Freitag, 26. Oktober 2018

Unser Urlaub in Holland - der Bericht Teil 1

Tag 1: von Köln nach Lanaken, Belgien
Unser Urlaub in Holland sollte in Köln beginnen. Grund hierfür war die jährlich stattfindende Fotomesse Photokina, die Katja schon immer mal besuchen wollte. Nicht aus technischem Interesse heraus, da sie bei der Fotografie nicht an der Technik interessiert ist, sondern eher um die Atmosphäre zu schnuppern. Sie hatte zwei Freikarten für den Samstag ergattert und so übernachteten wir von Freitag auf Samstag in Köln, um pünktlich mit unserer Besichtigung starten zu können. 

An den Ausstellungshallen angekommen, standen wir in einer langen Schlange von Menschen, die Einlaß begehrten und wir bekamen schnell eine Idee davon, wie voll es werden würde. Wie erwartet war es voll, laut und total verrückt. Ihr könnt Euch wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie viele Leute ihre komplette Fotoausrüstung in riesigen Rucksäcken durch die Hallen schleppten – keine Ahnung warum man sowas tut.

Um ehrlich zu sein, nach 4 Stunden waren wir total kaputt, müde und genervt von all den Menschen. Tommy hatte sich bei Sony besonders breit machen müssen, um dort mal mit einem Vertreter zu sprechen und seine Fragen loswerden zu können. Nachdem wir uns an gefühlten 100 Cewe Fotodruckstationen vorbei gedrängelt hatten, sehr viele beeindruckende Fotos ansgeschaut und noch viel mehr schlechte Schnappschüsse von Amateurausstellungen ertragen hatten, machten wir uns auf den Weg zurück zu unserem Auto und brauchten eine ganze Weile, um aus Köln herauszukommen. Erdogan war in der Stadt um eine Moschee einzuweihen und die halbe Stadt war aus Sicherheitsgründen abgeriegelt.

Nach Erreichen holländischen Staatsgebietes fuhren wir kurz danach nach Belgien ein. Kurz vor 19 Uhr erreichten wir unser Hotel in Lanaken, was sich in der Nähe von Maastrich befindet. Wir kauften noch schnell im Lidl ein da wir am Sonntag nichts bekommen würden und liesen den Abend im Steakhouse ausklingen, wo Katja als Nicht-Fleischesserin keinen Salat bestellen wollte und daher Fisch ass (der aber leider etwas zu trocken war).

Tag 2: von Belgien nach Zandvoort (Niederlande)
Um ein wenig von der Landschaft geniessen zu können, fuhren wir nicht die komplette Strecke in den Norden auf der Autobahn und landeten irgendwann am Nachmittag an einem schönen See in der Nähe von Vught, „De Ijzeren Man“, den wir komplett umrundeten. Das Wetter war fantastisch und der See gut besucht, er ist besonders beliebt bei Familien und auch Hundebesitzern, die ihre Vierbeiner Spazieren führen. Nach Kaffee und Kuchen im gut besuchten Café ging es weiter nach Zandvoort, westlich von Amsterdam. Hier hatten wir eine Ferienwohnung für die nächsten 3 Tage gemietet.

In Zandvoort fanden wir einen Stehimbiss „Fish+More“ und dort aßen wir eine riesen Portion Fish&Chips. Es war sehr schmackhaft aber Katja verträgt wohl dieses frittierte Zeugs nicht mehr wirklich gut und verbrachte die halbe Nacht auf der Toilette, weil es ihr furchtbar im Magen rumging.

Tag 3: der Wahnsinn in Amsterdam
Nach all dem fantastischen Wetter in den letzten Tagen waren wir heute besonders enttäuscht über den Regen, mit dem wir aufwachten. Aber gegen das Wetter konnten wir nichts tun, also hieß es Zähne zusammenbeißen und durch. Zwischendurch klarte das Wetter sogar auf und der Regen beehrte uns nur noch in einigen unregelmäßigen aber heftigen Abständen. Wir liefen planlos durch Amsterdam, denn wir wollten nichts spezielles sehen. Auf einer Karte hatte ich ein paar Sehenswürdigkeiten eingekreist aber irgendwie verliefen wir uns ständig und kamen diesen nicht wirklich näher. 
Da wir sowieso eine Bootsfahrt in den Grachten Amsterdams geplant hatten, bestiegen wir erstmal ein Boot, um die Stadt vom Wasser aus zu betrachten und einen Überblick verschaffen zu können. Anbieter für Grachtenfahrten gibt es sehr viele in Amsterdam, preislich liegen sie alle zwischen 10-20 Euro, je nach Länge der Tour. Durch das weitverzweigte Wasserstraßennetz fährt nicht jeder Anbieter exakt die gleiche Strecke ansonst wäre es dort wahrscheinlich noch voller, als es sowieso schon ist. An manchen Stellen warten mehrere Boote um zu wenden oder in eine besonders enge Stelle einfahren zu können. Mehr Ausflugsboote sollten dort wirklich nicht mehr fahren.

Die Bootsfahrt war nicht nur toll um sehenswerte Eindrücke der Stadt zu erhalten sondern auch wissenswerte Informationen über Amsterdam. So sind die Häuser an der Wasserfront deshalb so schmal, weil die Häuser nach Breite besteuert wurden. So verzichtete man darauf, besonders breite Häuser zu bauen und breitete sich lieber in der Länge aus oder baute Hinterhäuser. Es gibt einige sehr breite Häuser an der Wasserfront und sie sind ein Zeichen dafür, daß hier früher reiche Handelsfamilien lebten, die mit ihrem Geld nicht geizen mußten. 

Die Gebäude sind so schmal, daß man unmöglich Möbel oder andere sperrige Güter über die schmalen Treppenaufgänge transportieren kann. Aus diesem Grund sind an vielen Gebäuden Seilwinden am Giebel befestigt, mit dessen Hilfe Möbel durch die Fenster in oder aus der Wohnung befördert werden. Mit der Zeit wurden die Gebäude sogar mit einem leichten Sturz nach vorne gebaut, um die Arbeit mit den Seilwinden zu erleichtern. 

Laut Wikipedia liegt ungefähr die Hälfte des Landes weniger als einen Meter über, rund ein Viertel des Landes unterhalb des Meeresspiegels. Die flachen Gebiete werden durch Deiche vor Sturmfluten geschützt. Hat die Nordsee Flut, liegt der internationale Flughafen Schiphol 5 Meter unter dem Meeresspiegel und Amsterdam immerhin noch 1,5 Meter. 

Amsterdam ist für seine zahlreichen Hausboote in den Grachten bekannt. Die Hausboote gibt es aufgrund der Wohnungsnot in der Stadt, wobei nicht alle Hausboote registriert sind. Die legalen Boote sind ganz normal an Strom und Abwasser angeschlossen. 

Die Grachten stellen eine Gefahr für den Straßenverkehr dar, auch wenn sich dies im ersten Moment etwas komisch anhört. Aber es sind schon zahlreiche Autos im Wasser gelandet weil jemand seine Handbremse nicht richtig angezogen hat. Aus diesem Grund gibt die Stadt regelmäßig viel Geld für Absperrungen in Form von recht niedrig verlaufenden Metallröhren aus, die Autos am Wegrollen in die Grachten hindern sollen. Diese gibt es allerdings nicht überall und so landet noch immer im Schnitt täglich ein Auto im Wasser und muß aufwendig wieder herausgezogen werden. Ob Autoversicherungen in Amsterdam aufgrund der Nähe zum Wasser teurer sind, wäre mal eine interessante Frage, die es zu recherchieren gilt.

