Montag, 5. Juli 2021

Juli 2021 Ausflug zum Kyffhäuser

Nach einem arbeitsreichen Freitag packen wir schnell ein paar Klamotten, Lebensmittel und sonstige Notwendigkeiten zusammen und starten mit dem Abklingen heftiger Regenschauer in ein Kurzwochenende auf Rädern. Das Ziel ist klar und auch gar nicht so weit weg aber wir machen trotzdem einen Zwischenstopp in Erfurt, weil wir es ruhig angehen lassen wollen. Dort parken wir auf dem P+R Parkplatz neben Stadion und Thüringen Halle und genießen einen warmen sonnigen Abend. Während Katja das Abendessen vorbereitet, erkunden Tommy und Jamie die Umgebung und die umstehenden Wohnmobile und Kastenwagen und außerdem fliegt auch regelmäßig der Zeppelin recht geräuschvoll über uns hinweg, den wir bereits von der Autobahn aus erspäht haben. Anfänglich meint Jamie ganz begeistert, dies sei ein Hubschrauber aber dieses Missverständnis klären wir schnell auf, wobei ihm das Wort Zeppelin noch nicht über die Lippen kommt.

Samstagmorgen lassen wir es sehr ruhig und gemütlich angehen und bekommen sogar frische Brötchen geliefert (Danke liebe Tanja!). Jamie schaut begeistert dem Training der Eisschnellläufer auf Rädern zu, die draußen ihre Runden drehen und als dies nicht mehr interessant genug ist, widmet er sich wieder seinen Steinen. Wir haben immer ein Eimerchen im Ludwig so dass wir für das Sammeln von Steinen in größeren Mengen vorbereitet sind.

Gegen 11 Uhr brechen wir auf in Richtung Bad Frankenhausen in den Natur- und Geopark Kyffhäuser, wo wir zum Kyffhäuser Denkmal wollen. Katja war vor ca. 15 Jahren das letzte Mal dort, Tommy und Jamie noch nie. Die letzten Meter bergauf gehen aufgrund der Kurven und der Steigung nur schleppend voran aber wir haben es nicht eilig. Im Gegensatz zu den Hundertschaften von Motorrädern, die den ganzen Tag nichts Besseres zu tun haben als im Affentempo die B85 hinauf- und dann wieder herunter zu donnern. Auf der Kelbra Seite des Berges gibt es einen kleinen Parkplatz kurz vorm Ortseingang und dort stapeln sich die Biker während ihrer kurzen Pausen.

2 Euro Parkgebühren (für 24 Stunden, wir hätten also dort nächtigen können) sind vollkommen okay und wir machen uns fürs Mittag erstmal über eine Thüringer Bratwurst her bevor wir den kurzen Aufstieg zum Denkmal wagen. Jamie kann zwar wunderbar laufen hat aber gerade eine „Tragen“ Phase und so trug meist Tommy den nicht mehr so leichten Jamie den Berg hinauf. Eintritt kostet für Erwachsene 8,50 Euro und man füllt einen Zettel für die Kontaktverfolgung aus. Nur in Innenräumen ist die Maske vorgeschrieben also im Museum, Shop, Café etc. Wer den Denkmalturm des Kaiser-Wilhelm-Denkmals über immerhin 250 Stufen erklimmen möchte, soll die Maske auch tragen und ich frage mich, wer die kollabierten Kletterer aus dem Turm entfernt.

Bereits im 12. Jahrhundert entstand hier die dreigeteilte Reichsburg Kyffhausen, deren Bau während der Regierungszeit Friedrich I. Barbarossa vollendet wurde. Mit dem Zusammenbruch des Stauferreiches um 1250 verfiel leider auch die Anlage, sie ist aber bis heute noch erkennbar. Auf dem Areal befindet sich der mit 176 m Tiefe der tiefste Burgbrunnen der Welt, der 1936/37 wieder freigelegt wurde.

An der Ostseite des 81 m hohen Denkmals ist Kaiser Friedrich I. Barbarossa als Sagenkaiser in Stein gemeißelt (6,5 m hoch), darüber reitet Kaiser Wilhelm I. (10,5 m hoch). Laut Wikipedia war mit dieser Anordnung die Botschaft des Denkmals eindeutig: Barbarossa war nicht wieder zurückgekehrt, sondern durch einen besseren Nachfolger ersetzt worden. Hier wird wahrscheinlich auf die Barbarossasage Bezug genommen, deswegen soll sie hier ganz kurz wiedergegeben werden:

In einer Höhle des Kyffhäuserberges schläft Barbarossa mitsamt seinen Getreuen, um eines Tages zu erwachen, das Reich zu retten und es wieder zu neuer Herrlichkeit zu führen. Während er schläft, wächst sein Bart um einen Steintisch. Bis jetzt reicht er bereits zweimal herum und wenn die dritte Runde beendet ist, beginnt das Ende der Welt. Alle hundert Jahre wacht der Kaiser auf und horcht, ob die Raben noch immer um den Berg kreisen. Tun sie dies noch immer, schläft er für ein weiteres Jahrhundert.

