Sonntag, 25. Juni 2017

Ungarn, Slowakei, Österreich (Ende Mai bis Anfang Juni)


 Teil 2 Österreich

 

Wien, Österreich

In Wien gibt es laut oberflächlicher Internet Recherche 3 Möglichkeiten fürs Campen: Campingplatz Süd, West oder Nord, alle vom selben Betreiber bewirtschaftet. Ohne uns alle anzuschauen, entschieden wir uns für Süd (Breitenfurter Str. 269) und bemerkten sofort die Nähe zur Hauptverkehrsstraße, machten uns aber auch bewußt, daß die anderen Plätze wahrscheinlich das gleiche Problem haben würden. Der ein oder andere Leser erinnert sich vielleicht noch an unser feuchtes Erlebnis am Bodensee und die sich daraus ergebende Notwendigkeit, eine Schlechtwetter Variante fürs Campen zu entwickeln um uns nicht immer um ein nasses Zelt sorgen zu müssen. Der Vorteil dieser Schlechtwetter Variante ist, daß man sie auch wunderbar als Sonnenschutz verwenden kann, was bei der Hitze auch dringend notwendig war.
Dachzelt mit Sonnensegel
Wir warfen eine Plane über das ausgefahrene Dachzelt und versuchten das elendig riesige Teil mit Hilfe von fast 3 Meter langen Teleskopstangen sowie Zeltheringen zu befestigen, was ein wenig länger dauerte (mit Details wollen wir nicht prahlen). Nach getaner Arbeit genossen wir das herrliche Wetter im Schatten und ich testete die neu erworbene Hängematte. Beim Zubettgehen bemerkten wir besorgt die aufziehende graue Wolke. Starker Wind blies uns irgendwann in der Nacht unsere Zeltstangen um und wir entstiegen unserem Zelt um alles einzusammeln und erstmal unters Auto zu stopfen um es vor dem Wegwehen und eventuellem Regen zu bewahren (der allerdings ausblieb). Bei Regen hätte die Konstruktion sicher Stand gehalten aber leider gehen Regen und Wind meist Hand in Hand. So probieren wir eben weiter und reagieren auf individuelle Gegebenheiten. Positiv zu erwähnen bleibt der Umstand, daß man selbst bei tagsüber knapp 30 Grad nachts recht angenehm im Zelt schlafen kann, da man aufgrund der zahlreichen Öffnungen für ausreichend Abkühlung sorgen kann. Fliegengitter sorgen für genügend Abstand zu möglichen nächtlichen fliegenden oder krabbelnden Besuchern. Wie bereits befürchtet konnte man den Umstand, direkt an der Hauptverkehrsstraße zu schlafen zu keiner Zeit vergessen und so war auch in diesen zwei Nächten der Schlaf nicht wirklich erholsam.
Gezahlt haben wir hier pro Nacht €18,90 und die Ausstattung des Campingplatzes war hervorragend, mit neu sanierten sanitären Anlagen, Waschküche, Kinderspielplatz und großem Müllplatz mit Möglichkeiten zum Recyclen.
Besonders in Wien sind uns die Edel Camper aufgefallen die mit ihren Luxus Wohnwagen den Sinn vom Camping wohl nicht ganz verstanden haben. Oberflächlich von außen betrachtet hatten diese Leute mehr Platz und Ausstattungsgegenstände dabei als was ich im normalen Alltag in meiner Wohnung zur Verfügung habe.

Mondsee, Österreich

Die Schlechtwetter-Variante
Der extrem schlechte Wetterbericht für den größten Teil Österreichs machte uns mal wieder einen Strich durch unsere nicht vorhandene Planung und trieb uns in den Nordwesten Österreichs, da sich die Unwetterwarnungen für diesen Bereich in Grenzen hielten. Und so fuhren wir anstatt in den Süden in Richtung Salzburg weil dort das Wetter noch einigermassen stabil zu sein schien. Wir entschieden uns spontan zu einer Übernachtung am Mondsee wo wir noch einen Platz auf der Zeltwiese ergattern konnten – alle anderen Plätze waren aufgrund des aufkommenden Pfingstwochenendes komplett ausgebucht. Leider stimmte der Wetterbericht und es begann kurz nach dem Aufbau unserer Plane zu regnen, aber diesmal hatten wir sie windsicher an zahlreichen Bäumen, Zäunen und anderen feststehenden Einrichtungen befestigt und der Wind hielt sich in Grenzen. Auch hatten wir auf die Stangen an einer Seite verzichtet und die Plane direkt im Boden verankert und so hielt die Plane die ganze Nacht. Wie wir die nächsten Tage zu sagen pflegten war die Konstruktion nicht schön aber extrem selten und erfüllte ihren Zweck und darauf kommt es schließlich an.
Für das Austria Camp Mondsee (Achort 60, Sankt Lorenz) zahlten wir stolze 26,70 weil unser Auto mit Dachzelt als Wohnmobil behandelt wurde. Schon etwas unfair, wenn ich mir ansehe wie viel Platz so ein Wohnanhänger beansprucht, aber ich war nicht zum Diskutieren aufgelegt. Die sanitären Einrichtungen waren den Preis jedenfalls Wert, alles neu und sauber und die Duschkabinen groß genug, um einer 4-köpfigen Familie Platz zu bieten. Auch war es ruhig und wir konnten endlich mal ohne Straßenlärm einschlafen.

Seekirchen, Wallersee

Am Morgen verzog sich der Regen und die Campingplatzleitung war sich ganz sicher, daß sich das Wetter spätestens bis zum Mittag bessern würde. Wir fuhren nur ein paar Kilometer weiter zum Wallersee und suchten dort einen Stellplatz für die Nacht. Der erste ausgeschriebene Stellplatz existiere irgendwie nicht mehr oder unser Navi war komplett verwirrt, schickte es uns doch in ein Wohngebiet neben eine Schule und verkündete unser Ankommen. Da war definitiv nichts. So fuhren wir weiter zu Variante 2, parkten das Auto vor der Schranke und liefen regelwidrig über das Gelände (dies war für Nichtbewohner ausdrücklich verboten). Ganz ehrlich, all diese Regeln kamen uns schon komisch und nicht willkommen heißend vor und als wir dann all die Dauercamper mit ihren bereits mit der Umgebung fest verwachsenen Unterkünfte erblickten, hatten wir keine Lust mehr auf diesen Platz, wo man sich bestimmt als Eindringling gefühlt hätte. Wir suchten also Variante 3 und fanden diese auch irgendwann. Die Dame an der Rezeption war sehr zuvorkommend, bot uns einige Alternativen aus denen wir den für uns perfekten Stellplatz aussuchen konnten und deckte uns gleich noch mit Tipps für Unternehmungen in der Gegend ein. Ich fühlte mich gleich wohl dort und so richteten wir uns ein. Wir blieben zwei Nächte und da wir uns einen Stellplatz mit Bäumen ausgesucht hatten, konnten wir unsere Plane wunderbar befestigen. Zwar ernteten wir ungläubige Blicke von den anderen Campingplatzbesuchern (darunter auch zahlreiche Dauercamper) aber das war uns egal. Wir machten das beste aus den sich uns bietenden Möglichkeiten und kamen wunderbar damit zu recht. Leider war dieser Campingplatz wieder etwas lauter schon allein wegen der regelmäßig verkehrenden Bahn, die man in der Ferne vernehmen konnte. Die zweite Nacht stellte sich als recht windig heraus und obwohl unsere Konstruktion mit der Plane der Belastung wunderbar standhielt, raschelte sie trotzdem die ganze Nacht direkt über und neben unserem Kopf (sie liegt ja über dem Dachzelt). Außerdem hob sich die Plane durch den Wind in regelmäßigen Abständen und lies mich ständig darüber grübeln, ob sie halten würde oder weggeweht würde. Die Nacht war alles andere als erholsam und als pünktlich um 5 Uhr ein Kuckuck in der Nähe nach Artgenossen zu rufen begann war ich bedient. Ich war bereit, in den nächstgelegenen Wallersee zu springen um ein paar Runden zu schwimmen, aber Tommy hielt mich zurück. Irgendwie schafften wir es dann doch noch 2 Stunden zu schlafen und begaben uns erst danach in den See und entschieden uns noch vor dem Frühstück die Plane einzupacken um sie noch vor dem sicher bald aufkommenden Regen trocken im Auto verstauen zu können. Wir verliesen die sichtlich überforderten Nachbarn in ihrem Wohnwagen (Oma und Opa mit ihren 3 Enkeln) und fuhren in Richtung Deutschland.
Für den Campingplatz Seekirchen (Strandbad Seekirchen, Seestr. 2) zahlten wir pro Nacht 21 Euro. Die sanitären Einrichtungen waren aufgrund des nahe gelegenen Wallersees leider nicht so sauber, da jeder der Strandbadgäste die Toilette nutzt und es auch dementsprechend dort aussieht.