Die Niederlande und vorallem Amsterdam sind bekannt für die Fahrradliebe ihrer Bewohner. Motorroller und Scooter erfreuen sich zwar auch immer größerer Beliebtheit, werden aber den Fahrrädern nicht den Rang abfahren können. Fahrräder sind überall und ihre Besitzer fahren so schnell und teilweise auch rücksichtslos, daß man aus dem Weg springen muß, um nicht überfahren zu werden. Als Fußgänger kann man sich eigentlich immer sicher sein, daß ein Auto stoppt, wenn man mal unachtsam auf die Straße gelaufen ist (kommt in den engen Gassen schon mal vor, wenn man Müllsäcken, geparkten Fahrrädern / Autos oder anderen Hindernissen ausweicht) aber bei den Fahrradfahrern in Amsterdam sollte man sich darauf nicht verlassen. Im übrigen herrscht in den Niederlanden keine Helmpflicht, weder für Fahrräder noch für Motorroller.

Nach einem anstrengendem Tag saßen wir mit müden Füssen im Zug zurück nach Zandvoort, als es bereits dunkel wurde und ließen den Tag in aller Ruhe ausklingen.











Mittwoch, 10. Oktober 2018

Reise durch Holland – die Unterkünfte


Wie Ihr das bereits von uns kennt, schauen wir uns auch für diese Reise die Unterkünfte etwas genauer an, bewerten unsere Schlafmöglichkeiten und lassen Euch wissen, wo es uns besonders gut gefallen hat. Wenn Ihr uns ein wenig unterstützen und selbst auch davon profitieren möchtet, bucht doch bitte Eure nächste Unterkunft bei booking.com über diesenLink. Wenn Ihr zum ersten Mal bei booking.com bucht und diese Übernachtung auch tatsächlich wahrnehmt, gibt dies einen 15 Euro Gutschein für beide Parteien. Sollte dies aus irgendwelchen Gründen nicht funktionieren, laßt es uns bitte wissen und wir werden dies bei booking.com melden.

Einfach Gut Schlafen, Gröppersgasse 42, Rath/ Heumar, 51107 Köln; 58,70 Euro für ein Zweibettzimmer inkl. Frühstück

Aufgrund unseres Zwischenstopps in Köln für die Photokina benötigen wir hier eine Unterkunft und entschieden uns für „Einfach Gut Schlafen“ in Rath/ Heumar, einem Vorort von Köln. Die Anbindung an die Messe ist super einfach, da sich in nur ein paar Minuten Fahrtzeit ein Park and Ride Parkplatz direkt neben der U9 Endhaltestelle Königsforst befindet. Laut google Maps läuft man ca. 11 Minuten von der Unterkunft zur Haltestelle Königsforst. Mit der U9 fährt man ohne Zwischenstop in knapp 15 Minuten direkt zum Messegelände – einfacher könnts gar nicht gehen.

Die Unterkunft hat viel Charme und hat uns auf Anhieb gefallen. Die Eigentümerin erzählte uns, daß es sich hierbei früher um Stallungen gehandelt habe und das erklärt auch den zusammengewürfelten Look von verschiedenen Bauteilen, die alle durch ein Glasdach miteinander verbunden sind. Dadurch wurden gleichzeitig Sitzgelegenheiten außerhalb der Gebäude geschaffen, die trotzdem überdacht und super gemütlich sind. So könnte man auch im Regen draußen sitzen ohne naß zu werden. Das Grundstück ist liebevoll und sehr detailverliebt eingerichtet und überall entdeckt man putzige Details, die einen Schmunzeln lassen.

Unser Zimmer war ausgeschrieben als Zweibettzimmer und beinhaltete ein Einzelbett unten sowie ein kleineres Doppelbett oben (ich vermute, das war vielleicht früher der Heuboden). Nach oben führte eine schmale aber durchaus sichere Treppe. Das Bett ist breit genug für zwei und so schliefen wir beide oben. Außerdem im Zimmer befanden sich ein großer Kleiderschrank und ein Sofa. Um in das Zimmer zu gelangen, läuft man durch das Bad hindurch und sollte somit auch immer sicherstellen, die Außentür ordentlich zu verschließen, wenn man seine Privatsphäre benötigt. Da sich das Zimmer am Ende des Ganges befand, hat man allerdings auch keinen „Durchgangsverkehr“ vor dem Zimmer zu befürchten und seine Ruhe.

Das Frühstück wird im privaten Eßzimmer der Familie serviert und fiel mehr als reichlich aus. Am Abend darf man seine Wünsche äußern (Wurst ja oder nein, viel Käse oder lieber gar nicht) und am nächsten Tag ist alles liebevoll hergerichtet und bereits im Kühlschrank vorbereitet (die Gastgeberin mußte am nächsten Tag arbeiten und konnte sich deshalb nicht persönlich um uns kümmern, was aber kein Problem war). Man fühlt sich so dermaßen zu Hause, daß wir nach dem Frühstück sogar ganz brav den Geschirrspüler einräumten, weil wir das dreckige Geschirr nicht einfach rumstehen lassen wollten- wir wurden halt anständig erzogen.

Unsere Schulnote für Einfach Gut Schlafen: 1


Hotel Admiraal, Staatsbaan 81, 3620 Lanaken, Belgien; 85 Euro für ein Doppelzimmer inkl. Frühstück
Das Hotel Admiraal befindet sich direkt an der Hauptstrasse des Ortes, da wir aber unser Zimmer zur anderen Seite heraus hatten, wurden wir nicht durch Straßenlärm belästigt. Unten befindet sich das Restaurant Admiraal, welches kaum besucht wurde, auch abends nicht. Das Doppelzimmer war spartanisch eingerichtet mit einem kleinen Schreibtisch, Fernseher, Garderobe und ein paar extra Decken, die wir aber nicht benötigten. Auch das Bad war nichts Besonderes, Badewanne mit Duschspritzschutz aus Glas, alles sauber.

Nach der liebevollen Dekoration die Nacht zuvor wirkte hier alles etwas trist und verschlafen, aber dafür kann ja das Hotel nichts. Sie konnten auch nichts für die laute Musik, die uns zum Einschlafen begleitete und eventuell vom Parkplatz nebenan zu uns herauf wummerte. Könnte sein, daß es sich um ausländische LKW Fahrer handelte, die ihr Abendessen auf dem Grill zubereiteten und noch ein paar Bier kippten, bevor sie sich in ihren LKW zurückzogen, aber wie gesagt, es könnten auch Nachbarn gewesen sein, wir können es nicht genau sagen. Glücklicherweise lief die Musik nicht allzulange und hinderte uns daher nicht am Einschlafen.

Das Frühstück im Admiraal war ebenfalls reichlich. Es dauerte allerdings eine Weile bis wir verstanden hatten, daß wir Tee und Kaffee vorne an der Bar bzw. bei der Angestellten bestellen mußten, die zwischendurch die Tische abräumte. Sie sprach nicht viel Englisch aber wir verständigten uns irgendwie zu „een thee en een koffie“.