Nach einer kurzen Kaffee-, Spielplatz- und Pinkelpause machen wir uns auf den Weg zurück zu unserem Ludwig und beschließen, die Nacht auf einem etwas weniger großen Parkplatz zu verbringen und fahren daher die B85 wieder runter. Dort haben wir auf dem Hinweg einen kleinen Wanderparkplatz entdeckt, der Platz für ca. 6 Autos bietet und wo wir uns für den Abend und die Nacht einrichten. Jamie kann dort wunderbar draußen in der Sonne spielen, während drinnen das Essen vor sich in köchelt. Wir beobachten ganz aufgeregt ein Rotkehlchen, Ameisen und lauschen den vielen Vögeln in den benachbarten Bäumen. Bis ca. 21 Uhr donnern noch immer vereinzelt Motorräder in einem halsbrecherischem Tempo die Straße rauf und runter und wir möchten nicht wissen, wie viele hier bereits ihr Leben gelassen haben.

Auch in den Sonntagmorgen starten wir wieder ruhig und ohne Eile aber nach und nach gesellen sich immer mehr Autos zu uns auf den Parkplatz der bald keinen Platz mehr für die Wanderer und Gassigeher bietet und so packen wir langsam zusammen und brechen auf in Richtung Heimat. 










Samstag, 24. April 2021

Kurzurlaub vor der zurückgenommenen Osterruhe

 

Deutschland, ein paar Tage vor Ostern. Das Land teilt sich zum wiederholten Male in zwei Lager und diskutiert hitzig darüber, ob es nun eine gute Idee sei, am Donnerstag vor Karfreitag alles dicht zu machen damit dann alle Einkaufswütigen geballt am Samstag in Rewe, Aldi und Co. die Regale leerkaufen können oder ob die Wirtschaft nicht gern noch ein paar Tage länger gebraucht hätte, um sich auf die sogenannte Osterruhe einzustellen. Genervt von einem Jahr chaotischer Corona-Politik wollen wir nur noch raus und erwecken unseren Ludwig aus seinem Winterschlaf. Er wird geputzt, betankt und voll beladen und sicherheitshalber packen wir ein paar dicke Decken mehr ein. Unsere Devise war schon immer: lieber zu warm als zu kalt.

Wir haben keinen festen Plan, sondern haben uns nur ein paar lose Ziele rausgesucht, wo es auch Stellmöglichkeiten für Wohnmobile gibt und die wir irgendwie miteinander verknüpfen wollen.

Gerade als wir alles verladen haben und Jamie in seine warmen Klamotten stecken wollen, bricht ein Schneegestöber über Suhl herein, der dem Winter alle Ehren macht. Da kann einem schon fast die Lust aufs Verreisen vergehen. Wir stecken den übermüdeten Jamie erstmal ins Bett und nach seinem Mittagsschlaf und einer kleinen Mahlzeit brechen wir ein paar Stunden später auf.

Es soll eine kleine Thüringenrundfahrt werden, die wir zu gegebener Zeit gern wiederholen beziehungsweise erweitern möchten. Vor der eigenen Haustür gibt es wunderschöne Gebirgslandschaften, Täler und verträumte kleine Ortschaften mit interessanter Geschichte. Wegen den Corona Beschränkungen sind viele der Angebote nicht nutzbar, touristische Ziele und Sehenswürdigkeiten geschlossen und Campingplätze, die wir sowieso nur im äußersten Notfall angefahren wären, saisonbedingt noch nicht geöffnet. Wir möchten einfach unsere Ruhe und mit unserem Ludwig sind wir so autark, dass wir uns überall hinstellen können – dabei aber natürlich Verbotsschilder und dergleichen berücksichtigen.

Wir übernachten an der Talsperre Heyda wo wir nochmal von Schneeschauern überrascht werden und eine ziemlich kalte Nacht unter unseren zusätzlichen Fleecedecken verbringen. Zwei Nächte stehen wir an der Bleichlochtalsperre, wo unter normalen Umständen das Sonne, Mond & Sterne Festival stattfindet. Dort wird es auch endlich etwas wärmer, sodass wir Jamie mit Steine-ins-Wasser-schmeißen und Staudämme-im-Sand-bauen beschäftigen können. Weiter geht’s ins Thüringische Schiefergebirge nach Lehesten in den sehenswerten Schieferpark mit seinem technischen Denkmal, wo man Einblick in die Förderung und den Abbau des Schiefers bekommt. Bei Goldisthal finden wir einen abgeschiedenen Stellplatz, wo wir die untergehende Sonne genießen, nach dem unser favorisierter Stellplatz im Glasbläserstädtchen Lauscha leider nicht verfügbar ist. Es geht weiter Richtung Meiningen, wo wir in Seeba ganz offiziell (sogar mit Stromanschluss) an einem kleinen Dorfteich stehen, der sich über verstärkten Steinezuwachs freuen darf. Der Spielplatz wird ebenfalls sehr ausführlich inspiziert und die Rutsche für außerordentlich gut befunden.  Da der Wetterbericht für die kommenden Tage wieder sinkende Temperaturen und generell unbeständiges Wetter ankündigt, beschließen wir, unseren Ausflug abzubrechen und nach Hause zurückzukehren.