Das schlechte Wetter war nun auch im Nordwesten Österreichs angelangt und wir konnten keine trockenen Alternativen auf der Karte finden (zumal sich Wetterberichte bekanntlich öfter mal irren). Wir hatten außerdem den sich am Montag in Gang setzenden Rückreiseverkehr nach Deutschland im Hinterkopf, dem wir unbedingt entkommen wollten und so verkürzten wir unseren Ausflug um einen Tag und machten uns bereits am Pfingstsonntag auf den Weg zurück nach Hause.

Fazit: 

Mit der Plane kommen wir voran und wir können die Art und Weise des Einsatzes an die örtlichen Bedingungen anpassen (bevorzugt nutzen wir für die Befestigung Bäume, da sie starkem Wind besser Stand halten als eine 3 Meter hohe Teleskopstange). Auch müssen wir beim nächsten Mal einige Dinge nicht spazieren fahren und lassen sie lieber zu Hause. Einige bauliche Veränderungen müssen wohl noch vorgenommen werden, da die Dachgepäckträger des Ford die Last des Dachzeltes nicht so gut handeln können aber unser Problem hierbei ist, daß es sich um einen Firmenwagen handelt und die Gepäckträger leider nicht ausgetauscht werden können. Somit müssen wir uns was anderes einfallen lassen. Dazu später sicher mehr….

Sonntag, 18. Juni 2017

Ungarn, Slowakei, Österreich (Ende Mai bis Anfang Juni)

Teil 1 Ungarn und Slowakei


Sopron, Ungarn

Unsere Reise beginnt in Ungarn in Sopron (zu Deutsch Ödenland) kurz nach der Ungarisch-Österreichischen Grenze, da wir dort für Tommys Hobby ein paar Tage im Rahmen der Karate Europameisterschaften verbracht haben. Während sich seine Vereinskameraden nach einem sehr erfolgreichen Wochenende wieder auf eine lange Heimreise Richtung Thüringen machten, verabschiedeten wir uns in unseren Kurzurlaub, für den wir mal wieder nicht wirklich etwas geplant hatten. Unser altbekanntes Motto war auch diesmal wieder: Go with the flow.

Bevor ich über unsere Reiseerlebnisse berichte, möchte ich noch einige Eindrücke von Sopron schildern. Aufgrund fehlender persönlicher Betroffenheit hatte ich mich vorher noch nie mit dem Thema beschäftigt und wußte daher nicht, daß Ungarn ein beliebtes Ferienziel für solche Deutsche ist, die für plastische Chirurgie und vorallem für zahnärztliche Eingriffe die wohl horrenden Summen in Deutschland nicht zahlen können oder wollen und deshalb ins günstigere Ausland ausweichen. Wer sich kostengünstig die Zähne richten lassen möchte, kann dies praktischerweise mit einem Wellness Urlaub verknüpfen und auf die zahlreichen Angebote nicht nur in Sopron zurückgreifen. Bei einem Spaziergang durch Sopron stolpert man ununterbrochen über Zahnärzte und Werbung für Kliniken, spezialisiert auf Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen. Es entwickelte sich bei uns der running gag daß wir schon lange keinen Zahnarzt mehr gesehen hätten, wann auch immer wir mal wieder an einer Kliniktür vorbeiliefen. Sopron an sich ist ein kleines hübsch hergerichtetes Städtchen mit schicker Architektur, einer alten teils gut erhaltenen Stadtmauer und dem Wahrzeichen der Stadt, dem Feuerturm, den zu erklimmen es sich für die herrliche Aussicht lohnt.
Zu erwähnen wäre noch daß Ungarn zwar seit 2004 Mitglied der Europäischen Union ist, aber seine Währung beibehalten hat und man daher wieder mit dem Umrechnen beschäftigt ist. Ganz grob gerechnet entsprechen 300 Forint 1 Euro und in Sachen Kopfrechnen wurde ich endlich mal wieder gut gefordert. Sicher kann man im Supermarkt oder auch im Restaurant mit Kreditkarte bezahlen, aber an der Eisdiele oder auf dem Wochenmarkt wird man damit nicht weit kommen.

Bratislava, Slowakei

Nach Sopron entschlossen wir uns für einen Kurztrip in die Slowakei um die Hauptstadt Bratislava zu besuchen (was zu Deutsch übrigens den ungewöhnlichen Namen Pressburg trägt, den man hier recht häufig liest und mit dem ich nichts anzufangen wußte). Bratislava liegt am Dreiländerdreieck mit Ungarn und Österreich und ist laut Wikipedia die einzige Hauptstadt der Welt, die an mehr als ein Nachbarland grenzt. Außerdem haben Wien und Bratislava mit nichtmal 55 km die kürzeste Entfernung zweier Hauptstädte in Europa.