Unsere Schulnote für das Admiraal: 2


Aquarius Pension, Koninginneweg 43, 2042 NK Zandvoort, Niederlande; 3 Nächte für 225,00 Euro (inkl. Kurtaxe) (Ferienwohnung)
Für unseren Besuch in Amsterdam wollte ich dort kein Hotel buchen, weil ich da keine schönen Erfahrungen gemacht habe und bereits vor vielen Jahren in Zandvoort übernachtet hatte. Daher wußte ich, wie einfach und unbeschwert es ist, mit dem Zug knapp 30 Minuten nach Amsterdam zu fahren, keinen Parkplatz suchen zu müssen und einfach nur den Tag zu geniessen. Vom Aquarius läuft man keine 10 Minuten zum Bahnhof.

Unsere Ankunft und das Einchecken verliefen problemlos. Es war niemand im Haus aber ich rief die Eigentümer an, erhielt Instruktionen wie wir ins Haus gelangen konnten und nach ein paar Minuten war der Eigentümer dann auch da, um alles weitere zu regeln. Parken kann man links und rechts vom Haus, vor dem Haus benötigt man einen Parkausweis, den man bekommen hätte. Wie in Holland üblich, war der Treppenaufgang ins Obergeschoss eng und man wundert sich, wie man in das schmale Haus oben noch 4 Zimmer rein bekommt, aber es scheint ja irgendwie zu gehen. Unser Zimmer war gemütlich und nicht zu klein mit Doppelbett, kleiner Küchenzeile (ohne Kochmöglichkeiten aber mit Mikrowelle), kleinem Eßtisch, großem Kleiderschrank und einer geräumigen Terrasse, die wir leider aufgrund des nicht so idealen Wetters kaum nutzen konnten. Wirklich schade. 

Das Badezimmer ist winzig, aber alles wichtige hat man irgendwie unterbekommen. Wir haben darüber gescherzt, daß man sich im besoffenen Zustand keine Sorgen zu machen braucht, weil man dort sicherlich nicht umfallen kann (zumindest nicht in der Breite des Raumes). Zum Auf-dem-Klo-Sitzen ist es allerdings schon sehr eng, mit langen Beinen weiß man wahrscheinlich gar nicht so recht, wohin damit. Aber das war ja noch nie mein Problem.

Im Foyer liegen allerhand Flyer und Infobroschüren aus um Unentschlossenen bei der Gestaltung ihres Tages behilflich zu sein. Es handelte sich um eine Ferienwohnung, für Verpflegung kamen wir also selbst auf. Netterweise ist aber Tee und Kaffee (und auch ein wenig Kaffeesahne) vorhanden so daß wir nach unserer Ankunft erstmal ganz entspannt ein Täschen geniessen konnten.

Unsere Schulnote für Aquarius: 1


De mallemolen, 1 e Guiswegdwarsstraat 1, 1544 BZ Zaandijk, Niederlande; 85 Euro für ein Doppelzimmer inkl. Frühstück
Wer denkt, daß es kleiner nicht mehr geht, hat noch nicht im De mallemolen übernachtet. Wie auf dem nebenstehenden Foto zu erkennen ist, ist das Haus nicht länger als Tommys Ford Kuka. Betritt man das Haus, steht man in der Küche und kann dann gleich links abbiegen in das Doppelzimmer, in dem wir geschlafen haben. Rechts ist eine Tür, über die es nach oben ins dort befindliche Doppelzimmer geht. Unser Zimmer war erstaunlich groß mit Doppelbett, kleinem Tisch und 2 Stühlen, einem Kühlschrank (den es eigentlich gar nicht gebraucht hätte) und einem kleinen Regal. Das Bad ist normal klein (oder groß, je nach Ansichtssache).


Die Bettwäsche auf dem Bett war zu dünn und hätte es den Heizkörper im Zimmer nicht gegeben, der auch nachts lief, hätte ich gefroren. Die Küche ist sehr schmal und besteht eigentlich nur aus einer Tischzeile an der linken Wand und einer kleinen Spüle inkl. Kaffeemaschine und Wasserkocher auf der rechten Seite. Das umfangreiche Frühstück wird von den Eigentümern am morgen gebracht und auf dem schmalen Tisch arrangiert. Für uns zu zweit hat das vom Platz her vollkommen gelangt, aber mit 4 Personen wäre das definitiv zu eng, man müßte wahrscheinlich in Schichten essen. Oder alles wird rechts auf der Spüle aufgestellt, das kann natürlich auch sein. Wir waren jedenfalls froh, das Häusle für uns zu haben.

Man schläft direkt an der Hauptstraße und hört daher auch ein bißchen den Straßenlärm aber dafür ist die location super. Man läuft nur knappe 15 Minuten nach Zaanse Schans, dem historischen Windmühlendorf, das täglich unzählig viele Besucher anzieht. Dabei kommt man auch gleich noch am Spar vorbei und kann Lebensmittel einkaufen, falls das erforderlich sein sollte. Wir haben uns hier für unseren im Dorf gekauften Käse eine Flasche Wein für den Abend geholt – ein wenig Luxus darfs schon sein.  

Unsere Schulnote für das mallemolen: 1,5

Landgoed Rhederoord nabij Arnhem, Parkweg 19, 6994 CM De Steeg, Niederlande; 70,20 Euro für ein Doppelzimmer ohne Frühstück (zusätzlich 15 Euro pro Person)
 Das Landgut fand Tommy auf der Suche nach einem See oder dergleichen wo wir eine schöne Zeit verbringen könnten. Die Bilder sprachen uns sofort an und wir waren angetan von der Vorstellung, mal in einem richtigen Schloss zu übernachten. Ein Schloss ist es zwar nicht, aber so wirkte es zumindest auf den Fotos (dort wirkte das Gebäude größer und tatsächlich ein wenig wie ein Schloss). Das Anwesen macht bereits bei der Anfahrt einen überzeugenden Eindruck und die umliegenden Gebäude (Wellness Center, Restaurant etc) bezeichnete ich spaßeshalber als die Wohnanlagen für die Bediensteten. Wer weiß, ob es früher nicht so gewesen ist? Die Gebäude liegen eingebettet in einen wunderschön hergerichteten Park und einem kleinen Wald, die zum Spazierengehen einladen. In der Umgebung ist nicht viel, man ist also fürs Abendessen entweder aufs Restaurant angewiesen oder man braucht ein Auto um in den nächstgelegenen Ort zu fahren. Dort befinden sich allerdings einige Restaurants direkt an der Hauptstraße.

Das Personal war sehr freundlich und alsbald standen wir in unserem kleinen aber stilvoll eingerichteten Zimmer, wo es mir vor allem die riesigen Panoramafenster sofort angetan hatten. Nach Tee und Kaffee machten wir uns nochmal auf den Weg, die Umgebung zu erkunden. Schade, daß die Broschüren alle nur auf holländisch erhältlich waren.

