Freitag, 26. April 2019

Bald geht’s………………Ab in den Urlaub


Tommy und Katja kribbelt es in den Fingern, der letzte Urlaub liegt schon viel zu lange zurück. Der letzte Jahresurlaub sowieso, der führte uns bekanntermaßen im Februar des vergangenen Jahres nach Neuseeland. 

Dieses Jahr wollten wir nicht gleich wieder so früh und so lange verreisen, weil die Durststrecke im restlichen Jahr so lang und fordernd ist. Deshalb geht es diesmal für „nur“ zwei Wochen über den kleinen Teich nach Irland. Diesem Land sagt man gerne nach, daß es Neuseeland landschaftlich ähnelt, von daher freuen wir uns umso mehr auf unsere Auszeit. 

An unseren Erlebnissen und Fotos lassen wir Euch selbstverständlich wieder in gewohnter Form teilhaben, allerdings werden wir die Berichte wahrscheinlich erst nach unserer Rückkehr veröffentlichen, da Katja das Abtippen der Texte auf dem ipad zu mühselig ist.

Am Sonntag geht’s dann also nach Dublin und danach ist mal wieder alles noch offen. Laßt Euch mit uns überraschen.

Mittwoch, 13. März 2019

Lebenszeichen

Die ersten Frühblüher strecken bereits mutig ihre Köpfe aus der kalten Erde und nachdem wir bereits sehr schöne sonnige Frühlingstage erleben durften, werden wir nun von Frühlingsstürmen geplagt. Aber auch diese werden irgendwann vorüber ziehen und dann wird’s auch hoffentlich endlich wärmer.

Wir haben schon länger nichts mehr von uns hören lassen und daher gibt es heute ein paar Zeilen an Euch. Daß wir umziehen werden, hatten wir bereits letztes Jahr erwähnt und dies ist auch der Hauptgrund für die ruhige Zeit hier auf dem Blog. Wir hatten zwei Wohnungen zu leeren und wer schonmal aus zwei Wohnungen eine gemacht hat, weiß um die bestehende Herausforderung. Katja mußte Ende Januar aus ihrer Wohnung raus und dieser Umzug vollzog sich an einem Wochenende wobei wir aber durch die gemieteten Kleintransporter auch gleich die sperrigen Möbel aus Tommys 160km entfernter Wohnung umzogen. Schließlich wollten wir nicht alle fleißigen Helfer mehrmals in Anspruch nehmen. 

Der Rest aus Tommy Wohnung wurde dann im Laufe des Februars durch Thüringen und Bayern gefahren und Stück für Stück in unserer gemeinsamen Wohnung im schönen Main-Spessart untergebracht. Ganz fertig sind wir zwar immer noch nicht, aber zumindest ist nun auch die zweite Wohnung übergeben und nun leben wir nicht mehr auf mehreren Baustellen.

Wenn es die Zeit erlaubt und wir nicht gerade dabei sind die restlichen Kisten zu leeren oder Bilder aufzuhängen, erkunden wir nun unsere neue Heimat, was allerdings momentan mehr daraus besteht, die umliegenden Bau- und Gartenmärkte auszukundschaften weil mal wieder noch was fehlt. Aber das gehört schließlich dazu. Die ersten Samen für Kräuter und ein bißchen Gemüse wachsen bereits auf der Fensterbank und warten darauf, bald ausgesetzt zu werden und sich gen Himmel strecken zu können.
Trotzdem fanden wir am Anfang des Jahres noch die Zeit, ein wenig unserer Leidenschaft der „lost places Fotografie“ zu fröhnen und eine location in Südthüringen zu besuchen. Es handelt sich um eine alte Porzellanfabrik, die seit einigen Jahren leer steht und an deren Vermögenswerten scheinbar niemand mehr interessiert ist. Zumindest drängt sich dieser Eindruck beim Erkunden der Fabrik auf, wenn man an meterhohen Stapeln an Formen und Rohlingen vorbeigeht und sieht, welche schönen Dinge hier damals produziert wurden, angefangen von Haushaltsgegenständen wie Tellern und Tassen, hin zu verspielten und filigranen Porzellanfiguren und industriell eingesetzten Produkten aus dem Bereich Heizung und Sanitär. Selbst die Druckvorlagen für die Verzierung des Geschirrs liegen noch rollenweise im Keller herum und vergammeln. Wenn man bedenkt, daß all diese Dinge erstens mal in liebevoller Arbeit gefertigt wurden und eine Menge Geld Wert waren, kann man sich sentimentaler Gedanken nicht erwehren.


Mit diesem kurzen Update wollen wir uns verabschieden und wünschen Euch allen ein baldiges Ende der grauen Jahreszeit. Übrigens liegt unser Neuseelandurlaub schon wieder ein Jahr zurück und das an sich ist schon erschreckend genug. Vielleicht finden wir ja doch mal das große Loch, das die Zeit zu verschlucken scheint….





