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Mittwoch, 8. August 2018

Die Drachen fliegen wieder (03.-06.08.2018)

Einen Monat früher als letztes Jahr fand Anfang August das diesjährige Drachenfest in Sankt Peter Ording statt und wir waren natürlich wieder mit dabei. Sankt Peter Ording liegt in Nordfriesland in Schleswig- Holstein und ist von unserem schönen Thüringer Wald so ca. 600km entfernt.

Die Fahrt dorthin ist nicht wirklich spektakulär und wer unsere deutschen Autobahnen kennt, wird mit dem Grund dafür vertraut sein: Geschwindigkeitsbegrenzungen aufgrund von beschädigten aber noch nicht für die Sanierung terminierten Streckenabschnitten, ausgewiesene Baustellen auf denen man selten jemanden arbeiten sieht, zähfließender Verkehr ohne jeden ersichtlichen Grund und eckelige Toiletten wo man nicht mal die Tür anfassen mag. Ich hege ja den Verdacht, daß man diese freien Toiletten, die nicht an eine große Raststätte angebunden sind, bewußt verkommen läßt damit der Reisende automatisch zu den Rasthöfen und somit auf Sanifair Toiletten ausweicht, einfach nur um denen ein besseres Geschäft zu generieren. Es kann doch wirklich nicht so schwer sein, diese Toiletten so halbwegs sauber zu halten. In Österreich geht’s doch auch (ja mir ist bewußt, daß dort ein Teil der Maut in die Reinigung der Toiletten investiert wird und ich bin mir fast sicher, daß die Deutschen nichts dagegen hätten, wenn dies auch mit unserem Geld passieren sollte, wenn denn die Maut irgendwann kommt).

Aufgrund unseres camping setups sind wir momentan etwas langsamer unterwegs als sonst (hierfür wird es einen getrennten Artikel geben deswegen hier keine Details) und dürfen nicht schneller als 100km/h fahren (nagut, ab und zu vielleicht auch mal 120km/h max) und deshalb benötigten wir für die knapp 600km eben auch gute 7,5 Stunden. Dummerweise müssen wir jedesmal durch Hamburg durch und hierfür gibt es nur zwei Optionen: entweder Brücke und durch die ganze Stadt gurken oder der Elbtunnel mit den dazugehörigen obligatorischen Verzögerungen. Die hielten sich allerdings dergestalt in Grenzen, daß wir keinen stundenlangen Stau zu ertragen hatten und waren recht schnell durch den Tunnel durch. Danach wechselten wir auf die A23 und dort geht es immer recht gemütlich zu.

Kurz nach 20 Uhr erreichten wir Sankt Peter Ording und wußten bereits, daß die Camping Plätze wegen des Drachenfestes komplett ausgebucht waren, versuchten es also gar nicht erst, dort einen Platz zu finden. Wir fuhren direkt auf den 12km und stellenweise bis zu 2km breiten Strand und fanden recht bald eine Stelle, die uns zusagte. Wir parkten neben einer Berlinerin und ihrem Bus und wurden etwas forsch „gebeten“ doch etwas mehr Platz zu lassen, schließlich wollte sie hier in Ruhe schlafen. Nun ja, gaben wir ihr netterweise ein paar Meter mehr Platz und machten es uns gemütlich beziehungsweise erkundeten die Nachbarschaft und das „Eventgelände“ des Drachenfestes. Wie am Meer nicht unüblich, war es windig aber von den Temperaturen her immer noch sehr angenehm.

Irgendwann begaben wir uns ins Bett und unser Einschlafen war begleitet von der Musik, die vom Eventgelände zu uns herüberschwappte. Mit zunehmender Stunde und steigendem Alkoholpegel der Anwesenden sank das Niveau der Musik und der DJ rasselte seine auswendig gelernten Einlagen zwischen und teilweise auch während der Schlager runter. Ja das Einschlafen fiel schwer, auch weil wir immer im Hinterkopf hatten, daß wir hier eigentlich nicht stehen dürfen, weil das Parken auf dem Strand von 22:30 bis 07:30 Uhr untersagt ist. Aber andere waren auch hier und vor zwei Jahren hatten wir beim Strandschlafen Glück gehabt und sind ohne Knöllchen davongekommen. Vielleicht sollte uns das Glück auch diesmal hold sein.