In der Nähe könnte sich eine Militärbasis befinden, denn am Abend donnerten einige Kampfhubschrauber sehr niedrig über unsere Köpfe hinweg. Sie flogen allerdings ohne Licht, waren also eventuell in einer Übung und daher vielleicht nur „zufällig“ vor Ort. Auch die in der Nähe befindliche Bahnstrecke und die sie benutzenden Züge hört man sehr deutlich, nachts fahren sie allerdings nicht.

Das Bett war das bequemste während unserer ganzen Zeit in Holland, obwohl die anderen Betten nicht wirklich schlecht waren. Auch dieses Frühstück ist reichlich (wie von solch einer Adresse zu erwarten) aber keine 15 Euro pro Person Wert. Dafür blieben wir extra lang sitzen um uns den Bauch voll zu schlagen.

Die Location ist übrigens für Hochzeiten sehr beliebt; wir erfuhren daß dort jedes Wochenende mindestens eine Hochzeit stattfindet. Allerdings ist man diesbezüglich bereits bis September 2019 ausgebucht, falls Ihr also Ambitionen habt müßt Ihr den Termin eventuell nach hinten verschieben….

Unsere Schulnote für das Landgoed: 1












Samstag, 22. September 2018

Tragesysteme von blackrapid.com

Wir sind beide viel unterwegs und haben dabei fast immer unsere Kameras dabei um das Erlebte in Fotoform festhalten zu können. Der beim Kauf einer Kamera beigefügte Standardgurt hat sich als sehr unpraktisch erwiesen und wird von uns schon seit Jahren nicht mehr verwendet. Damit hängt man sich die Kamera entweder um den Hals, was bei einer SLR (Spiegelreflexkamera) und dazugehörigem Objektiv viel zu unbequem und aufgrund des Gewichts durchaus auch schmerzhaft sein kann oder über die Schulter und läuft dabei Gefahr, daß die Kamera herunterrutscht. 

Um diese beiden Nachteile zu vermeiden, nutzen wir ein Tragesystem von blackrapid.com und zwar den R-Strap Sling Kameragurt mit „ergonomisch gewinkelter, atmungsaktiver Schulterauflage und Stabilisierungsriehmen“. Der Gurt verläuft diagonal um den Oberkörper, während die Kamera seitlich vom Körper an einem Karabiner hängt, der sich entlang des Gurts bewegen läßt. Somit ist ein blitzschneller Zugriff auf die Kamera gewährleistet, die man einfach von ihrer Position an der Hüfte in die richtige Schussposition zieht und sofort abdrücken kann. 

Die Kamera wird über den FastenR-5 und einem Karabiner am Stativgewinde befestigt und ist dadurch in keinerweise in ihrer Bedienung eingeschränkt. Der Karabiner ist mit Schraubhülse ausgestattet und somit kann sich der Karabiner auch nicht einfach so öffnen und damit die Kamera unter Umständen herunterfallen. Für noch mehr Sicherheit gibt es außerdem eine Lockstar-Manschette für den Karabiner, die vor versehentlichem Öffnen des Karabiners schützen soll. Katja nutzt den Lockstar nicht weil sie ihn als störend empfindet, Tommy hingegen schon. Allerdings haben wir beide auch unterschiedliche Systeme, wie wir den Tragegurt verwenden. Dazu später mehr.

Tommy style (+Problem Manschette/Vinyl FastenR-5)
Für mehr Stabilität ist der Kameragurt mit einem Stabilisierungsriehmen ausgestattet, der unter dem rechten Arm (Ausführung für Rechtshänder, den Gurt gibts auch für Linkshänder) verläuft und Riehmen vorne und hinten miteinander verbindet. Somit kann der Gurt nicht verrutschen. Und damit die Kamera bei größeren Wandertouren nicht umherbaumelt, sind ebenfalls zwei „Cam-Lock-Stopper“ vorhanden, mit denen das Rutschen der Kamera entlang des Gurtes verhindert werden kann. Der Kameragurt wurde schon vielfach ausgiebig praxiserprobt und hat sich dabei bewährt. Katja ist mit diesem Gurt und ihrer SLR 2016 zwei Wochen auf dem Jakobsweg gewandert und möchte den Gurt seither nicht mehr missen.

Wie bereits angekündigt, handhaben Katja und Tommy ihre Kameragurte etwas anders. Im Übrigen ist Katjas Gurt etwas schmaler, da es ihn auch in der Curve Version gibt, die vorallem für schmalere Fotografen und/ oder Frauen konzipiert ist. Es gibt Situationen, wo man die Kamera doch mal vom Gurt trennen möchte. In diesem Fall entfernt Tommy den FastenR-5 aus dem Stativgewinde und muß dafür natürlich erst die Manschette lösen, die über dem Karabiner liegt. Dafür kann er die Kamera allerdings auch flach auflegen. Katja hingegen öffnet einfach den Schraubverschluss vom Karabiner und hängt diesen aus dem FastenR-5 aus. Das geht schneller, allerdings kann man die Kamera nicht flach auflegen, weil der FastenR-5 noch in der Kamera steckt. Ein falsch oder richtig gibt es hier nicht, da es sich um persönliche Vorlieben und Praktikabilität handelt.

Über den Shop von enjoyyourcamera.com bezahlt man für den blackrapid Kameragurt je nach Ausführung ca. 70 Euro. Es gibt noch andere Varianten zum Beispiel ohne Stabilisierungsriehmen, für zwei Kameras (die hängen dann jeweils links und rechts) oder auch als Handschlaufen. Die Handschlaufen haben wir uns auch zugelegt wenn wir nur mal kurz irgendwo mit der Kamera hinwollen. Die Handschlaufe kostet ca. 27 Euro (ohne FastenR-5, den man unter Umständen noch zusätzlich benötigt und extra kaufen kann).

Katja style (+Abnutzung Karabiner)
Möchte man Kameragurt und Handschlaufe im Wechsel nutzen, spielt die unterschiedliche Art und Weise des Tragens des Kamergurts eine entscheidende Rolle. Die neuen FastenR-5 sind aufgrund der Vinylbeschichtung etwas dicker als die alten, die keine Beschichtung hatten und passen daher bei Nutzung der Lockstar- Manschette nicht mehr auf den Karabiner. Daher braucht man zwei FastenR-5 (jeweils am Kameragurt und an der Handschlaufe) und somit ist Tommys Handhabe die funktionierende. Nutzt man die Manschette sowieso nicht, paßt auch der vinylbeschichtete FastenR-5 in den Karabiner und somit kann Katja auch weiterhin den FastenR-5 in der Kamera belassen und tauscht einfach Gurt gegen Schlaufe.

Die Beständigkeit des Materials müssen wir definitiv im Auge behalten, denn bei Katja (sie nutzt ihren Kameragurt schon wesentlich länger als Tommy) hat sich der Karabiner schon mächtig abgenutzt. Vielleicht ist das ständige Tragen einer SLR und schwerer Objektive (z.B. eines großen Teleobjektives wie das 70-200mm) eine zu hohe Belastung für das Material?

Hier die nötigen Links:








Freitag, 7. September 2018

Teil 2: Unsere Erfahrungen mit dem abgestützten James Baroud Dachzelt


Wie im ersten Teil beschrieben, sahen wir uns aufgrund der fehlenden Stabilität der Dachreling sowie der Gewichtsproblematik gezwungen, einen erheblichen Teil der Dachlast vom Auto weg in den Boden zu leiten, um größere Schäden am Auto zu vermeiden. Die Stützen passen hinter die Vordersitze wo dann keine Passagiere mehr sitzen können, aber wir reisen sowieso nur zu zweit. 

