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Freitag, 11. Mai 2018

Die Unterkünfte in Neuseeland - Die Südinsel Teil 2

YHA Purple Cow 94 Brownston Street, Wanaka 102 NZD für Doppelzimmer

Die Jugendherberge in Wanaka ist ein typisches Hostel; ein dicht beschriebenes Schwarzes Brett mit Angeboten und Fahrgesuchen, unzähligen Tourangeboten und Flyern, eine große recht gut ausgestattete aber chaotische Küche in der man gerade am Abend Geduld benötigt und eine lounge in der immer gegessen, gelesen oder Billard gespielt wird. Hat man fürs Abendessen etwas Ausgefallenes geplant, sollte man dies entweder recht früh oder später am Abend zubereiten denn zu den Stoßzeiten ist die Küche voller Leute, die alle suchend herumirren um benötigtes equipment für ihr Abendmahl einzusammeln.

Das Internet funktionierte nur eingeschränkt und davon meistens gar nicht was recht ärgerlich ist, wenn man für seinen Trip recherchieren oder die nächste Nacht vorbuchen möchte. Fairerweise muß ich dazu sagen, daß wir beim einchecken darauf aufmerksam gemacht wurden, daß es mit dem Internet Probleme gibt.

Wir waren nicht im Hauptgebäude untergebracht, sondern in einer der im hinteren Bereich gelegenen Cabins. Soweit ich mich an meine früheren Aufenthalte hier erinnere, sind hier verschiedene Zimmertypen vorzufinden, also nicht nur Doppel- und Zweibett- sondern auch Mehrbettzimmer. Die Cabins haben alle ihre eigenen Bäder und einen kleinen Küchenbereich, in dem man zumindest Kaffee/Tee kochen kann. Essen kochen muß man dann allerdings in der Küche im Hauptgebäude.

Wer glaubt, daß dieses Hostel im Sommer voll ist, hat es noch nicht im Winter gesehen, wenn Wanaka von Wintersportlern und hier besonders Snowboardern und Skiern überrannt wird. Dann nisten sich die Schneejunkies teilweise monatelang in den Hostels ein, um die Saison auf dem Berg komplett ausnutzen zu können (finanziert wird das ganze meist durch Arbeit in den zahlreichen Bars und Restaurants).

In unserer Cabin wohnte nebenan ein einzelner Herr, den wir nur ein- oder zweimal zu Gesicht bekamen. Wir hatten unsere Ruhe und viel Platz und fühlten uns rundum wohl. 
 
Unsere Schulnote für das YHA Wanaka 1,5


BBH Penguin Paradise 612 Niagara-Waikawa Road, 9884 Niagara, 68 NZD für Doppelzimmer

Mit dem Finden des Hostels hatten wir unsere Schwierigkeiten, denn wir vermuteten es aufgrund der Adresse in Niagara. Der Ort ist nicht sehr groß und nach zweimaligem Durchqueren war klar, daß es hier kein Penguin Paradise gibt. Zurück in Waikawa wurden wir dann fündig. Der check in ist sehr unkompliziert, hier läuft noch alles auf die gute alte Art und ohne elektronische Hilfsmittel. Auf einer Tafel waren die Zimmernummern und der jeweilige Name sowie der zu zahlende Betrag vermerkt. Kann man nicht bar zahlen, muß man den Eigentümer des Hostels anrufen und seine Kreditkartendaten durchgeben, weil es keine eftpos Maschine im Haus gibt. Das Mädel, das uns eincheckte und das Haus zeigte, war auch erst seit 1 oder 2 Tagen im Haus und lernte auch gerade erst, wie alles läuft. Learning by doing, absolut normal in Neuseeland. Der Eigentümer hat eine Surfschule in Curio Bay und überläßt das Haus immer einem Backpacker, der sich um alle Angelegenheiten kümmert.

Die Küche war recht mager ausgestattet; suchen war auch hier angesagt, aber leider fand man nicht viel. Es war auch nur ein Herd vorhanden so daß man selbst bei wenigen Gästen bereits in einen Stau gerät. Internet war zwar als verfügbar am Schwarzen Brett angekündigt, funktionierte allerdings nicht. Einige Gäste hatten wohl am nahegelegenen Museum Erfolg mit dem Finden einer Verbindung, aber die muß wohl sehr schlecht gewesen sein. Alles kein Problem, man kann auch ohne Internet leben, aber dann kann man auch dazu stehen und muß es nicht als vorhanden vermarkten.

