16
minütigem Spaziergang zu erreichen, befinden sich im Gilmore Place
noch zahlreiche andere Hotels und Guest Houses. Die Umgebung ist
sicher, aber mit Parklplätzen sieht es mau aus, haben doch die
Hotels alle höchstens 1 oder 2 Parkplätze auf dem Grundstück vorm
Haus und alle anderen müssen am Straßenrand parken – sicher ein
Problem in ganz Edinburgh. Die Belegschaft war höflich, aber etwas
distanziert – man merkte dass es sich um ein etwas größeres Haus
handelte und sie sicher pro Tag einige Gäste zu
sehen bekommen. Das
Dreibettzimmer war recht eng und eigentlich hätte man sich das
Einzelbett sparen können um dem Gast mehr Platz zu bieten, aber hier
geht es wohl um Belegungszahlen. Uns hats nicht gestört und das
zweite Bett wurde kurzerhand zur Ablage umfunktioniert. Das Bad war
überraschend groß und wie im Land üblich gab es auf dem Zimmer
Tee, Kaffee, Wasserkocher und ein paar Kekse für die Teetime
zwischendurch.
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| Balmore Guest House Edinburgh 2. Nacht |
Wir verbrachten auch
die letzte Nacht hier und hatten diesmal ein Vierbettzimmer (2x
Doppelbett) welches ein wenig größer und moderner war. Dies gilt
auch für das Badezimmer. Wir nehmen an, dass im Haus nach und nach
renoviert wird. Für das Frühstück wählt man am Vortag aus einer
Liste von 4 verschiedenen Optionen und bekommt am Morgen sein
gekochtes Frühstück an den Tisch gebracht. Hierbei kann man unter
verschiedenen landestypischen Varianten auswählen: Frühstücksspeck,
Spiegelei, Hashbrowns, gekochte Tomaten oder Pilze, dazu gibts jede
Menge Toast und vom Selbstbedienungsbuffet noch Müsli, Saft und
Obst. Tee und Kaffee, wobei es nur schwarzen Tee gibt. Die
vegetarische Variante bestand etwas notdürftig aus einer Banane und
einem zusammengefallenen Schokocroissent, beim zweiten Besuch bekam
man richtige Waffeln serviert.
Unsere Bewertung für
das Balmore Guest House ist eine 2 (Schulnoten von 1 bis 6).
Aberdeen: Youth
Hostel (YHA), 8 Queen's Road, Aberdeen AB15 4ZT für 39
Pfund (46€)
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| YHA Aberdeen 1. Nacht |
| YHA Aberdeen 2. Nacht |
Unsere Bewertung für
das YHA in Aberdeen (aufgrund der Einschränkungen wegen der
Bautätigkeiten) ist eine 3,5
Für einen recht
kleinen Ort wie Dingwall hatten wir solch ein großes Hotel gar nicht
erwartet, welches recht verwinkelt daherkommt und wären die Flure
nicht beschriftet, hätten wir unser Zimmer wohl nicht gefunden oder
Brotkrumen streuen müssen. Die Ausstattung ist zwar schon etwas
älter, das Hotel aber trotzdem tadellos sauber, die Zimmergröße
angemessen und das Wifi funktioniert sogar tadellos auf dem Zimmer.
Einziger Kritikpunkt
ist der unbefestigte Parkplatz hinterm Haus, der sich bei Regen
aufgrund all der Pfützen in einen kleinen Hindernisparcour
verwandelte und aufgrund von herumliegendem Material nicht genügend
Platz für alle Autos bot.
Unsere Bewertung für
das National Hotel in Dingwall aufgrund der Parkplatzsituation ist
eine 2,5
Kinlochleven: Tigh
Na Cheo, Garbhein Road, Kinlochleven, PH50 4SE für
75 Pfund (90 €)
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| Tigh Na Cheo Kinlochleven |
Dieses Hotel war
zweifelsohne unser Highlight. Zwar leider auch nur zwei unbewegliche
Einzelbetten aber das Zimmer an sich war sehr angenehm hergerichtet.
Das Bad war sehr aufmerksam mit gewissen Annehmlichkeiten für müde
Wanderer ausgestattet. Nicht nur gab es eine Badewanne sondern auch
Kräuterbadesalz zum Lösen verkrampfter Muskeln. Auf dem Tisch
befand sich eine neumodische Ladestation mit allerhand USB
Anschlüssen, um mehrere Geräte gleichzeitig laden zu können. Hier
hatte man an alles gedacht. Wir erreichten die Unterkunft recht spät
kurz vor 21 Uhr, aber der Empfang war trotzdem warm und zuvorkommend.
Besonders toll fanden wir die „honesty bar“, einen Kühlschrank
mit allerhand Getränken aus dem man sich als Gast bedienen konnte
und seinen Verbrauch auf einer Strichliste vermerkte um am Morgen
dafür zu bezahlen. Gerade für Wanderer auf dem West Highland Trail,
die nach einem langen Tag des Laufens keine Muse und Kraft mehr haben
zum nächsten Pub zu laufen, sich aber trotzdem ein Bier oder einen
Wein gönnen möchten, ist dies ein super Service. Auch das Frühstück
lies keine Wünsche offen und so verabschiedeten wir uns wohl
gestärkt vom jungen „Herbergsvater“.