Bei einem Fünftürer zeigt sich ziemlich bald der größte Nachteil dieser Stützen; sie stehen nämlich direkt vor allen vier Türen, die man aufgrund der geringen Entfernung (ca. 20 cm) nicht mehr aufbekommt. Also räumt man alle Utensilien in den Kofferraum und sollte dabei auch den ganzen Kleinkram nicht vergessen, der sich sonst in den Fahrer- und Beifahrertüren oder im Handschuhfach befindet, also Sonnenbrillen, Taschentücher, Kartenmaterial, Geldbeutel usw. sonst klettert man später nochmal durchs ganze Auto und versucht sich so lang wie möglich zu machen, um benötigte Hilfsmittel aus dem Fahrerraum zu fischen. Lebensmittel, Campingkocher und alles weitere versucht man zwar so clever wie möglich zu packen aber wie das ja mit großen Rucksäcken oder Koffern auch meistens ist; das was man sucht, steckt entweder ganz unten oder in unserem Falle eben ganz vorn. Das nervt mit der Zeit.

Steht man mehrere Tage auf ein und demselben Campingplatz und möchte Ausflüge mit dem Auto unternehmen, schraubt man die Stützen morgens ab, um sie am Nachmittag wieder aufzusetzen. Auch das nervt mit der Zeit, auch wenn wir in der Zwischenzeit sogar recht schnell mit der Montage bzw. Demontage geworden sind.

Irgendwie mußte eine andere Lösung her und zwischenzeitlich hatten wir sogar mit der Überlegung geliebäugelt, einen Kredit aufzunehmen und einen Wohnanhänger zu kaufen, den man einfach auf dem Campingplatz stehen lassen kann während man mit dem Auto kleine Ausflüge macht. Da unser großer Traum noch immer ein ausgebauter Bus ist, konnten wir uns mit der Wohnanhängeridee letzten Endes doch nicht wirklich anfreunden und überlegten weiter.

Beim Stöbern im Internet ist Tommy auf freebird gestoßen, ein kleines Unternehmen in der Nähe von Hamburg, das Anhänger mit Zelten bestückt und fürs Camping umbaut. Dabei kann man das Zelt dort entweder gleich mit erwerben oder den Anhänger für sein eigenes Zelt konfigurieren lassen. Tommy telefonierte mit dem Inhaber Steffen um unsere Möglichkeiten zu bequatschen und schon bald war klar, daß wir diese Variante bevorzugten. 

Wir kauften also einen Anhänger bei freebird, der nach unseren persönlichen Vorstellungen umgebaut wurde. Unser Zelt sitzt nun fest auf dem Hänger (kann aber auch demontiert werden) und muß somit nicht mehr mühseelig auf das Auto hochgewuchtet werden. Das ausziehbare Ladesystem ist auf Euronormboxen ausgelegt und damit hat man alle Ausrüstungsgegenstände, Klamotten und dergleichen sofort zur Hand und weiß vor allem gleich, wo sie sich befinden. Entschieden haben wir uns für 4 Boxen der Größe 60x40x28,5 und 4 Boxen a 40x30x28,5 der Firma Auer

Das Beste daran jedoch ist, daß der Kofferraum so gut wie leer bleibt und man für tägliche Ausflüge nicht das ganze Geraffel herumfahren muß. Es verbleibt im verschlossenen Hänger auf dem Campinglatz und purzelt beim Befahren der Serpentinstraßen nicht mehr durchs Auto.

Zusätzlich haben wir noch einen Faltpavillon erstanden, der uns Schutz vor Sonne, Wind und Regen bietet. Und wenn es mal zu windig wird und wir den Pavillon lieber wieder einpacken um ihn später nicht hundert Meter weiter zerbeult einsammeln zu müssen, können wir uns ganz bequem ins Auto setzen denn hier stören mittlerweile keine Stützen mehr von außen oder Kisten und Rucksäcke von ihnen. Welch ein Luxus im Vergleich zu früher. Mit diesem Setup sind wir definitiv der Hingucker auf jedem Campingplatz, denn sowas haben die wenigsten schonmal gesehen. Wer uns mal unterwegs antreffen sollte, nur zu, sprecht uns an, wir beißen nicht und beantworten gern Eure Fragen!

Mit dem Anhänger dürfen wir nur noch max. 100 km/h fahren und haben unser Reisen somit wesentlich entschleunigt. Das Ankommen dauert unter diesen Umständen etwas länger als sonst, aber wir haben uns daran gewöhnt. Bei dem Zustand der deutschen Straßen, all den Baustellen und Staus auf unseren Autobahnen kann man oft sowieso nicht schneller fahren.

Zusammenfassend kann man sagen, daß sich unsere Dachzelt Situation folgendermaßen weiterentwickelt hat: Vom einfachen Dachzelt zum Dachzelt auf Stützen zum Dachzelt aufm Anhänger.

Hier eine grobe Kostenaufstellung:
Dachzelt 3.000 EUR (separat gekauft)
Anhänger inkl. aller Umbauten 2.900 EUR
Eurobehälter 120 EUR
Wegfahrsperre Anhänger und Bremskeile 50 EUR

Unser Dachzelt – ein James Baroud Hartschalenzelt


Wie aus vielen unserer Reiseberichte zu entnehmen ist, haben wir seit März 2017 ein Dachzelt. Dabei handelt es sich um ein James Baroud Dachzelt Evosion, ein Hartschalenzelt, auf welches der Hersteller 5 Jahre Garantie für Dachschale, Zeltstoff und Mechanik gewährt. Der Vertrieb von James Baroud läuft über die Genesis Import GmbH, die ihren Showroom ganz in Katjas Nähe in Schwarzach am Main betreibt. Zum regelmäßig stattfindenden Tag der offenen Tür haben wir damals dort vorbeigeschaut und uns auch sofort für ein Zelt entschieden, es gekauft und montieren lassen.

Auf Campingplätzen und auch unterwegs werden wir oft auf das Zelt angesprochen, deswegen möchten wir gern ein paar Ausführungen zu dieser Thematik geben. Angelehnt sind unsere Bemerkungen an einen Artikel in SpiegelOnline aus dem Jahre 2017, der sich sehr gut mit der hier zu beschreibenden Problematik befaßt.

Aber vorher noch ein paar Zahlen zur Einordnung des Zeltes: es wiegt ca. 68 kg, hat zusammengeklappt eine Höhe von 33,5 cm und bietet geöffnet einen knappen Meter Sitzhöhe (98 cm), was für Tommy nicht ganz zum Sitzen ausreicht, für Katja allerdings schon. Unsere kleinere Zeltausführung hat eine Liegefläche von 198 x 140 cm, ausreichend für zwei Personen. Es gibt größere Ausführungen mit zum Beispiel 160 cm Liegefläche, wenn mehr als 2 Personen im Zelt schlafen sollen. Ebenso längere Zelte für die Montage auf Bussen, sowie alles mögliche Zubehör an Zelten, Planen und ähnlichem. Eine Leiter ist natürlich in der Grundausstattung enthalten, sowie eine Matratze, Fliegengitter, eine Lampe (mit 12 Volt wiederaufladbar) sowie ein kleiner Solarventilator an der Decke des Zeltes. Ausgestattet ist das Zelt mit Gasdruckfedern, die das Zelt beim Lösen der Verschlüsse sofort und ohne mechanische Einwirkung aufrichten. Der Zeltstoff ist wasserabweisend und hat uns bereits einige Male vor teils heftigem Regen geschützt. Hier kann man sich die verschiedenen James Baroud Modelle anschauen.  