Nicht nur das kommende Wetter verhagelt uns das Gemüt. Für Jamie scheint der Ausflug diesmal keine Freude zu sein, denn er meckert den ganzen Tag. Wahrscheinlich ist es ein Wachstumsschub gepaart mit Überfordertsein, denn das Meckern kennen wir bereits seit ein paar Wochen. Klar, einfach ist es nicht. Man freut sich seit Wochen auf eine kleine Auszeit, möchte nach all dem Wahnsinn mal etwas ausspannen, aber Kinder sind nun mal keine Maschinen, die immer genau so funktionieren, wie es uns gerade in den Kram passt. In dieser Situation geht es weniger um Erziehung des Kindes, sondern eher für die Eltern darum, zu lernen, wie man mit seinen eigenen, dann leider unerfüllten, Erwartungen umgeht, die Ansprüche der gesamten Familie neu bewertet und flexibel darauf reagiert.

Die täglich zurückgelegten Strecken sind eher kurz und unser Tagesprogramm nicht sehr füllig. Trotzdem ist Jamie irgendwie immer müde, läßt sich aber nur sehr schwer zum Schlafen überreden und der Mittagsschlaf fällt weitaus kürzer aus als wir das von zu Hause gewohnt sind. Allerdings wird er jeden Tag ein bißchen länger und es keimt Hoffnung auf, dass ein gewisser Gewöhnungseffekt einsetzen könnte.

Mit jedem unserer Beiträge möchten wir unseren Lesern ein paar Informationen bieten, die sie höchstwahrscheinlich vorher noch nicht kannten, deshalb hier noch einige Fakten zu den besuchten Gegenden/ Sehenswürdigkeiten.

a)       Die Talsperre Heyda befindet sich in Südthüringen bei Ilmenau und staut die Wipfra, ein 40km langer Nebenfluss der Gera. 8 Jahre brauchte man für die Fertigstellung des homogenen Erddammes, welcher Bewässerungszwecken, dem Hochwasserschutz des Wipfratals und der Niedrigwasseraufhöhung dient. Die Talsperre ist ein beliebtes Ausflugsziel, Angel- und Fischzuchtgewässer. Am Fuß der Talsperre befindet sich das Thüringer Talsperrenarchiv welches beste Recherchevoraussetzungen für Behörden, Fachfirmen, Studenten etc bietet, die sich für Themen rund um den Talsperrenbau und Gewässerkunde in Thüringen interessieren.

b)      Die Bleichlochtalsperre bei Saalburg- Ebersdorf ist die größte Talsperre Deutschlands und wird auch als Thüringer Meer bezeichnet. Das Wasservolumen des Bleichlochstausees beträgt 215 Mio Kubikmeter. Zu normalen Zeiten kann man sich hier bei verschiedenen Aktivitäten wunderbar austoben und erholen: Schifffahrten auf dem See; Bootsverleih für diejenigen die ein Boot lieber selbst steuern; Angeln; Paddeln; Floß Vermietung; Sommerrodelbahn; Märchenwald; Kletterwald; Wandern und Radfahren und vieles mehr.

c)       Die Berg- und Schieferstadt Lehesten im Geopark „Schieferland“ befindet sich an der thüringisch- bayrischen Landesgrenze und wurde durch das „Blaue Gold“ international bekannt. Seit dem 13. Jahrhundert wurde hier der Schiefer abgebaut, der die gesamte Region noch heute prägt. Hier befindet sich die älteste Dachdeckerschule Deutschlands, in der die handwerkliche Perfektion der Schieferdecker weitergegeben wird, die seit Jahrhunderten europaweit anerkannt und mit ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten begehrt waren.

d)      Lauscha liegt ebenfalls im Schiefergebirge und gilt als „Wiege des gläsernen Christbaumschmucks“. Aber auch das künstliche Menschenauge aus Glas in seiner modernen Form wurde 1835 durch Ludwig Müller-Uri in Lauscha erfunden. In nicht Corona Zeiten kann man den Glasbläsern ganzjährig beim Herstellen kunstvoller Gebilde über die Schultern schauen; Werkstätten, Glasgeschäfte und Besucherglashütten sind ganzjährig geöffnet.

Damit solls auch genug sein. Vielen Dank für Euer Interesse und bis zum nächsten Mal. Liebe Grüße von Jamie, Tommy und Katja 


 

Montag, 8. März 2021

Muhr am See – Wohlfühlen im Fränkischen Seenland 2020


Die Wohnmobilsaison neigt sich schon fast wieder dem Ende und es ist an der Zeit, Revue passieren zu lassen. Wir waren nicht untätig in diesen für die Reisebranche schwierigen Zeiten und haben unseren Ludwig hinundwiederhierundda bewegt.