Die sanitären Anlagen waren okay und für die paar Gäste ausreichend, ich könnte mir allerdings vorstellen, daß es bei Vollbelegung einige Engpässe geben könnte.
Die Zimmer sind alle um den Küchen- und Wohnbereich angeordnet und so könnte man mit dem Einschlafen Schwierigkeiten haben, wenn größere Gruppen unterwegs sind (die sitzen dann auch gern abends mal länger zusammen). Wir hatten aber Glück, die Leute verzogen sich recht schnell ins Bett.

Unsere Schulnote für das BBH Penguin Paradise: 3,5

Portobello Village Tourist Park 27 Hereweka Street Portobello Dunedin 9014; 250 NZD für Cabin für 2 Nächte

Wir erreichten den Wohnwagen Park zur besten Nachmittagszeit und so mußten wir ein wenig am Check in warten, aber das Prozedere ging schnell über die Bühne. Jeder Gast erhält eine kleine Flasche Milch und einen Internetcode für jeweils 24 Stunden pro Nacht (wir bekamen also jeweils 48 Stunden). Die meisten Gäste stehen dort entweder mit ihrem Wohnwagen oder schlafen im Zelt, es sind allerdings auch einige Cabins vorhanden, die alle eine kleine Veranda und einen kleinen Vorplatz fürs parkende Auto besitzen. Die Cabin ist gut isoliert und sehr neu mit einem Doppelbett, Küchenbereich und einem Bad sowie einem kleinen Tisch ausgestattet. Absolut ausreichend und unser Reich für zwei Nächte.Toaster, Kaffeebereiter und Wasserkocher sind vorhanden, fürs Frühstück ist also definitiv gesorgt, fürs Kochen eines Abendessens ist die Küche allerdings zu spartanisch ausgestattet. Eine Mikrowelle ist ebenfalls vorhanden.

Portobello ist eine kleine Ortschaft auf der Otago Peninsula und alles ist recht fußläufig. Man gelangt in wenigen Minuten zum Café, zum kleinen Supermarkt und zum Fast Food Restaurant, der frischen Fisch verkauft. Alles weitere muß man mit dem Auto erledigen. Wir haben allerdings auch Bushaltestellen gesehen, es gibt also Verbindungen nach Dunedin und sicherlich auch in die anderen Buchten der Halbinsel.

Unsere Schulnote für den Portobello Village Park: 1,5

Bon Accord Backpackers 57 Rue Lavaud, 7542 Akaroa, 75 NZD für Cabin

Unsere letzte Nacht verbrachten wir im Bon Accord in Akaroa. Hier hat sich seit meinem letzten Aufenthalt einiges verändert. Damals gab es im Außenbereich eine einzige freistehende Cabin, die ich allein bewohnte. Heute hat man daraus ein Mehrbettzimmer gemacht und in der Nachbarschaft haben sich noch weitere Cabins angesiedelt, meist Doppelzimmer, aber auch ein Zweibettzimmer habe ich erblicken können. Diese sind recht klein und bieten nur Platz für das Bett und einen kleinen Tisch. Die Cabins teilen sich eine Außendusche und ein Außenklo in einem gut verarbeiteten Bretterverschlag. Im Sommer und bei gutem Wetter ist das sicherlich eine gute Sache und kein Problem aber auch der Sommer ist in Neuseeland nicht immer warm und trocken. Unter diesen Umständen könnte das Geschäft schon etwas ungemütlich werden. Ob die Cabins im Winter überhaupt vermietet werden, kann ich nicht sagen.

Die Küche ist schon ohne die Cabins recht klein und man steht sich nur im Weg herum, es gibt nur einen Herd und Sitzmöglichkeiten hat es auch nicht viele. Mit den Leuten aus den Außenbereichen hat die Küche definitiv ihr Limit erreicht. Man geht wohl davon aus, daß die meisten Gäste die zahlreichen Restaurants und Kneipen fürs Abendessen nutzt, was für Backpacker allerdings eher untypisch ist.

Beim Einchecken akzeptierte man keine Kartenzahlung und so mußten wir erst Bargeld holen. Außerdem erfuhren wir erst am Abend, daß wir fürs Internet einen Code hätten bekommen müssen und da war die Rezeption schon geschlossen. Blöd, wenn es sich um den letzten Abend handelt und man für seinen Rückflug einchecken muß. Eine nette Backpackerin überließ uns ihren Code, weil er bei ihr nicht funktionierte, bei uns glücklicherweise aber doch.