Tommy fährt einen Ford Kuka mit erlaubter Dachlast von 75 kg. Hier wurde aus
drücklich von dynamischer Dachlast gesprochen, was uns den Eindruck gegeben hat, daß wir das Dach im stehenden Zustand (statisch) höher belasten können. Nach einiger Zeit bemerkten wir allerdings, daß sich die Dachreling ein wenig verbog, was man natürlich selbst nicht bemerkt, wenn man sich im Zelt befindet. Wir befürchteten Schäden an der Reling und noch schlimmer, am Fahrzeugdach und mußten uns etwas einfallen lassen, wie wir den Druck auf das Dach von 68 kg Eigengewicht plus zwei erwachsenen Personen verringern konnten. 

Die Dachreling und Halterung von Thule wurden zwar vom Verkäufer des Dachzeltes als vollkommen ausreichend bezeichnet aber welcher Verkäufer würde etwas anderes behaupten? Der oben verlinkte Artikel aus dem Spiegel erläutert sehr anschaulich die Problematik der fehlenden Differenzierung von dynamischer und statischer Dachlast und daß man sich als Verbraucher in einer Grauzone befindet. Denn die angegebene Dachlast ist eigentlich immer eine dynamische, bezieht sie sich doch auf ein fahrendes Fahrzeug. Schläft dann der Kunde im Zelt überschreitet er bereits die angegebene Dachlast und könnte bei auftretenden Schäden in die Röhre schauen, schließlich kann sich der Autohersteller auf unsachgemäße Nutzung berufen. Die Zelthersteller versichern natürlich, daß es bisher keine Schäden an Fahrzeugen gegeben hat und alles TÜV geprüft ist. Der Kunde hingegen fürchtet, im Schadensfalle trotzdem den Kürzeren zu ziehen.

Nach langem hin und her entschieden sich Tommy und ein Kumpel, vier Stützen für das Zelt zu bauen, die den Großteil der Dachlast zum Boden ableiten würden. Vorher wurden die Thule Halterungen an Anfang und Ende der Reling versetzt und ein „H“ aus 25x25mm und 2,5mm starkem Stahlprofil unter dem Dachzelt befestigt wodurch der Boden des Dachzeltes an Stabilität gewann.
   
Als einfachste und günstigste Variante für die Stützen stellten sich Gewindestangen mit Fußplatte aus dem Betonschalungsbau heraus. Diese werden in extra angebrachte Vierkantprofile am Boden des Dachzelts gesteckt und mit Splinten fixiert und garantieren einen Abstand von ca. 20cm zum Auto. Die Stützen sind 1,5m lang und sind durch eine eingesetzte Gewindestange höhenverstellbar und können somit auch auf unebenem Boden eingesetzt werden. Die Stützen wurden durch extra Querstreben noch verstärkt.

Das Ganze wurde abgeschliffen und grundiert und schlußendlich schwarz lackiert. Nach dem Trocknen wurden noch zusätzlich Lüftungslöcher gebohrt damit Schwitz- und Regenwasser ablaufen können. Anschließend noch Hohlraumversiegelung innen und fertig war die Sache. Im zusammengeschraubten Zustand passen die Füße quer hinter die Vordersitze.

Grob zusammengerechnet hat das Material circa 200 Euro gekostet. Das Bauen hat mit viel Fluchen, Schweiß und Alberei 2 Wochenenden und 3 Nachmittage in Anspruch genommen.

Aufstellung Material:
Stahlprofilrohre circa 60 Euro
Lack circa 50 Euro
Kleinteile (Splinte, Verschlussstopfen, Klammern für Splinte) 10 Euro
Gewindestangen mit Füßen 40 Euro
Rostschutz/Innenraumkonservierung 40 Euro

Mit der zusätzlichen Stabilität schläft es sich definitiv besser schon allein weil wir den Ford Kuka guten Gewissens auch weiterhin als Basis für das Dachzelt verwenden können. Es handelt sich schließlich um einen Firmenwagen, der nach der Leasingdauer ohne Schäden zurückgegeben werden muß. Über unsere Erfahrungen und die praktische Handhabung mit den Stützen geht es weiter in Teil 2.

Mittwoch, 8. August 2018

Die Drachen fliegen wieder (03.-06.08.2018)

Einen Monat früher als letztes Jahr fand Anfang August das diesjährige Drachenfest in Sankt Peter Ording statt und wir waren natürlich wieder mit dabei. Sankt Peter Ording liegt in Nordfriesland in Schleswig- Holstein und ist von unserem schönen Thüringer Wald so ca. 600km entfernt.

Die Fahrt dorthin ist nicht wirklich spektakulär und wer unsere deutschen Autobahnen kennt, wird mit dem Grund dafür vertraut sein: Geschwindigkeitsbegrenzungen aufgrund von beschädigten aber noch nicht für die Sanierung terminierten Streckenabschnitten, ausgewiesene Baustellen auf denen man selten jemanden arbeiten sieht, zähfließender Verkehr ohne jeden ersichtlichen Grund und eckelige Toiletten wo man nicht mal die Tür anfassen mag. Ich hege ja den Verdacht, daß man diese freien Toiletten, die nicht an eine große Raststätte angebunden sind, bewußt verkommen läßt damit der Reisende automatisch zu den Rasthöfen und somit auf Sanifair Toiletten ausweicht, einfach nur um denen ein besseres Geschäft zu generieren. Es kann doch wirklich nicht so schwer sein, diese Toiletten so halbwegs sauber zu halten. In Österreich geht’s doch auch (ja mir ist bewußt, daß dort ein Teil der Maut in die Reinigung der Toiletten investiert wird und ich bin mir fast sicher, daß die Deutschen nichts dagegen hätten, wenn dies auch mit unserem Geld passieren sollte, wenn denn die Maut irgendwann kommt).

Aufgrund unseres camping setups sind wir momentan etwas langsamer unterwegs als sonst (hierfür wird es einen getrennten Artikel geben deswegen hier keine Details) und dürfen nicht schneller als 100km/h fahren (nagut, ab und zu vielleicht auch mal 120km/h max) und deshalb benötigten wir für die knapp 600km eben auch gute 7,5 Stunden. Dummerweise müssen wir jedesmal durch Hamburg durch und hierfür gibt es nur zwei Optionen: entweder Brücke und durch die ganze Stadt gurken oder der Elbtunnel mit den dazugehörigen obligatorischen Verzögerungen. Die hielten sich allerdings dergestalt in Grenzen, daß wir keinen stundenlangen Stau zu ertragen hatten und waren recht schnell durch den Tunnel durch. Danach wechselten wir auf die A23 und dort geht es immer recht gemütlich zu.