06:30 Uhr schien die Sonne ins Zelt und küßte uns wach: Mit dem Rauschen des Meeres aufzuwachen ist ein tolles Gefühl und dafür nimmt man auch das Knöllchen in Kauf, das an der Windschutzscheibe klebte. Eigentlich handelt es sich noch gar nicht um ein Knöllchen sondern nur um eine nette Ankündigung, doch bitte bald in seinem Briefkasten nachzuschauen. Nun ja, wir waren das Risiko eingegangen und es war schiefgegangen; kein Grund sich den Tag deswegen vermiesen zu lassen. Wir gingen erstmal baden und nutzen auch gleich die Dusche am Strand und danach genossen wir unser Frühstück. In der Zwischenzeit war auch die Berlinerin wieder neben uns erschienen, die sich zwar gestern zum Schlafen niedergelegt hatte, aber irgendwann in den Morgenstunden mit ihrem Bus verschwunden war, um dem Ordnungsamt ein Schnippchen zu schlagen. Diesmal war sie diejenige, die uns etwas zu nahe auf die Pelle rückte, aber das fand sie diesmal gar nicht so schlimm – schon klar, schließlich war sie ja diejenige, die den Platz in der ersten Reihe unbedingt haben wollte. Sie erklärte uns dann auch, daß wir schon irgendwie auskommen würden. Tommy war ja immer noch sauer wegen der Begrüßung des Vortages aber ich verstrickte sie in ein kleines Gespräch; sie erklärte uns dann auch, daß das Knöllchen 30 Euro kosten würde und bei „Wiederholungstätern“ freuen sich wohl auch die Flensburger. Für die kommende Nacht mußten wir also eine andere Lösung finden.

Den Tag verbrachten wir mit langen Spaziergängen am Strand, Eis und Kuchen und dem Bestaunen der vielen Drachen und kits, die den Himmel bevölkerten. Einige der Figuren sind bis zu 15 Meter hoch und bei der Motivauswahl sind den Bastlern keine Grenzen gesetzt: Teddys, Kugelfische, Delfine, Rochen, Schimmel, Wäscheklammern, Star Wars Figuren, Autos, feuerspeiende Drachen, Spermien (!), Schlümpfe, Aladin und seine Wunderlampe, Dinosaurier, Seepferdchen, Pinguine, die Titanic, Echsen und vieles mehr. Einige tümmelten sich stundenlang am Himmel, andere hatten Probleme dabei, sich mit Luft zu füllen und sackten ab und zu mal auf den Boden oder standen erst gar nicht richtig auf. Hier wird der Bastler wohl noch einige Veränderungen vornehmen müssen um das Befüllen der Figur mit ausreichend Luft sicherstellen zu können.

Die Aussicht darauf, in irgendwelchen Akten als „Wiederholungstäter“ registriert zu sein gefiel uns nicht sonderlich und deswegen verließen wir gegen 21 Uhr den Strand um auf einen Parkplatz ganz in der Nähe zu fahren. Auf diesem hatten wir bereits letztes Jahr geparkt und hatten uns diesen mit nur zwei oder drei anderen Autos geteilt. Schon aus der Ferne war ersichtlich, daß es diesmal anders sein würde, denn der Parkplatz war gut gefüllt; viele der Camper die wir am Strand gesehen hatten, standen nun hier, um die Nacht ohne Ordnungswidrigkeiten zu verbringen und frühs wieder auf den Strand zu fahren. So hielten wir es auch; gleich nach dem Aufstehen fuhren wir wieder auf den Strand und dort genossen wir unser Frühstück.

Ganz allgemein gesprochen verstehe ich natürlich, warum das Übernachten am Strand nicht so gern gesehen wird, denn leider vermüllen diese Plätze recht schnell aufgrund der Unachtsamkeit der Parkenden. Allerdings muß ich sagen, daß die Parkplätze am Strand in der Regel sauber sind und ich den Strand selbst viel problematischer finde, wo man im Sand häufig mal Zigarettenstummel, Bierdeckel und anderen Müll findet. Einigen der sonnenhungrigen Tagesgäste ist der Weg zum Mülleimer wohl schlichtweg zu weit. Am Strand gibt es auch genügend Toiletten, die 24 Stunden am Tag zugänglich sind, weshalb ich diesen Ort definitiv bevorzuge. Der Parkplatz fernab vom Strand hatte letztes Jahr noch ein unzumutbar dreckiges Dixieklo, dieses existierte nun aber auch nicht mehr. Und wozu führt das ganze? Na klar, die Leute pinkeln in die Hecken und in die Grünflächen (wir haben sie selbst dort herauslaufen sehen) und ob es wirklich das ist, was das Ordnungsamt bevorzugt? Hier handelt es sich sicherlich um eine schwierige Frage und ich könnte mir gut vorstellen, daß diese Problematik in der Gemeindeversammlung öfter zur Sprache kommt, ganz einfach weil es keine Lösung gibt, die alle zufriedenstellen kann.

Sankt Peter Ording lebt vom Tourismus und den Kurgästen, die jedes Jahr wegen der gesunden frischen Meeresluft und der Schwefelquellen in das Nordseeheil- und Schwefelbad kommen. Andere florierende Einnahmequellen herrschen unseren Beobachtungen nach nicht. Erschreckend ist, daß alle leerstehenden Häuser zu Ferienwohnungen umgebaut werden und daß die meisten (wie gesagt, das sind unsere Beobachtungen) der beindruckenden Reetdachhäuser wohl eher von Maklern gehändelt werden oder sich gar nicht mehr in Privatbesitz befinden. Der Tourismus ist ein großes Geschäft aber die Frage drängt sich auf, wer an diesem Geschäft verdient.