Donnerstag, 3. Januar 2019

Jahreswechsel auf Sylt

Willkommen im neuen Jahr, wir hoffen, daß Ihr alle gut über den Jahreswechsel gekommen und sicher und gesund im Januar gelandet seid. Nun beginnt der Spaß wieder von vorne. Wir wünschen Euch vor allem Gesundheit, privates Glück und Zufriedenheit und Schaffenskraft nicht nur für den Beruf sondern auch für alle privaten Projekte, die Euch dieses Jahr begleiten und herausfordern werden.

Den Jahreswechsel haben wir ganz ruhig angehen lassen und haben extra dafür nach Silvester 2018 in Prag gleich sofort eine Ferienwohnung auf Sylt gebucht, wo wir den Menschenmassen und der Knallerei zu entkommen hofften. Nun, geklappt hat dies nur teilweise denn Sylt ist beliebt und daher gerade auch zum Jahreswechsel komplett ausgebucht. 

Ein Grund hierfür ist sicherlich die Tatsache, daß die private Silvesterknallerei auf der „Insel“ (ist ja nicht wirklich eine Insel, da durch einen Damm eine Verbindung zum Festland besteht) komplett verboten ist und sich daher extrem viele Hundebesitzer auf der Insel tummeln. Wohin man geht und blickt, eine Hundeschnauze schaut zu einem auf und als Hundeliebhaber fanden wir das natürlich sehr angenehm.

So ganz ohne Knallerei ging es allerdings nicht, im Hörnumer Hafen wurde ein Feuerwerk veranstaltet und wir konnten dies sogar von unserer Ferienwohnung aus beobachten, ohne uns in die Kälte stellen zu müssen. In Hörnum war dies sicherlich nur deswegen möglich, weil es in diesem Teil Sylts keine Rietdächer gibt, die durch die Funken in Flammen geraten könnten. Bereits ein paar Kilometer weiter, in Rantum, wäre ein Feuerwerk aufgrund der Gefahr für die vielen Riethäuser undenkbar. Im übrigen hat Katja dieser Teil Sylts am besten gefallen, da die vielen Riethäuser wie kleine Hobbithäuser hinter ihren kleinen Dämmen hervorlugten (viele der Häuser sind auf Hügeln errichtet, wahrscheinlich um sich ein wenig Sicherheit bei Sturmfluten zu verschaffen).

Sylt ist wie bereits erwähnt, durch einen Damm mit dem Festland in Schleswig-Holstein verbunden und zwar durch den 11km langen Hindenburgdamm. Dieser Damm ist ausschließlich mit der Bahn befahrbar und somit ist auch die Anreise nach Sylt auf die Bahn beschränkt, wenn man mal den Flieger als Alternative außer acht läßt. Sylt versucht wohl schon seit längerem ein autofreies Image aufzubauen und wirbt bei den Besuchern für eine Anreise ohne Auto, was auch durchaus sinnvoll ist, wenn man in Westerland untergebracht ist und alles zu Fuß erreichen kann. Öffentliche Verkehrsmittel sind ebenfalls vorhanden, wobei wir über deren Frequenz keine Aussage treffen können. 

Die Mehrheit der Besucher trifft trotzdem mit dem Auto per Autozug der Deutschen Bahn oder dem Autozug Sylt (blauer Schriftzug) auf der Insel ein und verstopft die Straßen der Insel. Gerade in Westerland ist es besonders schlimm und das Durchkommen ist aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens wirklich mühselig. Sollte es den Inselanern mit ihrer Aktion, die Insel von all den Autos befreien zu wollen, wirklich ernst sein, müssen sie sich etwas anderes einfallen lassen.

Wir haben für die Fahrzeugkategorie PKW M für das flexible Ticket pro Fahrt 61,90 Euro gezahlt, unabhängig von den mitgeführten Passagieren und mit dem blauen Autozug. Die Preise der Deutschen Bahn haben wir gerade nicht vorrätig, dürften sich aber im selben Umfang bewegen. 

Während der Fahrt darf man das Auto nicht verlassen, was sowieso schwierig ist, weil links und rechts nicht mehr viel Platz zum Öffnen der Fahrzeugtüren wäre. Man sitzt also im Auto, starrt aus dem Fenster und fragt sich, ob der Damm bei Sturmflut eigentlich befahrbar ist und sich über oder unter Wasser befindet. Nach unserer Abreise am Neujahrstag hörten wir später im Radio, daß die Überfahrt für Wohnmobile und leere Anhänger aufgrund des starken Windes aus Sicherheitsgründen verboten sei. Diese 11 km sind eben auch extrem den Wetterlaunen der Natur ausgesetzt.