Die Fahrt in die Stadt ähnelt der jeder anderen Großstadt; IKEA, Decathlon, McDonalds und die üblichen Verdächtigen reihen sich entlang der Autobahn, dazu erinnern die zahlreichen riesigen Anzeigetafeln daran, daß hier schon seit einigen Jahren ein ganz anderer Wind weht. Auch hier fällt mir sofort wieder die Werbung für Schönheitsoperationen auf, die hier wohl preislich weniger ins Gewicht fallen als anderswo. Der Campingplatz erinnert an ein Ferienlager der sozialistischen Zeit; schlicht eingerichtet mit Holzhütten, diese wiederum mit Etagenbetten und ohne sanitäre Einrichtungen. Die Gemeinschaftsduschen sind sanierungsbedürftig, auf den Toiletten fehlt das Toilettenpapier und die restlichen Gebäude auf dem Gelände waren sicherlich vor 30 Jahren gut ausgelastet, rotten aber inzwischen vor sich hin. All das störte uns wenig, da wir nur einen Platz auf dem Zeltplatz benötigten und dieser befand sich 100 Meter vom See entfernt (Zlaté Piesky), der vorallem von der Bevölkerung Bratislavas genutzt wird. Gäste auf dem Zeltplatz gab es nur wenig und so hätte es eine ruhige Nacht werden können. Dummerweise befand sich der Highway in unmittelbarer Nähe und irgendwo muß es auch einen Flugplatz gegeben haben, denn der Verkehrslärm lies einfach nicht nach. Und wie wir noch einige Male in den nächsten Tagen feststellen mußten, mag man besonders auf solchen Camping- und Zeltplätzen gleich 7 Uhr in der Früh mit dem Mähen des Rasens zu beginnen oder zu anderen Ruhezeiten lärmintensive Arbeiten durchführen, um den Gästen das Entspannen so unangenehm wie möglich zu machen.
Für die Nutzung der sanitären Anlagen muß man übrigens einen Schlüssel mit sich führen und die Türe auf- und wieder zusperren, was aber aufgrund der vielen Seebesucher durchaus Sinn macht, um die Sauberkeit halbwegs gewährleisten zu können.
Gezahlt haben wir für den Zeltplatz € 12,90 (ohne Strom, da wir keinen benötigen) und das war vollkommen ok.

Mittwoch, 17. Mai 2017

erster Campingausflug an den Bodensee

Bereits vor unserem Schottland Urlaub haben wir uns ein Dachzelt für Tommys Auto gekauft. Eigentlich ist unser langfristiger Plan, einen T1 (unbezahlbar) oder ein neueres Modell nach unseren Wünschen umzugestalten und einzurichten und damit durch die Lande zu ziehen. Da es bis zur Realisierung dieses Traums noch ein wenig Zeit und Geld bedarf, stellt das Dachzelt eine Zwischenlösung für die gewünschte Flexibilität dar und so entschieden wir uns recht spontan für den Kauf. Seinem ersten Test wurde das Zelt erst einige Wochen später unterzogen, weil es nach dem Kauf erstens noch ein wenig zu frisch für eine Nacht draußen war und wir zweitens zu unserem Urlaub aufbrachen.

Anfang Mai jedoch ergab sich die Möglichkeit eines verlängerten Wochenendes und dieses wollten wir gebürtig am Bodensee begehen: im Dachzelt, mit geborgter Campingausrüstung und gespickt mit allerhand Selbstvertrauen in unsere Campingfähigkeiten.

So begaben wir uns Freitag nachmittag nach der Arbeit in Richtung Friedrichhafen und erlebten unser erstes blaues Wunder: die Straßen waren frei! Kein Stau auf der A7, wie man das an Freitagen kennt, kaum Autos unterwegs und nur ein paar Behinderungen in Ulm aufgrund der zahlreichen Baustellen. Dazu ein bomben Wetter welches uns gute Laune für das Wochenende bescherte.
Ich hatte im Vorfeld einen einfachen Campingplatz am Bodensee im Internet gesucht, auf dem man keine 20 Nachbarn mit schreienden Kindern zu ertragen hatte und war in Marktdorf fündig geworden. Die Naturcampingwiese klang vielversprechend einfach und ich hatte bereits im Vorfeld abgeklärt, daß wir dort auch mit unserem Dachzelt übernachten konnten.

Was man mit dem Dachzelt beachten muß und was uns leider etwas spät bewußt wurde ist die Tatsache, daß man mit Auto verständlicherweise aufgrund der Bodenschäden nicht gern auf Zeltwiesen gesehen ist und somit einen normalen Stellplatz neben all den Wohnwagen und Palästen auf Rädern buchen muß, obwohl man mit diesen nichts gemein hat. Die Zukunft wird zeigen, wie zufrieden wir mit dieser Einschränkung sein werden oder ob wir nicht die meiste Zeit „wild“ campen werden um unsere Ruhe zu haben.

Die Naturcampingwiese war nicht so ganz einfach zu finden, weil zur Orientierung nur eine Straße angegeben war, die in die Obstplantagen führte. Nach längerem Suchen verstanden wir dann warum wir nichts finden konnten, hatten wir doch den Zeltplatz nicht in den Obstplantagen vermutet. Genau dort befand sich aber der recht kleine Zeltplatz, der einen kleinen abgegrenzten Bereich für Fahrzeuge hatte, auf dem wir aufbauen durften. Der Vermieter meinte dann noch, der Platz sei für Wohnwagen und dergleichen reserviert, wo die aber hätten Platz finden sollen blieb uns ein Rätsel. Egal, wir waren die einzigen dort und konnten nach Belieben schalten und walten.

Von einem richtigen Camping- oder Zeltplatz konnte übrigens nicht die Rede sein, da alles irgendwie zurechtgezimmert war: überdachter Sitzbereich, Toilette, Dusche, Kochbereich und noch nicht belegte Plätze, wo später die zu vermietenden Tipis aufgestellt werden würden; alles war selbstgemacht aus Paletten und jedwedem Holz. Ein benachbarter kleiner Verschlag für Gänse sorgte für Unterhaltung und Lärm, wäre dieser gewollt gewesen. Trotz alle dem konnte ich dem Zeltplatz einen gewissen Charme abgewinnen, schließlich hatten wir alles, was wir brauchten: Toilette mit fließend Wasser, eine Dusche (okay, das Wasser war kalt und die Gasflasche habe ich trotz Drehens nicht aufbekommen aber das hätte der Vermieter sicher gerichtet, wenn wir ihn drauf angesprochen hätten) und unsere Ruhe. Da hatte ich schon weitaus schlimmere Unterkünfte gesehen.

Das zusammengeborgte Campingequipment wurde auch alsbald ausgepackt und erprobt, allerdings benötigten wir eine gefühlte Ewigkeit, bis das Buszelt endlich stand – ein Zelt welches an jede Art von Fahrzeug angebaut und mit diesem sogar verbunden werden kann. Es gab keine Aufbauanleitung weil dies aufgrund der verschiedenen Fahrzeugtypen wenig Sinn macht und so zerrten und spannten und verrückten wir das Zelt, bis es einigermaßen unseren Ansprüchen genügte. Wir kochten Tee und genossen ein Gourmet Abendbrot mit Wein und Käse, schließlich hatten wir einen Geburtstag nachzufeiern. Die Sonne verschwand hinter den Obstbäumen und irgendwann saßen wir im Dunkeln mit unseren Solarlampen und lauschten dem Zirpen der Grillen. Fantastisch!