Irgendwann am späten Sonntagnachmittag packten wir unser Hab und Gut zusammen und verließen den Strand um ein paar der morgen zu fahrenden Kilometer schon heute zu erledigen und somit die Reisezeit zu verkürzen. Sehr weit kamen wir allerdings nicht, denn bereits im 40km entfernten Büsum machten wir Stop. Dort fanden wir einen Parkplatz, auf dem das Übernachten nicht explizit verboten ist und dort gibt es sogar eine öffentliche Toilette. Was will man mehr? 

An der Strandpromenade befand sich eine Festivität in ihren letzten Zügen; einige Schausteller und Budenbesitzer packten bereits zusammen, wohl auch um dem herannahendem Regen ein Schnippchen zu schlagen. Wir hatten uns einen Strandkorb gesucht und genossen noch ein Radler / Bier und lauschten dabei der von der Bühne aus betriebenen Kinderbespaßung, die in vollem Gange war. Leider fällt den Animateuren heutzutage auch nichts anderes mehr ein als Kinder mit Süßigkeiten zu locken („Wollt Ihr Naschi?“) und auf und ab hüpfen zu lassen und ab und zu mal einen Luftballon in die Menge zu schmeißen. Den Kids scheints dennoch gefallen zu haben und die Eltern hofften wahrscheinlich darauf, daß die Kinder verausgabt früher als gewöhnlich ins Bett fallen würden.

Wir jedenfalls blieben nicht mehr lange auf und gingen nach ein paar Runden Uno ins Bett. Am Morgen stellten wir fest, daß wir unser Frühstück mit zahlreichen Mücken teilen bzw. unsere Unversehrtheit verteidigen müßten, deshalb packten wir zusammen, fuhren zu einem Bäcker, kauften Heißgetränke und ein paar Leckereien und fuhren auf einen ruhigen Parkplatz an einem Deich, wo wir mückenfrei und in aller Ruhe unser Frühstück genossen, das Chaos im Zelt und im Auto aufräumten und dann schweren Herzens aufbrachen um den Nachhauseweg anzutreten. Die kurze Auszeit war schön und auch notwendig, schließlich liegt unser Neuseelandurlaub schon viel zu lange zurück (Februar /März) und seitdem hatten wir höchstens mal ein verlängertes Wochenende. Jetzt wo alle in den Urlaub fahren, ist das natürlich hart und schmerzt schon ein wenig. Dies ist auch der Grund, warum wir jede sich bietende Gelegenheit fürs Wegfahren nutzen, damit uns zu Hause nicht die Decke auf den Kopf fällt.














Mittwoch, 20. September 2017

Auszeit an der Nordsee Teil 2

Geweckt wurden wir von unterschiedlichen Tiergeräuschen und nicht alle von ihnen waren einwandfrei zu identifizieren (Schafe und Kühe sind unstrittig, das andere Geräusch wurde eventuell von vorbeiziehenden krähenden Vögeln verursacht; wissen werden wir es nie). Trotz der recht frischen Temperaturen während der Nacht erwärmte die Morgensonne unsere Glieder recht schnell und versüßte uns das Frühstück – daran könnte ich mich wirklich gewöhnen! Wir verbrachten noch ein wenig Zeit in St. Peter Ording und fuhren anschließend nach Husum und dort noch ein Stück weiter auf die Halbinsel Nordstrand wo sich Tommy nach dem aufregenden Vormittag erstmal auf einem Badesteg in der Sonne ausruhte und ich samt Kamera durchs Watt spazierte und fasziniert die Lahnungen betrachtete (wie man diese Zäune aus Holzpfählen und Reisig nennt, wußte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, lernte dies aber später im Museum). Diese Zäune beruhigen die Strömung bei Flut so daß sich Schwebeteilchen im Wasser absetzen und somit langsam aber Stück für Stück zur Verlandung beitragen und das vom Meer „geraubte“ Land zurückholen.

Anschließend fuhren wir auf unserer Suche nach einem Campingplatz noch ein bißchen auf „Nordstrand“ umher und landeten nach einigen Umwegen schließlich im Ort „Oben“. Dort nächtigten wir auf einem recht überschaubaren Campingplatz direkt unter dem Deich. Das erste Mal schmunzelten wir über den trockenen Humor des Besitzers als er uns beim Einweisen in unsere „Parklücke“ aufforderte, „Nicht rumeiern hier, das ist Wembley Rasen“. Das zweite Mal mußten wir lachen als er uns am Morgen einen Tipp für die Weiterreise gab und uns Rømø in Dänemark empfahl (ca. 100km entfernt). Er meinte, daß er dort alle jungen Leute hinschicke weil dort mehr los sei als auf seinem Campingplatz, den er aufgrund der Altersstruktur seiner Gäste als „betreutes Wohnen“ bezeichnete („betreutes camping“ würde auch ganz gut passen…). Eigentlich wollten wir nach Pellworm und von dort eine Fähre auf die Halligen nehmen aber wir waren ja flexibel.