Kurz nach 20 Uhr erreichten wir Sankt Peter Ording und wußten bereits, daß die Camping Plätze wegen des Drachenfestes komplett ausgebucht waren, versuchten es also gar nicht erst, dort einen Platz zu finden. Wir fuhren direkt auf den 12km und stellenweise bis zu 2km breiten Strand und fanden recht bald eine Stelle, die uns zusagte. Wir parkten neben einer Berlinerin und ihrem Bus und wurden etwas forsch „gebeten“ doch etwas mehr Platz zu lassen, schließlich wollte sie hier in Ruhe schlafen. Nun ja, gaben wir ihr netterweise ein paar Meter mehr Platz und machten es uns gemütlich beziehungsweise erkundeten die Nachbarschaft und das „Eventgelände“ des Drachenfestes. Wie am Meer nicht unüblich, war es windig aber von den Temperaturen her immer noch sehr angenehm.

Irgendwann begaben wir uns ins Bett und unser Einschlafen war begleitet von der Musik, die vom Eventgelände zu uns herüberschwappte. Mit zunehmender Stunde und steigendem Alkoholpegel der Anwesenden sank das Niveau der Musik und der DJ rasselte seine auswendig gelernten Einlagen zwischen und teilweise auch während der Schlager runter. Ja das Einschlafen fiel schwer, auch weil wir immer im Hinterkopf hatten, daß wir hier eigentlich nicht stehen dürfen, weil das Parken auf dem Strand von 22:30 bis 07:30 Uhr untersagt ist. Aber andere waren auch hier und vor zwei Jahren hatten wir beim Strandschlafen Glück gehabt und sind ohne Knöllchen davongekommen. Vielleicht sollte uns das Glück auch diesmal hold sein.

06:30 Uhr schien die Sonne ins Zelt und küßte uns wach: Mit dem Rauschen des Meeres aufzuwachen ist ein tolles Gefühl und dafür nimmt man auch das Knöllchen in Kauf, das an der Windschutzscheibe klebte. Eigentlich handelt es sich noch gar nicht um ein Knöllchen sondern nur um eine nette Ankündigung, doch bitte bald in seinem Briefkasten nachzuschauen. Nun ja, wir waren das Risiko eingegangen und es war schiefgegangen; kein Grund sich den Tag deswegen vermiesen zu lassen. Wir gingen erstmal baden und nutzen auch gleich die Dusche am Strand und danach genossen wir unser Frühstück. In der Zwischenzeit war auch die Berlinerin wieder neben uns erschienen, die sich zwar gestern zum Schlafen niedergelegt hatte, aber irgendwann in den Morgenstunden mit ihrem Bus verschwunden war, um dem Ordnungsamt ein Schnippchen zu schlagen. Diesmal war sie diejenige, die uns etwas zu nahe auf die Pelle rückte, aber das fand sie diesmal gar nicht so schlimm – schon klar, schließlich war sie ja diejenige, die den Platz in der ersten Reihe unbedingt haben wollte. Sie erklärte uns dann auch, daß wir schon irgendwie auskommen würden. Tommy war ja immer noch sauer wegen der Begrüßung des Vortages aber ich verstrickte sie in ein kleines Gespräch; sie erklärte uns dann auch, daß das Knöllchen 30 Euro kosten würde und bei „Wiederholungstätern“ freuen sich wohl auch die Flensburger. Für die kommende Nacht mußten wir also eine andere Lösung finden.

Den Tag verbrachten wir mit langen Spaziergängen am Strand, Eis und Kuchen und dem Bestaunen der vielen Drachen und kits, die den Himmel bevölkerten. Einige der Figuren sind bis zu 15 Meter hoch und bei der Motivauswahl sind den Bastlern keine Grenzen gesetzt: Teddys, Kugelfische, Delfine, Rochen, Schimmel, Wäscheklammern, Star Wars Figuren, Autos, feuerspeiende Drachen, Spermien (!), Schlümpfe, Aladin und seine Wunderlampe, Dinosaurier, Seepferdchen, Pinguine, die Titanic, Echsen und vieles mehr. Einige tümmelten sich stundenlang am Himmel, andere hatten Probleme dabei, sich mit Luft zu füllen und sackten ab und zu mal auf den Boden oder standen erst gar nicht richtig auf. Hier wird der Bastler wohl noch einige Veränderungen vornehmen müssen um das Befüllen der Figur mit ausreichend Luft sicherstellen zu können.

Die Aussicht darauf, in irgendwelchen Akten als „Wiederholungstäter“ registriert zu sein gefiel uns nicht sonderlich und deswegen verließen wir gegen 21 Uhr den Strand um auf einen Parkplatz ganz in der Nähe zu fahren. Auf diesem hatten wir bereits letztes Jahr geparkt und hatten uns diesen mit nur zwei oder drei anderen Autos geteilt. Schon aus der Ferne war ersichtlich, daß es diesmal anders sein würde, denn der Parkplatz war gut gefüllt; viele der Camper die wir am Strand gesehen hatten, standen nun hier, um die Nacht ohne Ordnungswidrigkeiten zu verbringen und frühs wieder auf den Strand zu fahren. So hielten wir es auch; gleich nach dem Aufstehen fuhren wir wieder auf den Strand und dort genossen wir unser Frühstück.

Ganz allgemein gesprochen verstehe ich natürlich, warum das Übernachten am Strand nicht so gern gesehen wird, denn leider vermüllen diese Plätze recht schnell aufgrund der Unachtsamkeit der Parkenden. Allerdings muß ich sagen, daß die Parkplätze am Strand in der Regel sauber sind und ich den Strand selbst viel problematischer finde, wo man im Sand häufig mal Zigarettenstummel, Bierdeckel und anderen Müll findet. Einigen der sonnenhungrigen Tagesgäste ist der Weg zum Mülleimer wohl schlichtweg zu weit. Am Strand gibt es auch genügend Toiletten, die 24 Stunden am Tag zugänglich sind, weshalb ich diesen Ort definitiv bevorzuge. Der Parkplatz fernab vom Strand hatte letztes Jahr noch ein unzumutbar dreckiges Dixieklo, dieses existierte nun aber auch nicht mehr. Und wozu führt das ganze? Na klar, die Leute pinkeln in die Hecken und in die Grünflächen (wir haben sie selbst dort herauslaufen sehen) und ob es wirklich das ist, was das Ordnungsamt bevorzugt? Hier handelt es sich sicherlich um eine schwierige Frage und ich könnte mir gut vorstellen, daß diese Problematik in der Gemeindeversammlung öfter zur Sprache kommt, ganz einfach weil es keine Lösung gibt, die alle zufriedenstellen kann.

Sankt Peter Ording lebt vom Tourismus und den Kurgästen, die jedes Jahr wegen der gesunden frischen Meeresluft und der Schwefelquellen in das Nordseeheil- und Schwefelbad kommen. Andere florierende Einnahmequellen herrschen unseren Beobachtungen nach nicht. Erschreckend ist, daß alle leerstehenden Häuser zu Ferienwohnungen umgebaut werden und daß die meisten (wie gesagt, das sind unsere Beobachtungen) der beindruckenden Reetdachhäuser wohl eher von Maklern gehändelt werden oder sich gar nicht mehr in Privatbesitz befinden. Der Tourismus ist ein großes Geschäft aber die Frage drängt sich auf, wer an diesem Geschäft verdient.