Unsere erste Nacht im Dachzelt stand an und sie verlief auch recht undramatisch. Das sollte sich aber in der zweiten Nacht ändern. Wir hatten den Wetterbericht konsultiert und waren uns des bevorstehenden Wetterumschwungs am Samstag bewusst. Daher packten wir auch das Buszelt gleich am Morgen wieder ein, um später keinen naßen und dreckigen Haufen Plane im Auto verstauen zu müssen. Das kriegt man ja nie wieder trocken! Den ganzen Tag über war das Wetter noch sehr schön und wir durchwanderten das Umland, aber das schlechte Wetter brach am Abend über uns herein. Wir kochten und aßen unter dem Holzpalettenverschlag und blieben dort auch trocken. Wir hofften das selbige für unser Zelt. Es ist zwar imprägniert und damit wasserabweisend, aber um die Wetterseite sorgten wir uns schon ein wenig, schließlich prasselte dort schon seit Stunden der Regen ein und die Nacht sollte es auch so weitergehen.
Um es vorwegzunehmen, das Zeltinnere blieb trocken, aber wir schliefen aufgrund der Ungewissheit sehr unruhig und schmiedeten bereits Pläne für ein eventuelles Wassereindringen. Wir wären in den übernächsten Ort gefahren wo wir eine Waschstraße für Autos gesehen hatten und dort gab es Überdachungen hoch genug, die uns mit Auto und geöffneten Zelt Schutz geboten hätten.

Am nächsten Morgen frühstückten wir wieder unter dem Holzpalettenvorschlag und waren wirklich froh, die einzigen Gäste zu sein, sonst hätten wir uns diesen recht kleinen Ort mit anderen Leuten teilen müssen. Es war Sonntag und wir beratschlagten über das weitere Vorgehen. Eigentlich wollten wir bis Montag bleiben, aber was tun? Im Regen umherwandern lag uns nicht im Sinn, deswegen wollten wir nach Bregenz fahren. Das bedeutete aber, das Dachzelt einzuklappen und hier waren wir uns unsicher ob nicht die nasse Außenwand beim Einklappen die Nässe ins Innere drücken würde. Vorsichtshalber nahmen wir die Matratze heraus um diese vor Nässe zu schützen und transportierten sie im Auto, was unsere Sicht extrem einschränkte.

Nach ein paar Stunden in Bregenz trafen wir die Entscheidung nach Hause
zu fahren, denn es lies sich laut Wetter App kein Gebiet im Umfeld finden, wo es nicht regnete und wohin wir hätten ausweichen können. Der Plan war daß wir überall halten und übernachten würden, sollten wir irgendwo vorbeikommen wo es nicht regnete. Aber der Wetterverantwortliche tat uns diesen Gefallen nicht und so fuhren wir zurück ins Frankenland, trockneten unser Zelt und schliefen im weichen Bett. Und begannen sofort damit Pläne für den nächsten Trip zu schmieden und wie wir unser Zelt vor besonders starken Regen schützen können. Ausgereift und erprobt ist das Resultat dieser Überlegungen natürlich nicht, aber wir sind bald wieder mit dem Zelt unterwegs und werden selbstverständlich über Erfolg oder Mißerfolg berichten.

Samstag, 13. Mai 2017

Schottland und wie viel Geld man für einen Urlaub benötigt

Vor sehr langer Zeit versprochen, kommt nun endlich auch eine grobe Zusammenstellung der Ausgaben, damit der interessierte Schottlandurlauber ein Gefühl dafür bekommt, wie viel Geld er auf der Insel ausgeben kann. Dies ist natürlich sehr individuell und hängt von vielen Faktoren ab und so kann man für wesentlich mehr Geld Urlaub in Schottland machen aber sicher auch bei der einen oder anderen Position Geld einsparen. 

Gerade bei der Aufstellung der Unterkünfte hatte ich bereits erwähnt, daß es hier vor allem darauf ankommt, ob man lieber in Hotels oder in Jugendherbergen schlafen möchte oder sich irgendwo dazwischen bewegt. Auch bei den Eintrittsgeldern kann man wesentlich mehr Geld ausgeben als wir, haben wir uns doch gerade mal drei der unendlich vielen Schlösser und Burgen in Schottland aus der Nähe betrachtet. Allein auf dem Castle Trail kann man sich tage- oder sogar wochenlang Schlösser anschauen und diese natürlich auch von innen besichtigen und dabei ein kleines Vermögen hinlegen. Wir fanden dies allerdings nicht so amusing und so konnten wir hier einiges an Geld einsparen.

Tommy und ich sind beide keine Kostverächter und lieben unseren Kaffee und ein gutes Stück Kuchen, deswegen fallen die Kosten für Lebensmittel relativ hoch aus. Aber jeder reist so wie er es mag und tut die Dinge die ihm Spaß machen und ihm wichtig sind und so sind wir eben extrem um unser leibliches Wohl besorgt. Man lebt schließlich nur einmal (Augenzwinkern).

Hier also die Aufstellung mit den Kosten pro Tag, wobei ich den Flug und den Mietwagen außen vor gelassen habe:

Unterkünfte: 71 Euro
Benzin / Parkgebühren: 10 Euro
Eintrittsgelder: 10 Euro
Essen / Trinken / Restaurants: 42 Euro

Dies entspricht ungefähr 133 Euro pro Tag. 

Nicht berücksichtigt sind Kosten für den Flughafenbus in Edinburgh (18 Euro), sowie Geschenke / Souvenire und dergleichen.

Donnerstag, 11. Mai 2017

Schottland_ Die Unterkünfte

Nachfolgend, wie bereits angekündigt, eine Aufstellung mit Kurzbewertung über alle Unterkünfte, in denen wir während unseres Urlaubs genächtigt haben.

Edinburgh: Balmore Guest House: 34, Gilmore Place, Merchiston, Edinburgh, EH3 9NQ für 58,50 Pfund (70 €), zweite Übernachtung 85,20 Pfund (102 €)

Balmore Guest House Edinburgh 1. Nacht
Mit dem Airlink vom Flughafen recht einfach über den Stop Haymarket und einem 16 minütigem Spaziergang zu erreichen, befinden sich im Gilmore Place noch zahlreiche andere Hotels und Guest Houses. Die Umgebung ist sicher, aber mit Parklplätzen sieht es mau aus, haben doch die Hotels alle höchstens 1 oder 2 Parkplätze auf dem Grundstück vorm Haus und alle anderen müssen am Straßenrand parken – sicher ein Problem in ganz Edinburgh. Die Belegschaft war höflich, aber etwas distanziert – man merkte dass es sich um ein etwas größeres Haus handelte und sie sicher pro Tag einige Gäste zu
sehen bekommen. Das Dreibettzimmer war recht eng und eigentlich hätte man sich das Einzelbett sparen können um dem Gast mehr Platz zu bieten, aber hier geht es wohl um Belegungszahlen. Uns hats nicht gestört und das zweite Bett wurde kurzerhand zur Ablage umfunktioniert. Das Bad war überraschend groß und wie im Land üblich gab es auf dem Zimmer Tee, Kaffee, Wasserkocher und ein paar Kekse für die Teetime zwischendurch.
Balmore Guest House Edinburgh 2. Nacht
Wir verbrachten auch die letzte Nacht hier und hatten diesmal ein Vierbettzimmer (2x Doppelbett) welches ein wenig größer und moderner war. Dies gilt auch für das Badezimmer. Wir nehmen an, dass im Haus nach und nach renoviert wird. Für das Frühstück wählt man am Vortag aus einer Liste von 4 verschiedenen Optionen und bekommt am Morgen sein gekochtes Frühstück an den Tisch gebracht. Hierbei kann man unter verschiedenen landestypischen Varianten auswählen: Frühstücksspeck, Spiegelei, Hashbrowns, gekochte Tomaten oder Pilze, dazu gibts jede Menge Toast und vom Selbstbedienungsbuffet noch Müsli, Saft und Obst. Tee und Kaffee, wobei es nur schwarzen Tee gibt. Die vegetarische Variante bestand etwas notdürftig aus einer Banane und einem zusammengefallenen Schokocroissent, beim zweiten Besuch bekam man richtige Waffeln serviert.