Gleich Anfang Juli gings los über ein verlängertes Wochenende ins Fränkische Seenland nach Muhr am See. Dort liegt der Altmühlsee und dort ist für jeden das Passende dabei, egal ob Badeliebhaber, Sportbegeisterte, Sonnenanbeter oder Vogelfreunde. Das Seezentrum Muhr am See beheimatet einen Segelhafen, eine Slipanlage, Gastronomie, Sand-, Bade- und FKK Strand, Verleih von Rädern/Stand-Up-Paddles/ Kanus sowie einen Zelt- und Wohnmobilstellplatz. Zur naheliegenden Vogelinsel gelangt man bei einem gemütlichen Spaziergang bei dem allerdings achtgegeben werden muss, nicht von den zahlreichen Fahrradfahrern überrollt zu werden. Wir müssen immer schmunzeln, wie viele Leute heutzutage mit den Rädern unterwegs sind selbst bei komplett flacher Strecke auf E-Bikes angewiesen sind aber auf der anderen Seite würden sie ohne diese Möglichkeit vielleicht nur faul zu Hause rumsitzen. Von daher ist alles gut.

Wir parkten auf dem Wiesenparkplatz für Wohnmobile (nur einer von mehreren Wohnmobilstellplätzen in der Gegend) und waren ehrlich gesagt schon etwas verwundert über die horrende Gebühr von 12 Euro pro 24 Stunden weil man dort nichts weiter in Anspruch nimmt. Man steht dort lediglich rum, hat nicht mal Strom. Auf anderen Stellplätzen dieser Art hat man wenigstens noch die Möglichkeit, sein Grauwasser oder seine Toilette zu leeren oder Frischwasser aufzunehmen. Der Wiesenparkplatz befindet sich direkt neben dem Familienzeltplatz, der übrigens zu dieser Zeit gut gefüllt war, und dort kann man wenigstens seinen Müll entsorgen und die Toilettenkassette ausspülen. Wir können es ja irgendwie auch verstehen, das Jahr war für den Tourismus wirklich bescheiden und nun, da die Touristen wieder kommen dürfen, versucht der ein oder andere den Verlust wieder wegzumachen. So hat der Stellplatzbetreiber gleich mal die Tagesgebühr von 9 Euro auf 12 Euro erhöht. 

Er kann sich seiner Einnahmen trotzdem sicher sein, weil es gefühlt von Jahr zu Jahr mehr Wohnmobile auf Deutschlands Straßen gibt und nach den Corona bedingten Einschränkungen und Grenzschließungen besinnen sich viele wieder auf den Urlaub im eigenen Land und kaufen sich lieber ein Wohnmobil, anstatt aufwendige Fernreisen auf sich zu nehmen. Das freut die Wohnmobilhersteller, die wie Pilze aus dem Boden zu schießen scheinen (wir staunen immer über die vielen unbekannten Herstellernamen) und sicherlich auch die Tourismusbranche, aber es wird immer schwerer, in der Saison einen Campingplatz zu finden. Und die sogenannten Geheimtipps bezüglich Freistehen sind schon selten genug geheim und oftmals überlaufen. Aber wir wollen nicht meckern, jeder hat das Recht auf seinen Urlaub, wie und wo er möchte und mit den anderen Wohnmobillisten haben wir noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Dabei handelt es sich meistens um pensionierte Herrschaften, die ihren Lebensabend verbringen möchten und mit Sack und Pack unterwegs sind. Familien, so wie unsere, treffen wir eher selten.

Den gleichen Platz steuerten wir übrigens nochmal in der zweiten Septemberwoche an. Diesmal war der Strand weniger überlaufen, denn die Ferien in Bayern waren vorbei. Schade eigentlich für diejenigen, die gern baden, denn diesmal war das Wetter sehr viel besser zum Baden geeignet – im Juli war es sehr windig gewesen. Leider hatte der Altmühlsee noch immer ein Algenproblem, zu erkennen an den grünen im Wasser schwimmenden Ablagerungen. Der Wohnmobilstellplatz war im September geringfügig voller als im Juli, aber in einigen Bundesländern waren ja auch noch Ferien.

Wir waren beim zweiten Mal damit beschäftigt, mehr als nur ein Auge auf Jamie zu werfen, da er das Laufen begonnen hat und die Welt erkunden möchte. Das schließt meistens die Wohnmobile in der näheren Umgebung ein. Vor allem die Reifen haben es ihm angetan, diese müssen genau untersucht und angefasst werden (der kostenlose Reifen TÜV sozusagen). Ansonsten läuft er schon mal die komplette Reihe der Wohnmobile ab und sucht bevorzugt mitgeführte Vierbeiner auf, die ihn besonders begeistern.