In Lakolk (auf Rømø) steppte nun auch nicht gerade der Bär und man hatte das Gefühl, daß sich dort die Saison bereits dem Ende neigt. Trotzdem bietet der Campingplatz alles was das Abenteuerherz begehrt und das allerbeste ist der Strand, der SPO aufgrund seiner Breite ernsthaft Konkurrenz macht. Auch dort parkten viele Autos und einige am Himmel fliegende Drachen kamen uns bekannt vor. Wir vermuten, daß die Drachenflieger nach dem Zusammenpacken in SPO nach Dänemark weiterreisten um hier ihr Glück zu versuchen – und es auch zu finden, denn der Wind war ausreichend, wovon die Drachendichte in der Luft eindeutig zeugte. Tommy traute sich auch mal kurz ins Wasser, hielt es aber aufgrund der einstelligen Wassertemperaturen nicht lange aus. In Rømø spricht man übrigens auch Deutsch und hat sich damit wunderbar auf die hohe Urlauberdichte aus Deutschland angepaßt (deutsche Urlauber waren auf dem Campingplatz zahlenmässig haushoch in der Überzahl). Ausgeschrieben sind dort zwar die Preise logischerweise in Dänischen Kronen, man akzeptiert aber auch den EURO, so daß man nicht mal Geld tauschen muß.

In dieser Nacht wurden wir das erste Mal von starkem Regen heimgesucht aber dieser lies in der zweiten Nachthälfte nach. Außerdem war es generell nicht mehr so kalt wie die Nächte zuvor. Am Morgen (es war schon Mittwoch) wurden wir dann zur Abwechslung mal von schnatternden Enten auf dem nahegelegenen Teich geweckt, die das sanfte Meeresrauschen in der Ferne um einiges übertönten. Den ganzen Morgen überlegten wir unsicher unsere nächsten Schritte und wogen unsere Möglichkeiten ab. 

Schon ganz zu Beginn des Urlaubs hatten wir festgelegt, auch wieder nach Flensburg zu fahren, aber ist es gerechtfertigt, nur für das überaus leckere Fischbrötchen und den himmlisch guten Bananencremekuchen in der Danish Bakery diesen Umweg auf sich zu nehmen? Wir entschieden uns dann doch für Flensburg (ja, immer diese pulsiven Entscheidungen, furchtbar!) und der dicke Schlumpf kämpfte sich die ganze Fahrt über durch dichten Regen. Hatte uns das Glück der letzten Tage mit dem Wetter etwa verlassen? Pünktlich mit unserem Eintreffen in Flensburg stoppte der Regen sodaß wir auch gleich zur Fischbude im historischen Hafen gehen konnten um unser Mittag zu uns zu nehmen. Ein kleiner Spaziergang durch die Innenstadt später landeten wir viel zu früh für Nachtisch in Migge´s Danish Bakery (Norderstr. 9, 24937 Flensburg) und mußten mit Erschrecken feststellen, daß es den leckersten Kuchen der Welt, den Bananencremekuchen, ausgerechnet heute nicht gab. War das überhaupt möglich?!?! Natürlich tat Tommy´s Einwand, daß wir doch extra nur für den Kuchen aus Thüringen herkommen seien, für den Moment nichts zur Sache, hätte man so schnell sowieso nichts backen können, aber Ihr seht, wie groß unsere Verzweiflung war. Schweren Herzens (aber doch recht schnell überzeugt vom auch sonst überaus großen und ansprechenden Angebot) entschieden wir uns für Alternativen und wurden nicht enttäuscht. 

Danach schafften wir es gerade noch rechtzeitig zurück zum Auto, bevor der nächste sinnflutartige Regen über uns hereinbrach. Das Glück hatte uns also noch nicht ganz verlassen. Wir wollten aufgrund von Verabredungen am Freitag in Bremerhaven sein, deswegen machten wir uns auf die Reise Richtung Süden. Wir landeten wieder in Husum, was ich mir nochmal genauer anschauen wollte aber auch hier schüttete es aus Kannen. Der Wetterbericht verhieß nichts gutes für die Nacht, im Gegenteil, er kündete Starkregen und Sturmböen an. Ein Wetter, bei dem man auf keinen Fall im Zelt schlafen möchte. Nach einer schier end- und erfolglosen Suche nach einem Hotelzimmer irgendwo im Umkreis (in Flensburg wäre was frei gewesen, aber da kamen wir doch gerade her!) fanden wir ein Zimmer in Tönning und so fuhren wir schon das zweite Mal in diesem Urlaub in diesen charmanten kleinen Ort.