Unsere Bewertung für das Balmore Guest House ist eine 2 (Schulnoten von 1 bis 6).

Aberdeen: Youth Hostel (YHA), 8 Queen's Road, Aberdeen AB15 4ZT für 39 Pfund (46€)

YHA Aberdeen 1. Nacht
Aufgrund unserer bestehenden Mitgliedschaft im Jugendherbergsverband wollten wir uns auch die Möglichkeit nicht entgehen lassen, etwas preiswerter in Schottland zu übernachten und so wählten wir für zwei Nächte das Youth Hostel in Aberdeen. Da wir uns erst nach der ersten Nacht zum Bleiben entschieden hatten, mußten wir das Zimmer für ein anderes räumen, was sich aber als gute Sache herausstellte, denn das neue Zimmer war von der Ausstattung viel schicker und frisch renoviert. Leider handelte es sich bei beiden Zimmern um Zweibettzimmer, da die Doppelzimmer nicht mehr verfügbar waren. Während wir uns im ersten Zimmer noch als Möbelrücker betätigen konnten, war dies im zweiten Zimmer nicht mehr möglich. Übernachtet man in einer Jugendherberge muß man sich im Klaren darüber sein, dass man sich nicht in einem Hotel befindet und somit auch auf einige Annehmlichkeiten verzichten muß. Es ist grundsätzlich etwas lauter, die Gäste nehmen gewöhnlich weniger Rücksicht auf das Schlafverhalten anderer Gäste und auch die Einrichtung ist meist etwas in Mitleidenschaft geraten. Aber bei dem Preis konnte man nicht meckern. Gut, das Wifi funktionierte nur im Gemeinschaftsraum in der ersten Etage, aber das ist zu verkraften. Dass das Haus gerade renoviert wurde und man auf einer Baustelle
YHA Aberdeen 2. Nacht
lebte, bekam man nur dann zu spüren, wenn man das Badezimmer aufzusuchen gedachte (es handelt sich natürlich um Gemeinschaftsdusche und Toilette auf dem Gang). Übernachtete man in der ersten Etage, wurde man per Schilder darum gebeten, Toilette und Dusche im zweiten Stock zu nutzen. Dort fand man dann ein Schild mit der Bitte, in den dritten Stock zu gehen. Und dort wurde man in den vierten Stock gebeten. Dort befanden sich für die Damen eine Dusche und Toilette, für die Herren immerhin zwei. Da wir in der ersten Nacht sowieso im vierten Stock und in der zweiten Nacht im dritten Stock übernachteten, bekamen wir von der Völkerwanderung nichts mit und komischerweise bildeten sich auch im Badezimmer der Damen keine Schlange, was wohl an der etwas spärlichen Belegung des Hauses gelegen haben könnte. Frühstück ist in der Jugendherberge grundsätzlich nicht inbegriffen und kann in der großen Gemeinschaftsküche selbst zubereitet werden, was wir nach der zweiten Nacht auch taten.

Unsere Bewertung für das YHA in Aberdeen (aufgrund der Einschränkungen wegen der Bautätigkeiten) ist eine 3,5

Dingwall: The National Hotel Dingwall, High street, Dingwall, IV15 9HA für 65 Pfund (77 €)

Für einen recht kleinen Ort wie Dingwall hatten wir solch ein großes Hotel gar nicht erwartet, welches recht verwinkelt daherkommt und wären die Flure nicht beschriftet, hätten wir unser Zimmer wohl nicht gefunden oder Brotkrumen streuen müssen. Die Ausstattung ist zwar schon etwas älter, das Hotel aber trotzdem tadellos sauber, die Zimmergröße angemessen und das Wifi funktioniert sogar tadellos auf dem Zimmer.
Einziger Kritikpunkt ist der unbefestigte Parkplatz hinterm Haus, der sich bei Regen aufgrund all der Pfützen in einen kleinen Hindernisparcour verwandelte und aufgrund von herumliegendem Material nicht genügend Platz für alle Autos bot.

Unsere Bewertung für das National Hotel in Dingwall aufgrund der Parkplatzsituation ist eine 2,5


Kinlochleven: Tigh Na Cheo, Garbhein Road, Kinlochleven, PH50 4SE für 75 Pfund (90 €)

Tigh Na Cheo Kinlochleven
Dieses Hotel war zweifelsohne unser Highlight. Zwar leider auch nur zwei unbewegliche Einzelbetten aber das Zimmer an sich war sehr angenehm hergerichtet. Das Bad war sehr aufmerksam mit gewissen Annehmlichkeiten für müde Wanderer ausgestattet. Nicht nur gab es eine Badewanne sondern auch Kräuterbadesalz zum Lösen verkrampfter Muskeln. Auf dem Tisch befand sich eine neumodische Ladestation mit allerhand USB Anschlüssen, um mehrere Geräte gleichzeitig laden zu können. Hier hatte man an alles gedacht. Wir erreichten die Unterkunft recht spät kurz vor 21 Uhr, aber der Empfang war trotzdem warm und zuvorkommend. Besonders toll fanden wir die „honesty bar“, einen Kühlschrank mit allerhand Getränken aus dem man sich als Gast bedienen konnte und seinen Verbrauch auf einer Strichliste vermerkte um am Morgen dafür zu bezahlen. Gerade für Wanderer auf dem West Highland Trail, die nach einem langen Tag des Laufens keine Muse und Kraft mehr haben zum nächsten Pub zu laufen, sich aber trotzdem ein Bier oder einen Wein gönnen möchten, ist dies ein super Service. Auch das Frühstück lies keine Wünsche offen und so verabschiedeten wir uns wohl gestärkt vom jungen „Herbergsvater“.

Unsere Note für das Tigh Na Cheo ist eine 1.

Fort William: Alltonside Guest House, Achintore Road, Fort William, PH33 6RW für 75 Pfund (89 €)

Alltonside Guest House Fort William
Mit dem Finden des Alltonside hatten wir unsere Probleme, weil unser Navi die Strasse nicht finden konnte, obwohl es sich, wie sich später herausstellte, um die Hauptverkehrsstraße durch den Ort handelte. Die Straße nach Fort William ist gespickt mit Gästhäusern und Hotels und so ist es nicht so einfach, seine Unterkunft zu finden zumal keine Hausnummer angegeben ist. Gefunden haben wir den Flachbau letzten Endes doch und trafen auf die sehr freundliche Gastgeberin, die uns auch gleich das Zimmer zeigte und offenbarte, wo man Nachschub finden könne, sollte der Tee auf dem Zimmer ausgehen. Über Zimmer und Badezimmer gibt es keine Beschwerden, nur war es für unseren Geschmack etwas zu warm und im Badezimmer stand ein auffällig riechender Raumduft, der schon etwas penetrant durchs ganze Zimmer zog. Aber dies ist Geschmackssache. Das Bett war extrem weich und der ein oder andere könnte hier Probleme mit dem Schlafen haben. Das Frühstück mußte auch hier am Vorabend ausgewählt werden. Als Vegetarier muß man wissen, dass es keine Alternative beim gekochten Frühstück gibt und man nur Müsli auswählen kann, was aber sowieso für jedermann in Form eines Buffets verfügbar ist. Das einzig vegetarische (aber nicht vegane) was man noch zusätzlich wählen kann, ist ein Käseteller. Man muß also mit Toast und Marmelade Vorlieb nehmen, was für große Frühstücker eventuell zu wenig sein könnte.