Jamie scheint sich wunderbar an das Campingleben gewöhnt zu haben. Er schläft genauso gut wie in seinem Bett zu Hause, betrachtet interessiert die Welt und beobachtet alles und jeden. Sicherlich ist es nicht immer einfach, ihn während der langen Fahrten bei Laune zu halten und das heruntergeschmissene Spielzeug um ihn herum wieder aufzusammeln. Auch kann ich ihm nicht ständig mein recht großes Kinderlieder Repertoire vortragen, weil das mit der Zeit auch sehr ermüdend ist. Aber bisher haben wir die Zeit immer rumgekriegt. Wir versuchen öfter mal Pausen einzulegen und ihn mit Klapperdosen, Fotoalben und dem Suchen von LKWs /Kränen/ anderen Großmaschinen bei Laune zu halten. Wir haben mittlerweile übrigens die beste Position für Jamies Kindersitz gefunden, und zwar sitzt er hinten und derjenige, der nicht gerade fährt, tut sein Bestes, ihn zu bespaßen. Bei den ersten Reisen hatten wir ihn ja vorne auf dem Beifahrersitz aber das waren erstens zu viele Eindrücke für ihn und zweitens eine zusätzliche Belastung für den Fahrer, der ihn im Zweifelsfalle auch noch ruhigstellen musste.

Dienstag, 16. Juni 2020

Der erste Ausflug mit Ludwig – Pfingsten 2020

Unser Maskottchen Mauli in Büsum
Nach all der Schrauberei, Putzerei und Bastelei sowie den Ausgangsbeschränkungen der vergangenen Wochen war es nach dem Männertag endlich soweit. Wir schleppten Bettzeug, Küchenequipment, Lebensmittel, Klamotten, Spielzeug und ein wenig Werkzeug in unser Wohnmobil und machten uns auf die Reise. Es ging mal wieder Richtung Norden, weil wir es dort so schön finden. Nur diesmal eben nicht im Auto und nicht nur zu zweit, sondern mit Jamie an Board mit angepaßter Reisegeschwindigkeit. Erstens darf und kann Ludwig nicht so schnell und mit Kleinkind reist es sich definitiv anders. Auf jeden Fall langsamer, aber nicht unbedingt entspannter. 

Büsum
Beim Thema Autofahren ist Jamie bereits Profi, das hat er schon unzählige Male erlebt, aber im Wohnmobil ist das anders. Leider muß er vorne auf dem Beifahrersitz sitzen, weil hinten momentan nur eine Person sitzen kann und wir möchten ihn dort nicht alleine haben. Deswegen sitzt er vorne beim Fahrer, der ihn aber leider auch beruhigen muß, wenn Bedarf hierfür besteht. Was natürlich eine Ablenkung bedeutet und nicht optimal ist. Deshalb müssen wir uns noch was einfallen lassen, damit man hinten zu zweit sitzen kann. 
Sehr praktisch ist auf der anderen Seite allerdings, daß man einfach rechts ranfahren, die Gasflasche aufdrehen und den Mittagsbrei aufwärmen kann. Man hat alles dabei und ist unabhängig und kann sogar mal fix aufs Klo, ohne die verschmutzten öffentlichen Toiletten nutzen zu müssen. Dafür gibts definitiv schonmal einen Daumen hoch!

Die längsten Strecken legten wir bei An- und Abreise zurück und diese verteilten wir sogar auf zwei Tage. Hierfür übernachteten wir in Hameln und in Osterode im Harz. Die übrigen Tage fuhren wir wenig und legten oft nur 30-50km zurück. Für die Übernachtungen nutzen wir verschiedene Varianten: in Hameln und Osterode lediglich ein Stellplatz mit Strom und Entsorgungsmöglichkeiten für Schmutzwasser /Toilette (die SaniStation war in Osterode allerdings defekt), ein wilder Stellplatz in Wischhafen ohne alles, Wohnmobilparks in Büsum, Sankt- Peter- Ording und Friedrichstadt, schön gelegen am Wasser im Speicherkoog (wieder ohne alles, trotzdem gegen Gebühr) sowie die Auffahrt bei Freunden in der Nähe von Bremerhaven und bei Hamburg. Das ist das Schöne am Reisen mit Wohnmobil, man ist
auf den Dünen im Speicherkoog
relativ unabhängig und kann zwischen diversen Stellplatztypen variieren. Alle paar Tage müssen Toilette und Grauwassertank geleert sowie Frischwasser aufgetankt werden, das gilt es zu berücksichtigen. Sind wir nicht an 230V Strom angeschlossen, übernimmt die Gasflasche das Kühlen unseres Kühlschrankes, sodaß wir nicht von Strom abhängig sind. Akkus, Handys usw. kann man über 12V während der Fahrt laden oder auch im Stehen von der 2. Batterie für den Wohnraum. Für diese haben wir Solar auf dem Dach, damit diese auch bei längeren Stehzeiten geladen werden kann, was natürlich wetterabhängig ist.