Und auch diesmal war uns das Glück hold, denn trotz der mauen Lage auf dem Markt der verfügbaren Hotelzimmer ergatterten wir ein Goldstück im Hotel New Hampshire Nordfriesland (Westerstr. 24, 25832 Tönning) für 82 EURO die Nacht (ohne Frühstück). Das Zimmer war äußerst geräumig und bot neben dem Doppelbett eine Sitzecke mit Sesseln und Tisch, eine weitere (Fernseh) Ecke mit Sofa, ein Bad doppelt so groß wie das üblich ist und Möglichkeiten zum Kochen von Tee/Kaffee. Wir nahmen das komplette Zimmer in Beschlag um mal wieder unsere Taschen aus- und danach wieder organisiert einzupacken (eigentlich zwecklos aber egal), Akkus zu laden, ausgiebig zu duschen etc. Auch mal ganz schön, vorallem wenn man an die Alternative hinsichtlich der Wettervorhersage denkt. 
 
Den Sonnenuntergang verbrachten wir am Eidersperrwerk, etwas außerhalb von Tönning. Die Eider mündet in Tönning in den Purrenstrom an dessen Ende sich das Sperrwerk befindet. Dahinter befindet sich das Wattenmeer der Nordsee. Das Wetter war nun wieder erstklassig und wir fragten uns, ob wir das Hotel überhaupt brauchen würden. Die Mitarbeiter des Aussichtspavillon am Parkplatz des Sperrwerkes waren schon am Zusammenpacken aber Tommy erhaschte noch zwei leckere Fischbrötchen zum Abendbrot, die wir zum Glück nicht mit gierigen Möwen teilen mußten.

Gegen Mitternacht wurde ich aufgrund des gegen die Fenster prasselnden Regens wach und schlief friedlich in meine Bettdecke gekuschelt wieder ein – ja, das Hotel war die richtige Entscheidung gewesen! 

Samstag, 16. September 2017

Auszeit an der Nordsee (1. Septemberwoche 2017) Teil 1


Es mag der Eindruck entstehen daß wir beide unendlich viel Urlaub im Jahr genießen weil wir ständig unterwegs sind, aber dem ist leider nicht so. Unnötig zu erwähnen, daß wir selbstverständlich nichts dagegen hätten, aber da fehlen uns noch die nötigen Punkte in der Argumentationskette gegenüber unseren Arbeitgebern.

Während im August unsere Arbeitskollegen auf 2 oder 3 Wochen Urlaub entschwanden, hieß es für uns durchhalten und auf die Woche Urlaub im September hinarbeiten. Diese entpuppte sich dann als eine gute Mischung aus vorher ausgemachten Besuchen bei diversen Bekannten, schönen Spaziergängen entlang ewig langer Sandstrände, spontan gewählter Reiserouten und dem obligatorischen Pech mit dem Wetter – zumindest zum Ende der Reise hin.

Das 1. Wochenende verbringen wir abwechselnd in Kummerfeld (Landkreis Pinneberg bei Hamburg) und St. Peter Ording (SPO) in Eiderstedt. SPO hat es Tommy angetan und ich befürchte, daß er mich damit angesteckt hat. Wir sind nun schon das zweite Mal gemeinsam hier und ich glaube zu verstehen, warum er es hier so mag. Ein ewig langer Sandstrand, so breit daß man bei Ebbe das Gefühl hat, nie am Wasser anzukommen. Breit und fest genug für Autos, Camper und LKWs, die hier manchmal (nicht so ganz legal) sogar übernachten. Breit genug, um für das stattfindende Drachenfest zahlreiche Fressbuden, Verkaufsstände und Kinderspielecken aufzubauen und immer noch genug Platz für alles andere zu haben. Lang genug, daß man (etwas abseits von den Piers und Parkreihen der Autos) das Gefühl haben könnte, der einzige Mensch auf der Welt zu sein, der sich den Strand nur mit den Möwen und den angeschwemmten Krebsen teilt. Ja ich glaube, wir werden noch viele Male hierher zurückkehren um dieses einzigartige Gefühl von Freiheit, Meeresluft und -rauschen zu genießen.

Das Drachenfest verlief für die zahlreichen Teilnehmer leider nicht optimal, denn erst machte der nächtliche Regen einen Strich durch die Rechnung, weil der Sand zu nass war und sich die Drachen beim Ausbreiten auf dem Boden mit zu viel Feuchtigkeit vollsogen. Später löste zwar die Sonne dieses Problem buchstäblich auf aber der Wind war nicht stark genug, um die teilweise sehr großen Figuren mit genug Luft zu füllen und diese auch am Himmel zu halten. Zahlreiche kleinere Drachen hatten es in die Luft geschafft und hielten sich dort recht wacker, aber die größeren verendeten auf dem Sandboden.

Natürlich waren wir mit dem Dachzelt unterwegs, welches Tommys Auto den Spitznamen „dicker Schlumpf“ eingebracht hat (blau, weiße Haube, Ihr versteht schon). Von Freitag auf Sonntag standen und schliefen wir in einer großen Lagerhalle in Kummerfeld bei Tommys Bekanntschaft. Das klingt nicht nach Lagerfeuerromantik und Campingabenteuer und ja, die Aussicht beim Aufwachen war sicher nicht die beste bisher, aber in der Halle war es gefühlte 5-7 Grad wärmer als draußen und das machte einen gewaltigen Unterschied, schließlich befinden wir uns nicht mehr im Hochsommer und das merkt man an den nächtlichen Temperaturen. Das sollten wir in den kommenden Nächten noch zu spüren bekommen.