Unsere Note für das Alltonside Guest House ist eine 2.

Glasgow YHA, 7-8 Park Terrace, Glasgow G3 6BY für 39 Pfund (46 €)

YHA Glasgow
Das Doppelzimmer in der Jugendherberge überraschte uns aufgrund seiner Größe und dem neuen Badezimmer (Toilette und Dusche waren getrennt). Man konnte den Inhalt des Koffers problemlos auf dem Boden verstreuen, ohne in einen Hindernislauf zu verfallen. Und seien wir mal ehrlich, wer ist nach einem Tag on the road schon so diszipliniert und verräumt die Dinge in den vorhandenen Schrank? Frühstück gabs auch hier wieder keins oder hätte wohl vorbestellt werden können, wäre aber nur in Form eines gepackten Fresspakets ausgefallen. Die Rezeption ist 24 Stunden besetzt und nebenan befindet sich eine kleine Bar, so daß man auch hier ein Bier bekommen kann. Das Internet funktionierte nur in der ersten Etage und so traf man sehr viele der Bewohner im Gemeinschaftsraum an, der aber gespenstisch ruhig war, da sich Reisende heutzutage nicht mehr zu unterhalten scheinen weil jeder mit Smartphone und / oder Laptop beschäftigt ist. Eigentlich schade, ich kenne das noch ganz anders. Wie in Jugendherbergen üblich, gibt es auch hier eine gut ausgestattete Gemeinschaftsküche in der man sich seine Mahlzeiten selbst zubereiten kann.

Unsere Note für das YHA in Glasgow ist eine 2,0.

Als durchschnittlichen Preis pro Übernachtung haben wir 70 € gezahlt und damit nicht in Saus und Braus gelebt aber auch nicht die schlechtesten Unterkünfte erwischt. Wie Ihr anhand der Bewertungen lesen könnt, haben wir mit keiner Unterkunft wirklich schlechte Erfahrungen gemacht und können sie alle guten Gewissens weiterempfehlen. Mit welcher Unterkunftskategorie man letzten Endes seinen Urlaub bestreiten möchte, bleibt jedem selbst überlassen, aber wir haben mit Jugendherberge, Guest House und Hotel gleichermaßen gute Erfahrungen gemacht und möchten die Empfehlung aussprechen, selbst vielleicht auch mehrere unterschiedliche Typen von Unterkunft auszuprobieren. Und wenn es nur der Abwechslung dient.

Wir haben uns darum bemüht, die Unterkünfte anhand von Fotos zu dokumentieren, allerdings ist uns dabei nicht immer gelungen, die Fotos vor dem Ausbreiten aller Habseligkeiten, dem Öffnen des Koffers etc zu machen so daß wir oft auch das Chaos dokumentiert haben. Dafür möchten wir uns entschuldigen und geloben Besserung.

Samstag, 29. April 2017

Schottland _ Unsere Route


Tag 1 / Anreise: Mit Edinburgh als Start und Ziel unserer Reise waren wir auf die Rundreise bereits festgelegt. Ich persönlich bin zwar mehr an Natur als an Städte sightseeing interessiert, nichtsdestotrotz buchten wir die Übernahme des Mietwagens für einen Tag später als unsere Anreise um etwas Zeit fürs Entdecken von Schottland´s Hauptstadt zu gewährleisten. Da wir mit frühen Flügen anreisten, blieb uns ein halber Tag in Edinburgh und das genügte uns auch für einen ersten Eindruck.

Tag 2: Nach Übernahme des Mietwagens am Flughafen und ersten Fahrversuchen im Linksverkehr (den wir zwar beide gewohnt sind, aber es ist eben schon eine Weile her) ging es in Richtung Süden nach Melrose um die dort zerstörte Melrose Abbey zu besuchen. Die Abtei war die größte und einflußreichste Schottlands im Mittelalter und wurde aufgrund der günstigen Lage im Grenzgebiet zu England mehrfach von den Engländern angegriffen und zerstört. Ganz in der Nähe befindet sich Dryburgh Abbey, welches ebenfalls von den Engländern zerstört wurde und welches wir ebenfalls besuchten. Wir verliesen den Ort fast zeitgleich mit dem Verwalter, der hinter uns abschloss und wir hatten noch einen langen Weg vor uns, da wir eine Übernachtung in Aberdeen gebucht hatten. Aberdeen liegt knapp 170 Meilen entfernt Richtung Norden und das bedeutete eine knapp 3 stündige Fahrt, zum Glück im letzten Teil meist über den Highway. Wir kamen irgendwann nach 21 Uhr in Aberdeen an und hatten bereits ein Gefühl dafür gewonnen, was uns in den nächsten Tagen erwarten sollte. Man verbringt viel Zeit mit Sightseeing und Fotografieren und vergißt dabei öfter mal, dass man in Schottland aufgrund der recht schmalen Straßen länger für eine Reise braucht. Deswegen unser gutgemeinter Tipp: Wenn Ihr eine Route plant, dann bitte großzügig planen denn Ihr werdet die Zeit brauchen!

Tag 3: Am gestrigen Tag sind wir an Stonehaven vorbeigerauscht, weil keine Zeit zum Schauen blieb, aber es ging heute noch mal knapp 30 Meilen zurück um das in der Nähe von Stonehaven gelegene, auf Klippen gebaute Dunnottar Castle zu besichtigen. Die Zutrittspreise für die meisten dieser Abteien und Schlösser liegt zwischen 7 und 10 Pfund und diesmal verzichteten wir darauf, weil die Aussicht auf die Klippen von verschiedenen Seiten viel spannender war. Wir verbrachten den ganzen Tag im Umfeld vom Schloss und in Stonehaven und verbrachten eine weitere Nacht in Aberdeen. Auf die Unterkünfte kommen wir in einem separaten Beitrag noch mal zu sprechen deswegen hier keine Erwähnung über Preise, Beurteilung etc. 

bei Stonehaven, südlich von Aberdeen
Dunnottar Castle
Tag 4: In Inverness war über booking.com keine preiswerte Unterkunft mehr zu bekommen und so buchte ich in Dingwall, ein wenig nördlich. Wir fuhren Richtung Keith, wo wir die Strathisla Distillery besuchten (auch dazu mehr in einem separatem Beitrag). Auch hier zeigte sich wieder, dass Pläne dazu da sind, über Bord geschmissen zu werden, sollte ich doch der Fahrer nach der Whisky Verkostung sein, damit Tommy ohne schlechtes Gewissen den Alkohol probieren kann. Das Ende vom Lied war, dass ich einen im Tee hatte und Tommy stock nüchtern wieder unser Auto fuhr. Was war passiert? Während der Tour trafen wir auf zwei sehr großzügige Schottinnen einer anderen Destillerie, die schon während dessen und auch nach der Tour heimlich ihren eigenen Whisky verkosteten und irgendwie Gefallen an mir gefunden hatten. Alles andere bleibt mir bis heute ein Rätsel. Bevor wir nach Dingwall fuhren, machten wir noch einen Abstecher nach Fort George, einer sich noch in Betrieb befindlichen Militärbasis. Unser eigentlicher Grund war allerdings, dass man an der Meeresenge oft Delfine beobachten kann, die es vor allem bei Ebbe mögen, in das enge Gebiet zu schwimmen um dort nach Fischen zu jagen. Leider sahen wir keine Delfine und zogen etwas enttäuscht von dannen.