Unsere Schulnote für das Bon Accord: 3


Donnerstag, 10. Mai 2018

Die Unterkünfte in Neuseeland - Die Südinsel Teil 1


Happy Apple Backpackers, 500 High Street, Motueka, 7120, NZD 68 für ein Doppelzimmer

Vom Happy Apple Backpackers haben wir eigentlich nicht viel mitbekommen, weil wir erst kurz nach 23 Uhr eintrafen. Die Rezeption hat so lange natürlich nicht mehr geöffnet und ich hatte glücklicherweise vorher von der Fähre aus angerufen, die Bezahlung geklärt und arrangiert, daß wir Zutritt zum hostel bekommen würden. Ich hatte zwar in meiner Buchung über booking.com unsere Ankunftszeit angegeben, aber das wurde wohl entweder nicht ans hostel weitergeleitet oder es fühlte sich keiner verantwortlich, uns zu kontaktieren. Das Zweibettzimmer war sehr spartanisch mit zwei Betten und einer kleinen Ablagefläche unterm Fenster ausgestattet sowie einigen Kleiderhaken und einem Handtuchhalter. Sonst nichts. Das Bad ist okay, nicht das sauberste aber auch nicht wirklich verdreckt, das ist eben immer abhängig von den Bewohnern. Das Warmwasser in der Dusche läuft über eine Zeitschaltuhr ist aber ausreichend selbst fürs Haarewaschen. Die Küche ist normal ausgestattet und je nach Benutzungsgrad chaotisch oder aufgeräumt. Die zahlreichen Sitzgelegenheiten im Wohnbereich und im überdachten Außenbereich sollen eigentlich zum Verweilen und Relaxen einladen aber leider fliegen dort so unendlich viele Fliegen umher, daß man nicht mal ungestört sein Frühstück zu sich nehmen kann. Außerdem wischt niemand mal über die Tische und die Sitzpolster sind schon so abgewohnt und abgenutzt, daß man auf einigen nicht wirklich sitzen möchte. Ein bißchen mehr Aufmerksamkeit vom Eigentümer, eine kleine Entrümpelungsaktion oder neue Kissen könnten dem abgewohnten Eindruck Paroli bieten. Hier handelt es sich um ein sogenanntes Working Hostel, das heißt daß viele der Bewohner für längere Zeit hier wohnen und arbeiten und das merkt man der Atmosphäre auch an. Die meisten Bewohner kennen sich und als Durchreisender fühlt man sich irgendwie extrem außenstehend. Den einen mag das stören, den anderen wieder nicht.

Unsere Schulnote für das Happy Apple Backpackers: 4


Tripinn Hostel Backpackers YHA 72 Queen Street, 7825 Westport, 85 NDZ für einen Caravan
Dieses Hostel war aufgrund des „Stray“ Busses gut gefüllt mit jungen kommunikationsfreudigen Backpackern, die gut und gerne den ganzen Tag ununterbrochen reden können. Wie gut, daß wir im etwas abseits gelegenen Caravan untergekommen sind, der definitiv eines unserer Urlaubshighlights darstellen sollte. Klein aber gemütlich und aufgrund der Farbe (pink!) und der Deko vor der Tür (Pelikan in pink!) mehr als ein Hingucker Wert. Ich glaube die meisten haben gar nicht begriffen, daß da auch jemand drin schläft und so nimmt keiner wirklich Rücksicht, wenn er sich draußen schwatzend auf den Picknickbänken bis spät in die Nacht rumdrückt, aber was anderes sind wir von den Teeniehorden gar nicht mehr gewohnt.
In der Küche ist es aufgrund der vielen Leute recht chaotisch und man sucht lange alle benötigten Küchenutensilien zusammen, um endlich sein Abendmahl zubereiten zu können. Die Kühlschränke (mehrere an der Zahl) sind alle vollgestopft aber auch das kennen wir von anderen hostels. Irgendwie findet sich immer noch ein bißchen Platz für die eigene Fresstasche, man muß nur lange genug stopfen und schieben. Die überaus nette Hostelmitarbeiterin läuft abends durchs Haus und versucht ein wenig Ordnung zu schaffen, wischt durch die Küche, beseitigt Müll (vorallem Bier- und Weinflaschen) und gibt sich wirklich Mühe, dem Jungvolk hinterher zu putzen. Ihr kleiner Hund Polly folgt ihr dabei auf Schritt und Tritt und möchte auch später gar nicht so gern ins Bett und sich lieber noch ein wenig von den Gästen streicheln lassen. Hinreisend süß ist sie, diese Polly. Sie hat sich bereits beim Check in mit Tommy angefreundet und sich streicheln und fotografieren lassen. Dies tut sie am liebsten auf der Filmrequisite von „Legends of the seeker“ – angeblich der Originalthron aus der Serie. Dort fühlt sie sich gut aufgehoben und überblickt das Geschehen.