Reisen mit Kleinkind ist, wie das Leben allgemein, nicht ohne Stolpersteine und das kann man sogar wörtlich nehmen. Nicht nur sollte man darauf achten, die Touren nicht zu lang werden zu lassen und genügend Stopps einzulegen, damit das Kind gelegentlich aus dem Kindersitz rauskommt und seinem Bewegungsdrang nachkommen kann. Die Zeiten fürs Essen sowie für den
ruhiger Stellplatz im Speicherkoog
Windelwechsel müssen ebenfalls im Auge behalten werden. Und hat man dann gestoppt, wird es ja erst richtig anstrengend, denn nun sitzt das Kind nicht mehr angeschnallt im Kindersitz sondern entweder im Hochstuhl, wo man es nicht alleine lassen sollte (wir fuhren den Hochstuhl in der Wohnmobilgarage mit durch halb Deutschland, was aber recht praktisch war), oder man schleppt es im beengten Raume umher oder man tollt auf dem Bett herum. Zu Hause legt man das Kind einfach auf den Boden wenn man mal kurz aus dem Raum geht, aber im Wohnmobil geht das nicht. Dort bieten sich beide Betten, Sitzecke oder Fahr- und Beifahrersitze an und überall kann man herunterfallen. Jamie ist inzwischen 10 Monate alt und hat Hummeln im Hintern, still sitzenbleiben ist in diesem Alter nicht möglich. Dementsprechend wird der Haushalt immer nur von einer Person geschmissen während die andere das Kind bespaßt. Zu zweit wären Abwasch und Aufräumen allerdings sowieso nicht zu bewältigen, weil man sich ständig im Weg stünde.

Reiterinnen in Sankt Peter Ording
Für Jamie war die Woche sehr anstrengend und komplett ungewohnt. Normalerweise liegt er zu Hause in seinem gewohnten Umfeld spielend auf dem Boden rum oder wird im Kinderwagen durchs bekannte Wohngebiet gefahren. Die vielen Eindrücke haben ihn sichtlich überfordert und die meiste Zeit rumquängeln lassen was für uns weniger schön war aber eben auch dazugehört. Auf jeden Fall hat es uns gezeigt, daß wir noch mehr auf Jamie´s Bedürfnisse eingehen müssen und wir aufgrund der fehlenden Kommunikationsmöglichkeiten selbst auf die Suche nach eben jenigen gehen müssen. Zwar haben wir die meisten Tage schon extra kurz gestaltet aber dennoch stellten auch die vielen Spaziergänge im fremder Umgebung eine gewisse Reizüberflutung dar. Für uns zwei bedeutet dies auch eine extrem steile Lernkurve, schließlich sind wir normalerweise immer extrem viel und lang unterwegs und gönnen uns selbst kaum eine Ruhe. Das können wir mit Nachwuchs natürlich so nicht fortführen und müssen mehr als nur einen Gang zurückschalten. Wovon wir aber sicher auch profitieren können, denn wir sind ja im Urlaub und nicht auf der Flucht, wie ein Spruch so schön sagt.

Friedrichstadt
Noch ein paar Sätze zur aktuellen Situation. Während der Corona Ausgangsbeschränkungen war Urlaub tabu und auch die Campingplätze blieben geschlossen. Pünktlich zu Pfingsten lockerten die meisten Bundesländer die Beschränkungen dahingehend, daß man auch ohne triftigen Grund unterwegs sein und andere Bundesländer besuchen durfte. Das war dann auch auf den Straßen gut sichtbar, denn Ludwig war nicht das einzige Wohnmobil on the road. Wir brauchten trotzdem nirgendwo vorzubuchen außer in Friedrichstadt, wo wir glücklicherweise vorher anriefen und den letzten Platz ergatterten. Der Platz war fürs Pfingstwochenende bereits komplett ausgebucht und wir schafften es noch, uns mit der Buchung für 1 Nacht irgendwo reinzuquetschen. So zumindest die Aussage der Betreiber; es blieben einige Plätze frei aber wahrscheinlich bleiben die meisten Besucher eben länger als nur 1 Nacht und für länger wäre eben nichts mehr frei gewesen.

Daß es immer noch Beschränkungen auf den Campingplätzen gibt, ist zwar ärgerlich und nicht immer nachzuvollziehen, aber sie sind nunmal von oben angeordnet und bei Zuwiderhandlung muß der Campingplatz geschlossen werden; was man den Betreibern nach solch einer langen Auszeit nicht wünscht. Warum aber die Sanitäranlagen auf Campingplätzen geschlossen bleiben müssen während die öffentlichen Toiletten in den Städten geöffnet sind, erschließt sich uns nicht. Es ist ja nicht so, daß sich in den Toiletten oder in den Duschen Trauben von Menschen ansammeln, die sich dann gegenseitig anhusten und anniesen. Meist hält man doch schon aus Höflichkeit Abstand. Besonders ärgerlich ist es, wenn die Nutzung der Anlagen im Übernachtungspreis inbegriffen ist und dieser nicht reduziert wurde.

Friedrichstadt
Noch viel ärgerlicher ist allerdings die Tatsache, daß Leute mit kleinem Budget von den erfreulichen Lockerungen der Coronabeschränkungen und den Öffnungen der Campingplätze nicht sonderlich profitieren. Übernachtungen im Wohnwagen ohne sanitäre Einrichtungen oder im Zelt sind momentan fast noch überall untersagt, weil eben die Duschen und Toiletten auf den Plätzen nicht genutzt werden dürfen.

Eigentlich wollten wir Jamie den Strand zeigen aber die meiste Zeit war es so windig und unangenehm kalt am Strand, daß wir es selbst dort kaum ausgehalten haben. Somit haben wir das Sandspielzeug umsonst durch die Gegend gefahren. Aber die Einführung in Sonne, Strand und Meer ist nur aufgeschoben, nicht aufgehoben und wird beim nächsten Ausflug nachgeholt. 