Eilean Donan Castle
Tag 5: Wir wurden zwar gewarnt, fuhren aber trotzdem hin, denn erstens lag es auf dem Weg und zweitens gehört es zu einem Schottland Urlaub irgendwie auch dazu: Loch Ness. Ich kann den gutgemeinten Rat nur weitergeben: hinfahren, mal kurz schauen und dann weiterfahren. An den See (bzw. das Loch) selbst kommt man gar nicht heran, es sei denn man zahlt unverschämte 11 Pfund und besucht Urquhart Castle, aber außer einigen Souvenirläden und dem Loch Ness Monstre Centre in Drumnadrochit, einer Art Museum, gibt es wirklich nichts weiter zu sehen. Egal. Wir wollten in die Schottischen Highlands und der Weg entlang der 82 schlängelte sich langsam in die Berge hinauf. Unterkunft hatten wir in Kinlochleven gebucht, ganz in der Nähe von Glencoe und Fort William, dem Zentrum der Highlands und heimliche Hauptstadt aller Outdoorfans. Allerdings machten wir wir vorher noch einen Abstecher in Richtung Westen, denn Schottlands wohl bekanntestes Schloß und Filmkulisse wollte noch abfotografiert werden: Eilean Donan Castle. Hier wechselten sich Regen und Sonne ab, was der Stimmung keinen Abbruch tat, sorgte das Wetter doch für herrliche Lichtverhältnisse und kräftige Farben auf den Fotos. Auch hier begnügten wir uns mit einer Besichtigung der Außenanlagen und sparten uns den Eintritt, da uns die Geschichte des Schlosses ehrlich gesagt nicht wirklich interessierte und wir wegen der Fotos gekommen waren.
Die anschließende Fahrt nach Kinlochleven erinnerte mich sehr stark an Neuseeland und sogar die Namen ähneln sich; Glencoe in Schottland und Glenorchy auf der Südinsel Neuseelands können beide durch weite Täler und große Seen, umgeben von hohen, teils schneebedeckten Bergen aufwarten.



Tag 6: Die nächste Übernachtung war in Fort William gebucht, also nur ein paar Meilen entfernt, und so sollte heute ein aktiver Tag werden, ohne viel im Auto zu sitzen. Wir wanderten die „Devils Staircase“ hinauf und somit einen kleinen Teil des bekannten West Highland Weges, der etwas nördlich von Glasgow beginnt und 96 Meilen (154 km) später in Fort William endet. Diese Etappe bringt die Wanderer nach Kinlochleven, wo wir die Nacht zuvor verbracht hatten. Der erste Teil des Aufstieges war recht leicht und lies sich trotz der Steilheit recht einfach laufen, da ein gut ausgebauter Weg ein trittsicheres Wandern ermöglichte. Oben angekommen verweilen die meisten für ein paar Minuten bevor sie, dem West Highland Weg folgend, ihren Weg nach Kinlochleven fortsetzen. Wir hingegen verfolgten ein anderes Ziel und hielten uns links. Wir befanden uns hier ca. 600 Fuß über dem Meeresspiegel und laut Aussage des Rangers in Glencoe sollte uns der folgende Anstieg nochmal ca. 100 Fuß höher bringen. Leider gab es keinen ausgebauten Weg mehr und wir mußten uns einen Weg suchen über Stock und Stein, durch ausgetrocknete Fluß
Glenfinnan Viaduct
bette und durch extrem matschige sumpfartige Abschnitte. Der Ausblick entschädigt für die Strapazen des Aufstiegs und oben angelangt wurden wir sogar mit einigen wenigen Schneeflocken belohnt. Nur passend, schließlich hatte es letzte Nacht auch in einigen Teilen Deutschlands geschneit. Der kalte Wind war sehr unangenehm und so hielten wir uns nicht sehr lange auf dem Gipfel auf und kehrten zum Auto zurück. Es gab noch ein anderes Ziel heute und zwar das Glenfinnan Viaduct, welches man über die Straße zu den Inseln erreicht („road to the isles“). Das Viadukt ist die größte Beton Eisenbahnbrücke Schottlands und überspannt den Fluß Finnan, direkt am Loch Shiel gelegen. Bekannt wurde die Brücke vor allem durch die Harry Potter Filme, wo sie bei zahlreichen Fahrten des Hogwarts Express in die Zauberschule gezeigt wurde. Wir hatten uns vorher schlau gemacht und waren uns ziemlich sicher, dass an diesem Abend noch ein Zug fahren würde und legten uns an beiden Enden mit unseren Kameras bewaffnet auf die Lauer. Leider hatten wir den kleinen Zusatz überlesen, dass die Abendfahrten noch nicht im April stattfinden würden. Schade!

Tag 7: Heute war wieder so ein Reisetag mit dem Ziel, viele Meilen zu schaffen, schließlich hatten wir eine Reservierung in Glasgow. Bevor wir uns aus der Gegend verabschiedeten wollten wir allerdings noch ein letztes Mal den Ausblick auf die Berge und die zahlreichen Lochs (Seen) genießen und das herrliche Wetter gab uns allen Grund dazu. Mit der Gondola fuhren wir den Aonach Mòr, einen Berg der Nevis Range hinauf und befanden uns damit nur 2 Meilen (3 Kilometer) nordöstlich von Ben Nevis, mit 4.411 Fuß oder 1.345 Meter größten Berg in Großbritannien. Auch hier zeigte sich wieder, wie nett die Briten sind (nicht alle Schotten erkennt man an ihrem Akzent und ich möchte meinen, dass wir uns mit Engländern unterhalten haben) und so hielten wir Schwätzchen mit mehren Leuten auf dem Gipfel, bevor wir uns endgültig auf den Weg machen mußten. Es ging vorbei am unendlich zu scheinenden Loch Lomond, dem größten See Großbritanniens flächenmäßig. Vom Volumen her ist Loch Ness der Spitzenreiter.
Glasgow erkundeten wir natürlich auch und als wir endlich die berühmte Kathedrale erreicht hatten, war es leider zu dunkel, um dort noch zu fotografieren.