Der Sanitärtrakt befindet sich außerhalb vom Hauptgebäude und wir vermuten, daß er für das gesamte Haus zuständig ist. Gereicht hat es irgendwie, auch weil wir früh aufgestanden sind. Ansonsten könnte es eng werden, vorallem wenn sich eine ganze Busladung an Hotelgästen zur Abreise fertig macht.

Der einzige Minuspunkt bei unserer Bewertung ist die chaotische Küche, aber wir haben uns trotzdem rundum wohl gefühlt und würden definitiv wieder kommen, allerdings nur in den Caravan!

Unsere Schulnote für das Tripinn Hostel: 1,5


Sunrise Lodge, 74 Beach Road, Kaikoura, 85 NZD für Zweibettzimmer

Die Sunrise Lodge in Kaikoura steht unscheinbar am Straßenrand der Beach Road, wo sich die Mehrzahl der Unterkünfte in Kaikoura befindet. Man läuft ein paar Minuten ins Stadtzentrum und Einkaufsmöglichkeiten befinden sich nur ein paar Hundert Meter entfernt. Zum Strand geht es über einen Hinterausgang in wenigen Minuten, wenn man mal kurz ein Auge zudrückt und über die Bahnschienen läuft; was aus bekannten Gründen nicht gerne gesehen wird.

Die Unterkunft ist sauber und sehr ansprechend, der Vermieter (ein Australier) sehr nett und redefreudig und sein Hund Spooky trotz des fehlenden Beines sehr flott unterwegs und jederzeit bereit, gestreichelt zu werden. Kaikoura war aufgrund des Unwetters ein paar Tage zuvor ein paar Tage eingeschlossen gewesen und deswegen sind Unterkünfte knapp, weshalb wir nur ein Zweibettzimmer ergattern konnten. Die sanitären Anlagen sind makellos sauber und wenn man Fenster und Türen geschlossen hält (vorallem abends), hat man auch keine Grillen im Haus.

Das Gebäude hat viele versteckte Zimmer und noch einen Anbau im hinteren Bereich, der etwas abgewohnter wirkt, aber man bekommt trotzdem nicht sehr viele Bewohner zu sehen. Entweder sitzen sie alle auf ihren Zimmern oder trinken noch ein Bierchen im lokalen Pub.

Eine sehr angenehme Unterkunft, die alles bietet, was man braucht. Sie ist kleiner als viele der anderen großen hostels in Kaikoura, weshalb wir netterweise unsere Ruhe hatten, die wir sehr genossen.

Unsere Schulnote für die Sunrise Lodge: 1


Sandy Feet Accommodation  148 Palmers road New Brighton, 8063 Christchurch, 85 NZD für Doppelzimmer

Dies ist eine Unterkunft in einem Privathaus. Der Eigentümer ist in die ausgebaute Garage gezogen und hat sein Haus in mehrere Wohneinheiten unterteilt. Soweit wir das überblicken konnten, gibt es 4 oder 5 Zimmer und zwei Bäder, deren Nutzung auf die jeweiligen Zimmer aufgeteilt ist. Unser Zimmer war liebevoll eingerichtet und dekoriert und wenn nötig, hätte man kleine Not-Sanitär-Pakete erwerben können (Taschentücher, Tampons, Kondom etc). Auch in der Küche sind Tassen und Tee/Kaffee großzügig zur Selbstbedienung ausgelegt. Blöd nur, daß die Küche extrem klein ist und eigentlich nur eine ausgebaute Waschküche ist, sprich hier stehen eigentlich Waschmaschine und Trockner und auf der anderen Seite eben die Spüle und eine Küchenzeile. Mehr als 2 Personen können sich hier drin nicht wirklich aufhalten, deswegen ist es ratsam, in Schichten zu kochen oder gleich auswärts zu essen.
Wenn man dann sieht, daß die große Küche als privat markiert und somit nur vom  Eigentümer genutzt werden kann, könnte man sich eventuell ein wenig veräppelt vorkommen, aber irgendwie kann ich es auch verstehen. Die wenigsten Reisenden kochen wirklich aufwendig und brauchen daher nicht so viel Platz. Er hingegen wohnt hier. Er war übrigens sehr nett und aufmerksam und jederzeit für ein Schwätzchen verfügbar.