Am Sonntag verabschiedeten wir uns von Kummerfeld und setzten unsere kleine Reise durch den Norden fort. Es ging wieder Richtung SPO, aber wir stoppten in Tönning, ein Bade- und Luftkurort gelegen an der Eider. Tönning hat einen wunderschönen historischen Hafen, der bis vor ein paar Jahrzehnten von großer Bedeutung war. So erging es wohl vielen Gemeinden in der Region, wo die Bedeutung der Seefahrt Stück für Stück nachgelassen hat. Resultat sind viele leerstehende alte Lagerhallen, Schiffswerkstätten (Werften) und natürlich auch die alten Boote die teilweise noch heute in Form von Museumsschiffen zu bewundern sind. So wurde die alte Werft zu einem Bistro / Café / Biergarten umgewandelt welches wir aufgrund des Flairs gern besucht hätten aber wir waren auf Kaffee und Kuchen aus und irgendwie gab es dort keinen Kuchen. Glücklicherweise gibt es für dieses Bedürfnis noch viele andere Restaurants und Cafés im Ort und nach einem riesigen Windbeutel, ostfriesischem Tee (für mich zu stark dosiert, bitte unbedingt auf die Anweisung achten und den Teebeutel nur kurze Zeit im Wasser ziehen lassen!) und gedecktem Apfelkuchen (der Klassiker, das geht immer!) gings gestärkt weiter nach Westerhever, einem Ort auf einer kleinen Halbinsel etwas oberhalb von SPO gelegen. Ziel dieses Abstechers war der Leuchtturm Westerheversand der nur über einen längeren Spaziergang durch ausgedehnte Salzwiesen zu erreichen ist. Diese Salzwiesen befinden sich hinter dem eigentlichen Watt und werden nur hin und wieder bei extremen Wettervorkommnissen vom Meer geflutet. Trotzdem gedeihen Gras und Blumen hervorragend und so wundert es nicht, auch dort grasende Schafe vorzufinden. Der Leuchtturm wurde 1907 erbaut, ist 41,5 m hoch und die
angrenzenden beiden Häuser wurden bis 1979 noch von Leuchtturmwärtern bewohnt. Heute funktioniert er ferngesteuert von Tönning und so beherbergen die Häuser Freiwillige, die sich für den Schutz des Wattenmeeres einsetzen (es handelt sich ja auch um ein UNESCO Weltkulturerbe).
Für die Wanderung vom Leuchtturm zurück zum Deich und Parkplatz kann man den historischen Stockenstieg benutzen, der allerdings nur in diese Richtung und nur im Gänsemarsch absolviert werden darf um den Zustand des Stockenstieges nicht zu gefährden.

Die Nacht verbrachten wir wieder in St. Peter Ording, diesmal aber nicht am Strand (ähm ja, das haben wir bei unserem ersten Aufenthalt auch getan und das Aufwachen mit Meeresrauschen kann man durch fast nichts toppen) sondern auf einem Parkplatz etwas entfernt vom Deich. Während das Übernachen am Strand eigentlich verboten ist, handelt es sich hier um eine Art „Duldungs“Parkplatz und man macht hier auch mal ein Auge zu. Den Sonnenuntergang hingegen verbrachten wir natürlich am Strand und genossen das Farbschauspiel. Diese Nacht war definitiv kühler und trotz Thermo Inlay fürs Zelt war das Einschlafen aufgrund der Kälte etwas ungemütlich.

Freitag, 11. August 2017

Kurze Auszeit in Lübeck (Juli 2017)

Was tun, wenn sich die bessere Hälfte übers Wochenende mal wieder dem Verein verschrieben hat und im Rahmen des Sports nach Lübeck fährt, um sich dort zwei Tage lang auszutoben? Zu Hause bleiben und Trübsal blasen oder einfach mitfahren? Wer mich kennt, weiß natürlich, daß für mich nur die zweite Variante in Frage kommt, zumal ich bisher Lübeck noch nie einen Besuch abgestattet hatte und mich die Bilder bei einer oberflächlichen Google Image Suche sehr ansprachen. 

Zugegeben, die lange Fahrt von Thüringen nach Lübeck an einem Freitag Nachmittag schreckte mich etwas ab denn es gibt sicherlich bessere Reisezeiten für eine Strecke von knapp 500km aber Tommy fährt gern und unsere Handys sind vollgestopft mit Musik. Reisen an einem Freitag Nachmittag sind nicht automatisch von kilometerlangen Staus bedroht denn wir kamen wunderbar ohne große Verzögerungen durch. Lediglich kurz vor Hamburg staute es sich mal kurz weil es die Deutschen trotz Fahrschule einfach nicht in ihr Hirn bekommen, wie ein Reisverschlußverfahren effektiv funktioniert. Aber ich will nicht überheblich sein und meckern, ich wußte es früher ehrlich gesagt auch nicht. Wenn ich es recht bedenke weiß ich noch gar nicht mal, ob dies wirklich Thema in der Fahrschule war. Egal, darüber kann man sich mal an anderer Stelle den Kopf zerbrechen.