Montag, 27. April 2020

Projekt Ludwig Teil 1

Mit der Putz-, Bastel-, Schraub-, Bohr-, Fummel-und Messaktion für unseren Ludwig sind wir in den letzten Wochen gut vorangekommen. Hier sind 3 vorgenommene Veränderungen, die das Innenleben aufwerten und wesentlich gemütlicher wirken lassen.

Kork verschönert dreckige Wände
1. Alle Rollos im Fahrzeug sind in die Jahre gekommen und durch Staub oder Kochausdünstungen im Kochbereich verschmutzt. Da es sich um gefaltetes Papier handelt, kann man diese nicht einfach absprühen oder einweichen. Aus diesem Grund haben wir die Rollkästen komplett herausgenommen und durch neue ersetzt. Die exakt selben Rollkästen haben wir allerdings nicht finden können, unsere sind ein wenig größer, weshalb die häßlichen Klemmen an den Fenstern noch zu sehen sind. Da auch die Wände um die Fenster teilweise stark verschmutzt waren, haben wir sie mit dünnem Kork beklebt und dabei auch die Klemmen verdeckt.
Fenster Wohnraum, Küche, Schlafen

Ein Fragezeichen besteht allerdings noch an der großen Frontscheibe. Dort und an den großen Seitenfenstern verlaufen insgesamt drei Rollos, mit denen man den Fahrerbereich komplett abdunkeln kann. Werden die Rollos nicht gebraucht, verschwinden sie im dazugehörigen Rahmen. Auch diese Rollos sehen nicht mehr schön aus und wir hätten sie gern ausgetauscht, aber das baugleiche Modell ist uns zu teuer. Deswegen müssen wir uns entweder mit den schmutzigen Rollos anfreunden oder aber etwas anderes einfallen lassen. Wir befinden uns noch in der Ideenphase, vielleicht fällt uns noch etwas ein.

Reinigung des Hubbetts
2. Im Ludwig gibt es zwei Schlafbereiche. Ein Hubbett über der Fahrerkabine, in welchem Jamie einmal schlafen soll wenn er alt genug ist. Hier müssen wir aber noch einen Rausfallschutz bauen. Der hintere Bereich soll der Elternschlafplatz sein. Dieser war gar nicht mit Matratze ausgestattet sondern lediglich mit Polstern. Da solche mit der Zeit nicht besonders bequem sind, haben wir uns entschieden, diese rauszuschmeißen und ebenfalls eine Matratze zu kaufen.

Besonders das Hubbett benötigte viel Aufmerksamkeit, da sich dort viel Dreck angesammelt hatte. Mit Spezialreiniger, Zahnbürste und viel manueller Kraft rückten wir diesem auf die Pelle. Da war es mit einem Eimer dreckigen Wasser nicht getan.

Vorher (viel Himmel)
3. Die Rückwand fanden wir etwas trostlos und hatten die Idee, diese mit einem Bild zu verschönern. Möglichkeiten gab es gar viele; Bildtapete, die Wand komplett mit unseren Fotos zukleistern, Folie mit schönem Motiv etc. Für alle Möglichkeiten fanden wir Gründe dagegen: bei der Bildtapete hätten die Motive nicht gewirkt, weil sich der Zuschnitt aufgrund der besonderen Größe (2 Meter Breite x 0,60 Meter Höhe) extrem verschoben hätte. Zu viele eigene Fotos wirken überladen. Bei der Folie gibt es zwar schöne Motive (Bambus, Bäume etc.) aber aufgrund der Breite wiederholen sich die Bildmotive, sodaß man schon besonders vorsichtig kleben muß. Man könnte sich auch Tapete oder Folie mit einem eigenen Motiv drucken lassen, aber da wir beide so viele gute Fotos haben, hätten wir uns nie auf ein gemeinsames Motiv einigen können. Dank eines guten Tipps (danke Bruderherz!) schauten wir uns letztendlich Küchenrückwände an und fanden unser Lieblingsmotiv: Den Leuchtturm am Nugget Point in Neuseeland. Tommy hatte ihn während unseres Urlaubs überhaupt nicht gesehen, da wir zwar dort waren aber leider gleichzeitig auch wahnsinnig viel Nebel. Deswegen gab es kein schönes Bild von diesem Motiv. Als wir es bei Klebefieber.de entdeckten, verliebten wir uns sofort in das Bild und die Entscheidung war getroffen. Das Bild kam in 211 x 60 cm und so mußten nur geringfügige Anpassungen vorgenommen werden.