Ein Ort zum Wohlfühlen und außerhalb des Christchurcher Stadtzentrums, deswegen zwar abgelegen aber auch ruhig gelegen.

Unsere Schulnote für Sandy Feet: 1,5


Lake Hawea Hostel 1 Capell Ave, 9345 Wanaka, 66 NZD für 2 Betten im 4er Schlafsaal

Leider die einzige Unterkunft, die wir in Hawea finden konnten. Als wir ankamen, begann es heftig zu regnen und regnete die ganze Nacht durch. Einige Camper des anliegenden Campingplatzes nahmen dies zum Anlaß, ihr Abendessen in der sowieso schon viel zu kleinen Hostelküche zu kochen und somit war die Küche/ der Aufenthaltsraum (ein gemeinsamer Raum) vollkommen überlaufen, trotz Anweisungen des Hostelpersonals, daß doch bitte die Campingplatznutzer das Gebäude verlassen möchten. Die Räume waren sehr spartanisch ausgestattet, zwei Doppelstockbetten und eine Anrichte, die wohl nur als Steighilfe genutzt wird, um in die obere Etage des Doppelstockbettes zu gelangen. Auf der anderen Seite hatte das Bett eine Leiter. Es wurden Handtücher bereitgestellt, was für diese Art von Unterkunft (Schlafsaal) eher untypisch ist. Das hätte man sich aber schenken können, denn in diesen Duschen möchte man nicht duschen gehen! Auch die Klos wollte man nicht unbedingt nutzen, hatte aber keine andere Wahl. Der Sanitärtrakt muß dringend generalüberholt werden, sowas kann man Gästen nicht zumuten!

Wir hielten uns nicht sehr lange hier auf, nach dem Aufwachen ging es für uns ohne Frühstück weiter, welches wir später irgendwo in der Natur zu uns nehmen wollten. Hauptsache weg hier.

Unsere Schulnote für das Hawea Hostel: 5,5


Arrowtown Holiday Park, 12 Centennial Avenue, 9302 Arrowtown, 90 NZD für 2 Betten im 4er Schlafsaal (alleine genutzt)

Von Schlafsälen hatten wir eigentlich erstmal genug aber leider gab es auch in Arrowtown nichts anderes mehr. Wir hatten aber Glück daß wir alleine blieben und so hatten wir wenigstens genug Privatsphäre. Was wir leider bei der Buchung übersehen hatten (stand in der Buchungsbestätigung ziemlich weit unten), für Bettwäsche mußte man extra zahlen (10 NZD pro Paket). Auch das Internet kostete hier Geld, was eigentlich heutzutage standardmäßig überall umsonst ist.

Wir hatten einen großen Küchentrakt fast für uns alleine, beschlagnahmten die Parkbank vor unserem Gebäude und verbrachten einen sehr schönen Abend in Arrowtown. Der Sanitätstrakt war komplett neu und jeweils ein großer Container für Männlich und Weiblein nur 10 Schritte entfernt und absolut sauber.
Das Personal war sehr hilfsbereit und half bei Fragen rund um Arrowtown und Queenstown. Beim Holiday Park handelt es sich um einen recht großen Park, der hauptsächlich von Wohnwagen und vielleicht vereinzelt von ein paar Zeltlern benutzt wird. Die Lage ist ein paar Hundert Meter vom Ortskern entfernt, Einkaufsmöglichkeiten (Supermarkt) sind allerdings besser mit dem Auto zu erreichen.
Wem Queenstown zu hektisch ist, dem kann ich Arrowtown nur empfehlen. Ein kleiner beschaulicher Ort nur ein paar Kilometer entfernt von der Metropole Queenstown und doch hat man hier seine Ruhe. Das partyfeiernde Volk steigt hier nicht ab und so kann man sich seiner Nachtruhe sicher sein.