Gegen 19 Uhr erreichten wir die Jugendherberge in Lübeck und checkten in unser Zimmer ein. Leider gibt es in dieser Herberge keine Doppelzimmer und so mußten wir mit einem 6 Bettzimmer Vorlieb nehmen. Mit seinen 3 Doppelstockbetten, 6 Schließschränken sowie zwei Waschbecken war das Zimmer recht geräumig und bei unserer Ankunft war es nur von einer Person bewohnt. Sollte es vielleicht so bleiben? Man darf ja mal träumen….

Wir warteten den heftigen Regenschauer ab und machten uns auf den Weg auf eine kleine Entdeckungstour durch Lübeck. Von der Jugendherberge aus erreicht man das Stadtinnere bequem in ca. 10 Minuten Gehzeit. Da Entdeckungstouren auf leeren Magen keinen Spaß machen, suchten wir uns erstmal was zu essen und landeten bei Peter Pane, einem leckeren Burger Restaurant mitten in der Stadt mit vielfältiger Auswahl auch für Vegetarier. 

Beim anschließenden Schlendern durch die Altstadt suchte ich mir Objekte heraus, die ich am nächsten Tag fotografieren würde. Hauptziel war allerdings, die Turnhalle zu finden, in der Tommy in den nächsten zwei Tagen trainieren sollte. Um die Odysee kurz zu fassen; wir fanden sie nicht beziehungsweise konnten wir die Halle, die wir fälschlicherweise als unser Ziel identifiziert hatten aufgrund einer Baustelle und zahlreichen Absperrungen nicht erreichen. Tommy schaffte es dank eines Telefonats mit seinem Trainer am nächsten Tag trotzdem, rechtzeitig zur richtigen Halle zu gelangen und wie es der Zufall will, waren wir am Vortag sogar daran vorbeigelaufen, hatten sie aber nicht als Turnhalle erkannt. Wie sagt man so schön, shit happens.

Während also Tommy zwei Tage lang in dieser Turnhalle schwitzte und Kalorien verbrannte, erkundete ich fotografierend die Stadt, genoß das tolle Wetter, machte eine kleine Bootsfahrt durch die zahlreichen Wasserstraßen Lübecks (Trave), erfuhr dabei eine Menge über die Geschichte und Gepflogenheiten der Stadt und erklomm anschließend noch den Aussichtsturm St. Petri für herrliche Aussichten über die Stadt. Am Abend des Samstag zogen wir sogar noch mal beide mit unserem equipment los und schossen ein paar Fotos bei Nacht; solche Bilder mache ich besonders gern!

Ich mag die Architektur der Stadt und die Altstadt Lübecks ist nicht ohne Grund seit 1987 Teil des UNESCO Welterbes. Die typischen Backsteinhäuser in den teils recht engen Gassen vermitteln einen gepflegten Eindruck. In den Fenstern sieht man recht häufig die für die Region typische Dekoration (Rettungsringe, Möwen, Boote und Leuchttürme) und die meisten lokalen Geschäfte sind verspielt und liebevoll eingerichtet. Ich spreche nicht von den Läden, die man überall findet; die Ladenketten die sich wie Heuschrecken durchs Land ziehen und jeglichen lokalen Charakter vermissen lassen aber dies kritisiere ich in jeder deutschen Stadt. Mancherorts ist es so schlimm, daß man gar nicht genau weiß, wo man sich eigentlich genau befindet weil man überall die gleichen Läden sieht und nichts typisch einheimisches mehr übrig geblieben ist oder man diese Perlen suchen muß. Sicherlich versteht der ein oder andere Leser, was ich meine. 

Diese Perlen findet man in Lübeck größtenteils am Wasser (an der Trave), die sich wie ein Ring um die Innenstadt zieht. Dort liegen nicht nur historische Schiffe (teilweise Museumsschiffe) vor Anker, sondern dort sind auch urige Cafe´s und Kneipen beheimatet, sonderbare Läden und Flohmärkte. Dort zieht es mich hin, wenn ich die Atmosphäre einer Stadt einfangen möchte und auch in Lübeck wurde ich nicht enttäuscht. Eine besonders interessante Ecke ist zum Beispiel das Gebiet um die Media Docks; ein Stück Land zwischen Trave und Stadtgraben, wo man den Strandsalon errichtet hat, ein größeres mit Sand aufgeschüttetes Areal. Zum Entspannen stehen allerlei Sitz- und Liegemöglichkeiten zu Verfügung; von Liegestühlen, Strandkörben und bunt zusammengewürfelten Polstermöbeln oder wer nach Erfrischung trachtet, kann sich auch in den kleinen Pool begeben. Eine Bühne sorgt für Live-Unterhaltung und der angrenzende Volleyballplatz läßt Sportlerherzen höher schlagen. Nebenan stehen alte verlassene Kräne die früher zur Ent- und Beladung der Schiffe betrieben wurden und vermitteln das Gefühl, daß jederzeit ein Frachter vorbeigefahren kommen könnte, um nebenan entladen zu werden.