Unsere Note für das
Tigh Na Cheo ist eine 1.
Fort William:
Alltonside Guest House, Achintore Road, Fort William, PH33 6RW für 75 Pfund (89 €)
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| Alltonside Guest House Fort William |
Mit dem Finden des
Alltonside hatten wir unsere Probleme, weil unser Navi die Strasse
nicht finden konnte, obwohl es sich, wie sich später herausstellte,
um die Hauptverkehrsstraße durch den Ort handelte. Die Straße nach
Fort William ist gespickt mit Gästhäusern und Hotels und so ist es
nicht so einfach, seine Unterkunft zu finden zumal keine Hausnummer
angegeben ist. Gefunden haben wir den Flachbau letzten Endes doch und
trafen auf die sehr freundliche Gastgeberin, die uns auch gleich das
Zimmer zeigte und offenbarte, wo man Nachschub finden könne, sollte
der Tee auf dem Zimmer ausgehen. Über Zimmer und Badezimmer gibt es
keine Beschwerden, nur war es für unseren Geschmack etwas zu warm
und im Badezimmer stand ein auffällig riechender Raumduft, der schon
etwas penetrant durchs ganze Zimmer zog. Aber dies ist
Geschmackssache. Das Bett war extrem weich und der ein oder andere
könnte hier Probleme mit dem Schlafen haben. Das Frühstück mußte
auch hier am Vorabend ausgewählt werden. Als Vegetarier muß man
wissen, dass es keine Alternative beim gekochten Frühstück gibt und
man nur Müsli auswählen kann, was aber sowieso für jedermann in
Form eines Buffets verfügbar ist. Das einzig vegetarische (aber
nicht vegane) was man noch zusätzlich wählen kann, ist ein
Käseteller. Man muß also mit Toast und Marmelade Vorlieb nehmen,
was für große Frühstücker eventuell zu wenig sein könnte.
Unsere Note für das
Alltonside Guest House ist eine 2.
Glasgow YHA, 7-8
Park Terrace, Glasgow G3 6BY für 39 Pfund (46 €)
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| YHA Glasgow |
Das Doppelzimmer in
der Jugendherberge überraschte uns aufgrund seiner Größe und dem
neuen Badezimmer (Toilette und Dusche waren getrennt). Man konnte den
Inhalt des Koffers problemlos auf dem Boden verstreuen, ohne in einen
Hindernislauf zu verfallen. Und seien wir mal ehrlich, wer ist nach
einem Tag on the road schon so diszipliniert und verräumt die Dinge
in den vorhandenen Schrank? Frühstück gabs auch hier wieder keins
oder hätte wohl vorbestellt werden können, wäre aber nur in Form
eines gepackten Fresspakets ausgefallen. Die Rezeption ist 24 Stunden
besetzt und nebenan befindet sich eine kleine Bar, so daß man auch
hier ein Bier bekommen kann. Das Internet funktionierte nur in der
ersten Etage und so traf man sehr viele der Bewohner im
Gemeinschaftsraum an, der aber gespenstisch ruhig war, da sich
Reisende heutzutage nicht mehr zu unterhalten scheinen weil jeder mit
Smartphone und / oder Laptop beschäftigt ist. Eigentlich schade, ich
kenne das noch ganz anders. Wie in Jugendherbergen üblich, gibt es
auch hier eine gut ausgestattete Gemeinschaftsküche in der man sich
seine Mahlzeiten selbst zubereiten kann.
Unsere Note für das
YHA in Glasgow ist eine 2,0.
Als
durchschnittlichen Preis pro Übernachtung haben wir 70 € gezahlt
und damit nicht in Saus und Braus gelebt aber auch nicht die
schlechtesten Unterkünfte erwischt. Wie Ihr anhand der Bewertungen
lesen könnt, haben wir mit keiner Unterkunft wirklich schlechte
Erfahrungen gemacht und können sie alle guten Gewissens
weiterempfehlen. Mit welcher Unterkunftskategorie man letzten Endes
seinen Urlaub bestreiten möchte, bleibt jedem selbst überlassen,
aber wir haben mit Jugendherberge, Guest House und Hotel
gleichermaßen gute Erfahrungen gemacht und möchten die Empfehlung
aussprechen, selbst vielleicht auch mehrere unterschiedliche Typen
von Unterkunft auszuprobieren. Und wenn es nur der Abwechslung dient.
Wir haben uns darum
bemüht, die Unterkünfte anhand von Fotos zu dokumentieren,
allerdings ist uns dabei nicht immer gelungen, die Fotos vor dem
Ausbreiten aller Habseligkeiten, dem Öffnen des Koffers etc zu
machen so daß wir oft auch das Chaos dokumentiert haben. Dafür
möchten wir uns entschuldigen und geloben Besserung.
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