Unsere Schulnote für den Holiday Park: 3

to be continued.....



Donnerstag, 11. Mai 2017

Schottland_ Die Unterkünfte

Nachfolgend, wie bereits angekündigt, eine Aufstellung mit Kurzbewertung über alle Unterkünfte, in denen wir während unseres Urlaubs genächtigt haben.

Edinburgh: Balmore Guest House: 34, Gilmore Place, Merchiston, Edinburgh, EH3 9NQ für 58,50 Pfund (70 €), zweite Übernachtung 85,20 Pfund (102 €)

Balmore Guest House Edinburgh 1. Nacht
Mit dem Airlink vom Flughafen recht einfach über den Stop Haymarket und einem 16 minütigem Spaziergang zu erreichen, befinden sich im Gilmore Place noch zahlreiche andere Hotels und Guest Houses. Die Umgebung ist sicher, aber mit Parklplätzen sieht es mau aus, haben doch die Hotels alle höchstens 1 oder 2 Parkplätze auf dem Grundstück vorm Haus und alle anderen müssen am Straßenrand parken – sicher ein Problem in ganz Edinburgh. Die Belegschaft war höflich, aber etwas distanziert – man merkte dass es sich um ein etwas größeres Haus handelte und sie sicher pro Tag einige Gäste zu
sehen bekommen. Das Dreibettzimmer war recht eng und eigentlich hätte man sich das Einzelbett sparen können um dem Gast mehr Platz zu bieten, aber hier geht es wohl um Belegungszahlen. Uns hats nicht gestört und das zweite Bett wurde kurzerhand zur Ablage umfunktioniert. Das Bad war überraschend groß und wie im Land üblich gab es auf dem Zimmer Tee, Kaffee, Wasserkocher und ein paar Kekse für die Teetime zwischendurch.
Balmore Guest House Edinburgh 2. Nacht
Wir verbrachten auch die letzte Nacht hier und hatten diesmal ein Vierbettzimmer (2x Doppelbett) welches ein wenig größer und moderner war. Dies gilt auch für das Badezimmer. Wir nehmen an, dass im Haus nach und nach renoviert wird. Für das Frühstück wählt man am Vortag aus einer Liste von 4 verschiedenen Optionen und bekommt am Morgen sein gekochtes Frühstück an den Tisch gebracht. Hierbei kann man unter verschiedenen landestypischen Varianten auswählen: Frühstücksspeck, Spiegelei, Hashbrowns, gekochte Tomaten oder Pilze, dazu gibts jede Menge Toast und vom Selbstbedienungsbuffet noch Müsli, Saft und Obst. Tee und Kaffee, wobei es nur schwarzen Tee gibt. Die vegetarische Variante bestand etwas notdürftig aus einer Banane und einem zusammengefallenen Schokocroissent, beim zweiten Besuch bekam man richtige Waffeln serviert.

Unsere Bewertung für das Balmore Guest House ist eine 2 (Schulnoten von 1 bis 6).

Aberdeen: Youth Hostel (YHA), 8 Queen's Road, Aberdeen AB15 4ZT für 39 Pfund (46€)