Hier übrigens ein besonders schönes Bild von oben, gefunden bei Wikipedia 

Um nochmal zur Jugendherberge zurück zu kommen, hier kommt natürlich auch eine kurze Beurteilung über unsere Unterkunft. Hier die Details: Am Gertrudenkirchhof 4, St Gertrud, 23568 Lübeck. Für zwei Nächte und zwei Personen haben wir insgesamt 82,80 EUR gezahlt (also etwas über 20 EUR pro Person pro Nacht). Die Jugendherberge ist recht groß und wird deswegen auch recht gern von größeren Gruppen genutzt (dafür sind sie ja auch da). Der Zustand der sanitären Anlagen war okay und ich fand es sehr praktisch, Dusche und WC in einem zu haben und nicht ständig hin und her wechseln zu müssen. Frühstück war inbegriffen und reichhaltig. Auswählen konnte man zwischen Brot und Brötchen, verschiedenen Obstsorten, Wurst und Käse und natürlich auch Marmelade, Honig und Schokoaufstrich. Müsli, Saft, Milch, Tee und Kaffee gab es auch. Wenn bestellt, konnte man sich auch ein Frühstück mitnehmen. Hätten wir es drauf ankommen lassen, hätten wir uns sicher auch eine der Papiertüten schnappen und etwas schmieren und mitnehmen können. 

Daß wir Idioten im Zimmer hatten, die von Rücksicht nichts verstanden, kann man der Jugendherberge natürlich nicht zum Vorwurf machen, aber Schlaf bekamen wir nur sehr wenig. Dabei kann ich noch nicht mal sagen, welche Variante ich bevorzugte. Variante 1, wo sie endlich schliefen, dabei aber laut schnarchten oder Variante 2, wo sie auch nach Mitternacht ständig aus dem Zimmer gingen, vorher ihr Schließfach am Schrank öffneten (dabei fiel jedesmal (!) lautstark eine Münze in den Auswurf), dieses wieder verschlossen, nur um es nach dem Eintreten wieder zu öffnen und zu schließen. Da lernt man Geduld und Beherrschung!

Am Sonntag sollte es schon wieder Richtung Heimat gehen aber nicht bevor wir einen kleinen Abstecher ans Meer gemacht hatten. Über Bad Schwartau (Name klingt bekannt? Da kommt die Marmelade her) gings mit einer Vielzahl anderer Tagesausflügler an den Timmendorfer Strand, wo wir unsere Füße mal wieder im Ostsee-Wasser baden wollten. Blöd nur, daß man dort ohne finanzielle Gegenleistung überhaupt nicht mehr ans Wasser kommt. Das Zahlen der Kurtaxe hätte ich mir noch gefallen lassen aber man wollte nur fürs Betreten des Strandes nochmal zusätzlich eine Art Nutzungsgebühr (zusätzlich zur Strandkorbmiete versteht sich). Sorry, aber für mich riecht das nach Abzocke! Der Strand gehört niemandem, er wurde von niemandem errichtet (außer natürlich der Zaun drumherum) und auch das Meer gehört niemandem. Wieso kann sich jemand das Recht herausnehmen, dafür eine Nutzungsgebühr zu verlangen? Irgendwann zahlen wir dann wirklich noch für die Luft, die wir zum atmen brauchen. Der Badetag am Strand kann so für eine Familie zu einer größeren finanziellen Ausgabe werden und in unseren Augen ist dies falsch! Wir haben unsere Füße schließlich doch im Wasser gehabt und natürlich haben wir dafür nichts gezahlt. Wäre ja noch schöner!

Der Norden hat einfach etwas anziehendes, was ich nicht in Worte fassen kann. Ist es das Klima, das Lebensgefühl, die Freiheit die man verspürt, wenn man aufs Meer hinausblickt? Ich kann es nicht beschreiben und vielleicht macht gerade dies den Reiz aus. Fakt ist, daß ich bald wieder Gelegenheit dazu haben werde, dieses Gefühl genauer zu durchleuchten, denn unser nächster Trip in den Norden steht schon recht bald an. Und wir werden natürlich berichten.

Eure Katja

P.S. In Lübeck wurden Tommy und ich von einem jungen Musiker angesprochen, der CDs seiner Band verkaufte. Sie kommen aus Estland und leben u.a. auch von ihren Plattenverkäufen. Sie nennen sich Illumenium und einige ihrer Songs sind richtig gut. Hört einfach mal rein, wenn es Euch interessiert.