Nachher (weniger Himmel)
Nachdem das Bild aufgeklebt und Lattenrost und neue Matratze verlegt waren, stellten wir leider fest, daß die Matratze so dick ist, daß vom Motiv nicht mehr viel zu sehen ist, man sah mehr Himmel als Meer oder Leuchtturm. Die Dicke der Matratze hatten wir nicht berücksichtigt. Wir standen vor der Entscheidung; entweder Lattenrost rausschmeissen, neue dünnere Matratze kaufen (und die anderen irgendwie zurückschicken) oder das Bild anpassen. Also Matratze wieder aus der kleinen Ecke rauswuchten, Lattenrost raus, Bild runter (ist zum Glück nach dem Ablösen wieder neu anbringbar), oben 10 cm vom Himmel abschneiden und alles wieder ran. Ein bequemer Schlaf ist uns heilig, da behalten wir lieber die große Matratze, Härtegrad 4. Auch wir werden nicht jünger. Ein bißchen Motiv vom unteren Bildrand fehlt zwar immer noch, aber das ist zu verkraften. Unserer Meinung nach sieht es toll aus. So wachen wir jeden Morgen gedanklich in Neuseeland auf. Es gibt wirklich schlimmeres im Leben ;-)





Freitag, 10. April 2020

Ludwig der Große

Im ersten Beitrag des Jahres hatten wir darüber gesprochen, daß wir uns bald eine Alternative fürs Dachzelt suchen müssen denn mit 2 Meter x 1,40 Meter wird das Zelt definitiv zu klein für unsere Ansprüche und ein heranwachsendes lebhaftes Kind. Angesteckt von den vielen Vorbildern im Internet hatten wir uns in den Kopf gesetzt, einen Kastenwagen (Sprinter oder ähnliches) zu kaufen und gemäß unseren Wünschen und Vorstellungen umzubauen und mit Leben zu füllen. Geschafft haben das schon so viele vor uns, warum sollte uns dies nicht auch gelingen? Nun ja, mit realistischem Blick auf unsere Situation haben wir uns von diesem Traum verabschiedet und uns gegen die Marke Eigenbau entschieden, weil einfach zu viele Punkte dagegen gesprochen haben. Nicht genug Zeit, nicht genug Erfahrung und ein Mangel an unendlich zur Verfügung stehendem Geld für einen noch gut erhaltenen fahrbaren Untersatz plus die Materialkosten für den Umbau. Diese Punkte sprachen gegen „unseren Bus“ und wir suchten nach Alternativen.

Wir vergrößerten unseren Suchradius und schlossen gebrauchte Wohnmobile mit ein. Die älteren Fahrzeuge wurden damals noch mit sehr robusten Motoren gebaut, die eine lange Laufleistung gewährleisten und die fehlende Elektronik macht es einfacher, eventuell auftretende Defekte selbst zu reparieren oder in einer Werkstatt, die kein teures Extragerät benötigt, um Fehler auszulesen.

Wie es der Zufall so wollte, fanden wir ein Wohnmobil ganz in der Nähe und nach einigen Besuchen beim Besitzer und Probefahrten entschieden wir uns, dieses zu kaufen. Der Hymer hat 20 Jahre auf dem Buckel aber läßt sich angenehm fahren. Nach langem Überlegen haben wir in Ludwig getauft. Wer die Eberhoferkrimis kennt, kennt auch einen unserer Lieblingscharaktere.

Mit seinen 20 Jahren sind natürlich nicht mehr alle Einrichtungsgegenstände taufrisch und manches einfach ein bißchen verlebt. Diese Dinge werden wir nach und nach ersetzen und unseren Bedürfnissen anpassen. Wir brauchen kein niegelnagelneues Fahrzeug mit supermoderner Innenausstattung, die man sich gar nicht traut anzufassen. Jamie wird Ludwig sicherlich gut auf Herz und Nieren testen und da wird es sicher auch mal Kratzer oder ähnliches geben. Wir brauchen kein Fahrzeug zum angeben sondern etwas kindgerechtes.

Putz- und Reparaturchaos
Leider stellte sich nach einer genaueren Inspektion heraus, daß unser Ludwig in den letzten Jahren reinigungstechnisch etwas vernachlässigt wurde und so wird er von uns momentan von oben bis unten komplett durchgereinigt. Da kommen die Ausgangsbeschränkungen und beruflichen Einschränkungen der Corona Krise eigentlich wie gerufen, denn so haben wir viel mehr Zeit für Ludwig und müssen uns nicht auf die Wochenenden beschränken. So hat auch alles sein Gutes. Das Wetter ist gerade ideal für ausgedehnte Putzorgien und wir teilen uns die Arbeit. Frühs geht Tommy mit Jamie spazieren und Katja schwingt den Putzlappen, am Nachmittag wird durchgewechselt.

Für den interessierten Leser wird es in den nächsten Wochen ein paar Vorher/Nachher Bilder geben um einen Eindruck über unsere Fortschritte zu vermitteln. Wer sich dafür interessiert, ist herzlich eingeladen, diese Beiträge zu lesen. Für Ideen und Vorschläge sind wir jederzeit offen, scheut Euch also bitte nicht, einen Kommentar zu hinterlassen.

Unser Dachzelt auf dem Hänger verkaufen wir übrigens momentan. Das ist zwar in der jetzigen Situation ungünstig, weil sowieso niemand verreisen darf, aber die Beschränkungen werden ja hoffentlich auch mal wieder aufgehoben. Hier der Link zu Ebay Kleinanzeigen für Interessierte.

Liebe Grüße,

Tommy, Katja und Jamie