YHA Aberdeen 1. Nacht
Aufgrund unserer bestehenden Mitgliedschaft im Jugendherbergsverband wollten wir uns auch die Möglichkeit nicht entgehen lassen, etwas preiswerter in Schottland zu übernachten und so wählten wir für zwei Nächte das Youth Hostel in Aberdeen. Da wir uns erst nach der ersten Nacht zum Bleiben entschieden hatten, mußten wir das Zimmer für ein anderes räumen, was sich aber als gute Sache herausstellte, denn das neue Zimmer war von der Ausstattung viel schicker und frisch renoviert. Leider handelte es sich bei beiden Zimmern um Zweibettzimmer, da die Doppelzimmer nicht mehr verfügbar waren. Während wir uns im ersten Zimmer noch als Möbelrücker betätigen konnten, war dies im zweiten Zimmer nicht mehr möglich. Übernachtet man in einer Jugendherberge muß man sich im Klaren darüber sein, dass man sich nicht in einem Hotel befindet und somit auch auf einige Annehmlichkeiten verzichten muß. Es ist grundsätzlich etwas lauter, die Gäste nehmen gewöhnlich weniger Rücksicht auf das Schlafverhalten anderer Gäste und auch die Einrichtung ist meist etwas in Mitleidenschaft geraten. Aber bei dem Preis konnte man nicht meckern. Gut, das Wifi funktionierte nur im Gemeinschaftsraum in der ersten Etage, aber das ist zu verkraften. Dass das Haus gerade renoviert wurde und man auf einer Baustelle
YHA Aberdeen 2. Nacht
lebte, bekam man nur dann zu spüren, wenn man das Badezimmer aufzusuchen gedachte (es handelt sich natürlich um Gemeinschaftsdusche und Toilette auf dem Gang). Übernachtete man in der ersten Etage, wurde man per Schilder darum gebeten, Toilette und Dusche im zweiten Stock zu nutzen. Dort fand man dann ein Schild mit der Bitte, in den dritten Stock zu gehen. Und dort wurde man in den vierten Stock gebeten. Dort befanden sich für die Damen eine Dusche und Toilette, für die Herren immerhin zwei. Da wir in der ersten Nacht sowieso im vierten Stock und in der zweiten Nacht im dritten Stock übernachteten, bekamen wir von der Völkerwanderung nichts mit und komischerweise bildeten sich auch im Badezimmer der Damen keine Schlange, was wohl an der etwas spärlichen Belegung des Hauses gelegen haben könnte. Frühstück ist in der Jugendherberge grundsätzlich nicht inbegriffen und kann in der großen Gemeinschaftsküche selbst zubereitet werden, was wir nach der zweiten Nacht auch taten.

Unsere Bewertung für das YHA in Aberdeen (aufgrund der Einschränkungen wegen der Bautätigkeiten) ist eine 3,5

Dingwall: The National Hotel Dingwall, High street, Dingwall, IV15 9HA für 65 Pfund (77 €)

Für einen recht kleinen Ort wie Dingwall hatten wir solch ein großes Hotel gar nicht erwartet, welches recht verwinkelt daherkommt und wären die Flure nicht beschriftet, hätten wir unser Zimmer wohl nicht gefunden oder Brotkrumen streuen müssen. Die Ausstattung ist zwar schon etwas älter, das Hotel aber trotzdem tadellos sauber, die Zimmergröße angemessen und das Wifi funktioniert sogar tadellos auf dem Zimmer.
Einziger Kritikpunkt ist der unbefestigte Parkplatz hinterm Haus, der sich bei Regen aufgrund all der Pfützen in einen kleinen Hindernisparcour verwandelte und aufgrund von herumliegendem Material nicht genügend Platz für alle Autos bot.

Unsere Bewertung für das National Hotel in Dingwall aufgrund der Parkplatzsituation ist eine 2,5


Kinlochleven: Tigh Na Cheo, Garbhein Road, Kinlochleven, PH50 4SE für 75 Pfund (90 €)

Tigh Na Cheo Kinlochleven
Dieses Hotel war zweifelsohne unser Highlight. Zwar leider auch nur zwei unbewegliche Einzelbetten aber das Zimmer an sich war sehr angenehm hergerichtet. Das Bad war sehr aufmerksam mit gewissen Annehmlichkeiten für müde Wanderer ausgestattet. Nicht nur gab es eine Badewanne sondern auch Kräuterbadesalz zum Lösen verkrampfter Muskeln. Auf dem Tisch befand sich eine neumodische Ladestation mit allerhand USB Anschlüssen, um mehrere Geräte gleichzeitig laden zu können. Hier hatte man an alles gedacht. Wir erreichten die Unterkunft recht spät kurz vor 21 Uhr, aber der Empfang war trotzdem warm und zuvorkommend. Besonders toll fanden wir die „honesty bar“, einen Kühlschrank mit allerhand Getränken aus dem man sich als Gast bedienen konnte und seinen Verbrauch auf einer Strichliste vermerkte um am Morgen dafür zu bezahlen. Gerade für Wanderer auf dem West Highland Trail, die nach einem langen Tag des Laufens keine Muse und Kraft mehr haben zum nächsten Pub zu laufen, sich aber trotzdem ein Bier oder einen Wein gönnen möchten, ist dies ein super Service. Auch das Frühstück lies keine Wünsche offen und so verabschiedeten wir uns wohl gestärkt vom jungen „Herbergsvater“.

Unsere Note für das Tigh Na Cheo ist eine 1.