view from Necropolis
Glasgow Cathedral, Blick von Park Nectropolis
Tag 8: Es ging zurück zur Kathedrale, wo wir im nahegelegenen Park Necropolis einen herrlichen Blick auf die Kathedrale sowie auf ganz Glasgow genießen konnten. Die Necropolis ist ein Friedhof der Viktorianischen Zeit und beherbergt u.a. auch zahlreiche Kriegsgräber aus verschiedenen Kriegen und Epochen. Der verregnete und graue Morgen machte die Friedhofsstimmung perfekt. Aufgefallen sind uns die zahlreichen Friedhöfe in Schottland. Kriegsdenkmäler findet man sehr viele und diese sind meist auch von Gräbern umgeben.
Abschließend zu Glasgow möchte ich sagen, dass ich mir mehr Zeit dort gewünscht hätte. Von der Architektur und vom feeling her beeindruckte mich die Stadt wesentlich mehr als Edinburgh und vom Fotografenstandpunkt betrachtet (was wir ja beide sind), hätten wir noch einige schöne Fotomotive in der Stadt gefunden. Vielleicht beim nächsten Mal.
Auf dem Weg nach Edinburgh machen wir in Falkirk Halt, welches durch das Falkirk Wheel zu Berühmtheit gelangt ist, welches 2002 eröffnet wurde. Das moderne Schiffshebewerk soll den 34 Meter Höhenunterschied zwischen dem Forth und Clyde Kanal und dem Union Kanal ausgleichen und somit eine Verbindung zwischen Glasgow und Edinburgh gewährleisten. Ursprünglich wurde der Höhenunterschied durch eine Schleusentreppe von elf Schleusen überwunden, diese wurden aber aufgrund der sinkenden Bedeutung der Kanäle und steigender Bedeutung von Eisenbahn und Sraßenverkehr vernachläßigt. Das Schiffshebewerk nimmt vor allem für den Tourismus und in kleinen Teilen für den Wassersport eine wichtige Rolle ein, da regelmäßig sogenannte Narrowboats gefüllt mit interessierten Touristen gehoben werden. Andere Boote sind man dort nicht rumstehen.
Die kleinen Ortschaften entlang der Strecke sind meistens diejenigen, die mich durch ihren Charme am meisten beeindruckt haben. So auch das kleine Queensferry ganz in der Nähe von Edinburgh. Nur ein kleines Hafenstädtchen welches wir aufgrund von Navigationsproblemen (;-) ) mehrfach durchfuhren aber ich hatte sofort das Gefühl, dort mehr Zeit verbringen zu wollen. Vielleicht schaffen wir das beim nächsten Mal auch.

Tag 9 / Abreise: Naturgemäß der unspektakulärste Tag eines Urlaubs, den man mit Packen verbringt und dem Gefühl, dass es mal wieder viel zu schnell ging und man noch nicht dazu bereit ist, wieder in den Flieger zu steigen. In diese Melancholie mischen sich Fragen, warum man eigentlich jeden Tag auf Arbeit geht und warum es nicht möglich ist, jeden Tag mit den Dingen zu füllen, die man gern und vor allem für sich tut. Wenn man dann allerdings seine Zeit auf dem Flughafen verbringt und aufs boarding wartet, relativieren sich diese Fragen wieder, denn dieser Teil des Verreisens ist es sicher nicht, den ich so sehr vermisse. Wie bereits erwähnt, flogen wir mit Zwischenstopp in Frankfurt nach Stuttgart, wurden dort von einem Bekannten netterweise abgeholt, kauften noch ein wenig für uns ein und fuhren dann 200km nach Hause um kurz nach 23 Uhr erschöpft ins Bett zu fallen.

Unser Fazit: Danke Schottland, Du hast uns verzaubert und wir kommen wieder!




Rundreise durch Schottland (12. - 20. April 2017)

Beschäftigt man sich mit Schottland, schaut Dokumentationen, stöbert in Reisekatalogen und sucht mithilfe der Bildsuche im Internet nach schönen Reisezielen, so stößt man unumgänglich auf beeindruckende Berglandschaften, tiefe Täler, in bunte Röcke gekleidete Dudelsack spielende Männer, Whisky, Schlösser und eine drollige Fauna. All diese Funde lassen Fotografenherzen höher schlagen und so ist es kein Wunder, dass auch wir einen Abstecher nach Schottland auf unserer Reise-Wunschliste stehen hatten.

Nach dem Entschluß war die Reise sehr schnell gebucht und zwar mithilfe einer der zahlreichen Suchmaschinen, die sich auf Reisen spezialisiert haben und täglich Angebote für Flüge, Hotels und dergleichen veröffentlichen. Verlockend sind diese Angebote immer, allerdings habe ich bereits Erfahrungen mit ihnen gesammelt und muss, ohne von ihnen abraten zu wollen, doch zumindest eine Warnung aussprechen. Den verlockend günstigen Preis kann man in den seltensten Fällen erzielen und auch nur dann, wenn man sehr flexibel und am besten noch zeitlich ungebunden ist. Die günstigsten Flüge gehen meist von weniger frequentierten Flughäfen und sind für uns eher uninteressant, weil zum Beispiel Düsseldorf nicht gerade um die Ecke liegt. Auch beim Mietwagen ist Vorsicht geboten, handelt es sich doch hierbei meist um gerade mal die Mindestabsicherung bei den Versicherungen, beinhalten oft Kilometerbegrenzungen und nur einen versicherten Fahrer. Alles weitere kostet zusätzlich und treibt den Preis nach oben. Man sollte ebenfalls wissen, dass Direktflüge nicht immer günstiger sind als Flüge mit Zwischenstopps. So waren unsere Flüge von Stuttgart, über Frankfurt nach Edinburgh günstiger als Frankfurt nach Edinburgh direkt. Das muss man nicht verstehen, das ist halt einfach so. Meine Vermutung ist, dass man dadurch weniger frequentierten Flughäfen einen größeren Teil vom Reisekuchen zugestehen möchte. Über die Umweltbelastung brauchen wir nicht zu reden.

Über die angefallenen Kosten möchten wir später noch etwas genauer berichten um ein besseres Bild darüber geben zu können, wie tief man für einen Schottlandurlaub in die Tasche greifen muss. Dies sind natürlich nur persönliche Werte und abhängig vom eigenen Reiseverhalten (gefahrene Kilometer, in welchen Unterkünften übernachtet man, wie oft geht man wo essen usw) aber als Anhaltspunkt für den einen oder anderen Interessierten sicher ganz hilfreich.

Besonders vorbereitet haben wir uns für die Reise nicht. Wir haben zwar einen Reiseführer gekauft mit dem Vorsatz, diesen vor Antritt der Reise gründlich zu studieren und besonders interessante Orte oder Sehenswürdigkeiten bereits im Vorfeld auszusuchen aber daraus wurde nichts. Besonders schlimm war das nicht, schließlich bin ich das spontane Reisen gewöhnt und jeden Abend haben wir damit zugebracht, die eingesammelten Broschüren zu studieren, mit dem Reiseführer abzugleichen und den Plan für die nächsten Tage abzustecken. Unterkünfte hatte ich, mit Ausnahme der ersten Nacht in Edinburgh, nicht von Deutschland aus gebucht, um flexibel reisen zu können. Allerdings hatten wir nicht bedacht, dass wir während der Osterzeit reisen werden und natürlich auch die Schotten selbst im Land unterwegs sein werden. So waren auf den einschlägigen Buchungsseiten oftmals viele Unterkünfte bereits ausgebucht (zumindest die in unserem Budget) und somit begannen wir, Unterkünfte für mindestens eine Nacht voraus zu buchen. Im Nachhinein betrachtet wäre dies nicht nötig gewesen, da wir überall (neben den „no vacancies“ Schildern) auch die „vacancies“ Schilder vorgefunden haben aber ehrlich gesagt ist es bequemer, Abends nicht von Haus zu Haus fahren zu müssen um dort vorstellig zu werden, Preise abzufragen etc. 

Weiter gehts mit der Route......