Irgendwann am späten Sonntagnachmittag packten wir unser Hab und Gut zusammen und verließen den Strand um ein paar der morgen zu fahrenden Kilometer schon heute zu erledigen und somit die Reisezeit zu verkürzen. Sehr weit kamen wir allerdings nicht, denn bereits im 40km entfernten Büsum machten wir Stop. Dort fanden wir einen Parkplatz, auf dem das Übernachten nicht explizit verboten ist und dort gibt es sogar eine öffentliche Toilette. Was will man mehr? 

An der Strandpromenade befand sich eine Festivität in ihren letzten Zügen; einige Schausteller und Budenbesitzer packten bereits zusammen, wohl auch um dem herannahendem Regen ein Schnippchen zu schlagen. Wir hatten uns einen Strandkorb gesucht und genossen noch ein Radler / Bier und lauschten dabei der von der Bühne aus betriebenen Kinderbespaßung, die in vollem Gange war. Leider fällt den Animateuren heutzutage auch nichts anderes mehr ein als Kinder mit Süßigkeiten zu locken („Wollt Ihr Naschi?“) und auf und ab hüpfen zu lassen und ab und zu mal einen Luftballon in die Menge zu schmeißen. Den Kids scheints dennoch gefallen zu haben und die Eltern hofften wahrscheinlich darauf, daß die Kinder verausgabt früher als gewöhnlich ins Bett fallen würden.

Wir jedenfalls blieben nicht mehr lange auf und gingen nach ein paar Runden Uno ins Bett. Am Morgen stellten wir fest, daß wir unser Frühstück mit zahlreichen Mücken teilen bzw. unsere Unversehrtheit verteidigen müßten, deshalb packten wir zusammen, fuhren zu einem Bäcker, kauften Heißgetränke und ein paar Leckereien und fuhren auf einen ruhigen Parkplatz an einem Deich, wo wir mückenfrei und in aller Ruhe unser Frühstück genossen, das Chaos im Zelt und im Auto aufräumten und dann schweren Herzens aufbrachen um den Nachhauseweg anzutreten. Die kurze Auszeit war schön und auch notwendig, schließlich liegt unser Neuseelandurlaub schon viel zu lange zurück (Februar /März) und seitdem hatten wir höchstens mal ein verlängertes Wochenende. Jetzt wo alle in den Urlaub fahren, ist das natürlich hart und schmerzt schon ein wenig. Dies ist auch der Grund, warum wir jede sich bietende Gelegenheit fürs Wegfahren nutzen, damit uns zu Hause nicht die Decke auf den Kopf fällt.














Samstag, 28. Juli 2018

Empfehlung: Bunkermuseum in Frauenwald


Heute möchten wir mal eine Empfehlung aussprechen für das Bunkermuseum im schönen Thüringer Wald. Bist Du an Geschichte interessiert, vor allem an deutscher Geschichte? Möchtest Du in Erinnerungen schwelgen und ins Schwärmen geraten beim Anblick alter ostdeutscher Alltagsgegenstände oder Konsumgüter, die damals teilweise nur „unter der Hand“ zu ergattern waren? Interessiert es Dich, wie die Staatssicherheit damals solch einen komplexen Bunker ohne das Wissen der Bevölkerung bauen konnte? Möchtest Du vielleicht mal in einem Bunker übernachten?

Hier findet Ihr Informationen zum Bunkermuseum im Netz, es befindet sich beim Waldhotel „Rennsteighöhe“ und ist gut ausgeschildert. Macht Euch vor Eurem Besuch über die Öffnungszeiten schlau, da man den Bunker nur mit einer Führung besichtigen kann, um dort nicht verloren zu gehen. Eine Führung dauert knappe 45 Minuten (eher länger) und kostet für einen Erwachsenen gerade mal 7 Euro. Wer fotografieren möchte, wird gebeten, eine Fotolizenz von 1,50 Euro zu erwerben.

Bei dem Bunker handelt es sich nicht um einen Gefechtsbunker sondern um einen Bunker, der für die Führungsleute der Bezirkseinsatzleitung des Bezirkes Suhl erbaut wurde. Im Ernstfall hätte die Einsatzleitung dem Ministerium für Staatssicherheit unterstanden. Der Bunker verfügte über modernste Nachrichtentechnik, eine eigene Stromversorgung, Fernschreiber, Funktechnik und weitere Kommunikations – und Lebenserhaltungseinrichtungen. Die Selbstverteidigung der Anlage konnte von der hier stationierten Mannschaft gewährleistet werden. Einer atomaren Einwirkung hätte der Bunker aufgrund der hermetischen Verschlußfähigkeit ebenfalls Stand gehalten, allerdings hätte man bei atomarer Verstrahlung nach spätestens 8 Tagen ebenfalls aufgeben müssen weil der Sauerstoff im Bunker so lange nicht gereicht hätte. Ohne Bestrahlung hätte man ca. 1 Jahr im Bunker überleben und die Führung der Außenwelt übernehmen können.

Sehr positiv zu erwähnen ist die Führung, in unserem Fall durch Christian. Der ein oder andere Gast könnte befürchten, daß es sich bei solchen Veranstaltungen um verherrlichende Führungen handelt, wo über die glorreiche Vergangenheit erzählt wird, wo sowieso alles besser war als heute. Dem ist nicht so. Schon mit einem gewissen Stolz, was damals schon technisch alles möglich war, aber durchaus kritisch über die Hintergründe und die Machbarkeit des Unterfangens (was nützt eine Abschottung von 8 Tagen im Falle einer atomaren Verstrahlung?) wird sachlich über den Bau, die Umstände und das Leben im Bunker berichtet. Besonders interessant dabei sind die Anekdoten, aber auch Erfahrungsberichte aus der Bevölkerung, die damals im besten Falle geahnt hatten, daß da im Wald etwas sein mußte oder die als Wanderer an den Toren standen und nach zu langem Schauen nett aber bestimmt von „unauffälligen, plötzlich aus dem Wald erscheinenden Wanderern“ zum Weitergehen animiert wurden.

Wer in der DDR groß geworden ist, weiß daß in vielen Bereichen Mangel herrschte oder daß man gewisse Dinge nur über Beziehungen bekommen konnte. So ist es bis heute rätselhaft, wie all das Material herbeigeschafft werden konnte, um diesen Kolos an Betonbunker zu bauen. Der Witz „Du bestellst 10 Säcke Zement und bekommst 2“ zauberte ein Schmunzeln über das Gesicht der Kenner weil es eben genauso funktionierte. Man wunderte sich damals vielleicht, wo die anderen 8 Säcke hingekommen waren; steht man in diesem Bunker, kann man sich gut vorstellen, wie überall abgezwackt wurde.

Der Bunker wurde nach der Grenzöffnung schnell entdeckt und leer geräumt, leider größtenteils auch kleingehauen und die Inneneinrichtung zerstört. Alles was heute an Einrichtungsgegenständen und technischer Ausstattung vorhanden ist, wurde in mühevoller Kleinarbeit gesammelt und teils von Privatspendern zur Verfügung gestellt um ein authentisches Bild von damals zu gewährleisten.