Fort William: Alltonside Guest House, Achintore Road, Fort William, PH33 6RW für 75 Pfund (89 €)

Alltonside Guest House Fort William
Mit dem Finden des Alltonside hatten wir unsere Probleme, weil unser Navi die Strasse nicht finden konnte, obwohl es sich, wie sich später herausstellte, um die Hauptverkehrsstraße durch den Ort handelte. Die Straße nach Fort William ist gespickt mit Gästhäusern und Hotels und so ist es nicht so einfach, seine Unterkunft zu finden zumal keine Hausnummer angegeben ist. Gefunden haben wir den Flachbau letzten Endes doch und trafen auf die sehr freundliche Gastgeberin, die uns auch gleich das Zimmer zeigte und offenbarte, wo man Nachschub finden könne, sollte der Tee auf dem Zimmer ausgehen. Über Zimmer und Badezimmer gibt es keine Beschwerden, nur war es für unseren Geschmack etwas zu warm und im Badezimmer stand ein auffällig riechender Raumduft, der schon etwas penetrant durchs ganze Zimmer zog. Aber dies ist Geschmackssache. Das Bett war extrem weich und der ein oder andere könnte hier Probleme mit dem Schlafen haben. Das Frühstück mußte auch hier am Vorabend ausgewählt werden. Als Vegetarier muß man wissen, dass es keine Alternative beim gekochten Frühstück gibt und man nur Müsli auswählen kann, was aber sowieso für jedermann in Form eines Buffets verfügbar ist. Das einzig vegetarische (aber nicht vegane) was man noch zusätzlich wählen kann, ist ein Käseteller. Man muß also mit Toast und Marmelade Vorlieb nehmen, was für große Frühstücker eventuell zu wenig sein könnte.

Unsere Note für das Alltonside Guest House ist eine 2.

Glasgow YHA, 7-8 Park Terrace, Glasgow G3 6BY für 39 Pfund (46 €)

YHA Glasgow
Das Doppelzimmer in der Jugendherberge überraschte uns aufgrund seiner Größe und dem neuen Badezimmer (Toilette und Dusche waren getrennt). Man konnte den Inhalt des Koffers problemlos auf dem Boden verstreuen, ohne in einen Hindernislauf zu verfallen. Und seien wir mal ehrlich, wer ist nach einem Tag on the road schon so diszipliniert und verräumt die Dinge in den vorhandenen Schrank? Frühstück gabs auch hier wieder keins oder hätte wohl vorbestellt werden können, wäre aber nur in Form eines gepackten Fresspakets ausgefallen. Die Rezeption ist 24 Stunden besetzt und nebenan befindet sich eine kleine Bar, so daß man auch hier ein Bier bekommen kann. Das Internet funktionierte nur in der ersten Etage und so traf man sehr viele der Bewohner im Gemeinschaftsraum an, der aber gespenstisch ruhig war, da sich Reisende heutzutage nicht mehr zu unterhalten scheinen weil jeder mit Smartphone und / oder Laptop beschäftigt ist. Eigentlich schade, ich kenne das noch ganz anders. Wie in Jugendherbergen üblich, gibt es auch hier eine gut ausgestattete Gemeinschaftsküche in der man sich seine Mahlzeiten selbst zubereiten kann.

Unsere Note für das YHA in Glasgow ist eine 2,0.

Als durchschnittlichen Preis pro Übernachtung haben wir 70 € gezahlt und damit nicht in Saus und Braus gelebt aber auch nicht die schlechtesten Unterkünfte erwischt. Wie Ihr anhand der Bewertungen lesen könnt, haben wir mit keiner Unterkunft wirklich schlechte Erfahrungen gemacht und können sie alle guten Gewissens weiterempfehlen. Mit welcher Unterkunftskategorie man letzten Endes seinen Urlaub bestreiten möchte, bleibt jedem selbst überlassen, aber wir haben mit Jugendherberge, Guest House und Hotel gleichermaßen gute Erfahrungen gemacht und möchten die Empfehlung aussprechen, selbst vielleicht auch mehrere unterschiedliche Typen von Unterkunft auszuprobieren. Und wenn es nur der Abwechslung dient.

Wir haben uns darum bemüht, die Unterkünfte anhand von Fotos zu dokumentieren, allerdings ist uns dabei nicht immer gelungen, die Fotos vor dem Ausbreiten aller Habseligkeiten, dem Öffnen des Koffers etc zu machen so daß wir oft auch das Chaos dokumentiert haben. Dafür möchten wir uns entschuldigen und geloben Besserung.