Am Tag unserer Ankunft zeigte sich das Wetter übrigens von seiner bescheidenen Seite, es regnete und war sehr windig. Wir liefen ein wenig durch Westerland und inspizierten die Geschäfte, kauften die obligatorischen Kühlschrankmagneten für Katja und ein paar Lebensmittel für die nächsten Tage. Die nächsten beiden Tage inspizierten wir den Hafen in Hörnum, weiterhin Westerland und fuhren bis zum anderen Ende der Insel, nach List um dort die Leuchtfeuer zu besuchen. Die ausgeprägten Dünenlandschaften der Insel haben uns sehr gefallen und wir wären dort auch gern spazieren gegangen aber das Wetter machte uns leider öfter mal einen Strich durch die Rechnung.

Abschließend kann gesagt werden, daß wir nun wieder einen Teil Deutschlands gesehen haben, den wir bisher nur vom Namen her kannten. Die Insel ist überschaubar, hat aber alles was es zum Leben braucht. Wenn man den Promigeschäften fern bleibt, zahlt man dort auch ganz normale Preise für Lebensmittel und Sprit. Wie es mit den Grundstückspreisen aussieht, wissen wir nicht, allerdings lassen die Anzeigen im Sylter Tagesblatt erahnen, daß Ottonormalbürger sich dort kein Haus leisten können. In Schleswig Holstein und Nordriesland gefällt es uns generell sehr gut, deswegen werden wir sicherlich auch wieder im Norden Urlaub machen, aber Sylt wird es wohl nicht unbedingt nochmal werden. Es gibt viele andere schöne Gegenden im „echten Norden“, die weniger überlaufen und daher für uns wesentlich attraktiver sind. 

Freitag, 14. Dezember 2018

Wir wünschen ein besinnliches und friedliches Weihnachtsfest


Hallo Ihr Lieben,

da wir schon eine Weile nichts mehr von uns haben hören lassen, soll es heute mal ein Lebenszeichen geben. Keine Bange, uns geht es gut. Aber wie wahrscheinlich bei den meisten von Euch auch steht momentan ziemlich viel an. Auf Arbeit versucht man alle liegengebliebenen Aufgaben und Projekte zu beenden, Pläne für Weihnachten wollen geschmiedet werden und was will man den Lieben eigentlich unter den Weihnachtsbaum legen? 

Bei Katja ist das relativ einfach da sie schon seit Jahren ein selbstgestaltetes Fotobuch mit den schönsten Familienerlebnissen verschenkt. Dieses Geschenk kommt immer sehr gut an, bringt es doch die ganze Familie zum Betrachten der Fotobücher zusammen und hilft dabei, in Erinnerungen zu schwelgen. Nicht selten werden dabei auch die Bücher der letzten Jahre mit herangezogen. Das Erstellen eines Fotobuchs dauert seine Zeit und so taucht Katja für diese Tätigkeit regelmäßig unter, um ungestört arbeiten zu können.

Der Hauptgrund für unsere Funkstille ist aber, daß Katja und Tommy damit beschäftigt waren, eine gemeinsame Wohnung zu finden und ihre Freizeit mit Wohnungsbesichtigungen gefüllt haben. Angebot und Nachfrage stehen im Raum Main-Spessart in keinem wirklich guten Verhältnis und Vermieter können sich nach Onlinestellen ihrer Wohnung vor Nachfrage kaum retten. Desto erfreuter sind wir darüber, endlich eine Wohnung gefunden zu haben, in die wir im Frühjahr nächsten Jahres einziehen werden. Auch dies wird nochmal eine geschäftige und somit für den Blog ruhigere Zeit. Die ewige Wochenend-Pendelei hat damit bald ein Ende und darauf freuen wir uns am meisten.

In diesem Zusammenhang möchten wir natürlich auch die Möglichkeit nutzen, all unseren Lesern eine besinnliche und vor allem stressfreie Weihnachtszeit zu wünschen. Genießt die Zeit mit Euren Liebsten. Hier noch ein kleines Gedicht aus unbekanntem Munde:

Advent das ist die stille Zeit
Advent das ist die stille Zeit,
Die Tage schnell verrinnen.
Das Fest der Liebe ist nicht weit,
Fangt an euch zu besinnen!

Es gab wohl manchmal Zank und Streit
Ihr habt euch nicht vertragen.
Vergesst das Jetzt und seid bereit,
Euch wieder zu vertragen.

Denn denk nicht nur ans eigene Glück,
Du solltest danach streben.
Und anderen Menschen auch ein Stück
Von deiner Liebe geben.

Der eine wünscht sich Ruhm und Geld,
Die Wünsche sind verschieden.
Ich wünsche für die ganze Welt
Nur Einigkeit und Frieden.

  
Ganz liebe Grüße,
Tommy und Katja

Montag, 12. November 2018

Unser Urlaub in Holland - der Bericht Teil 3

Tag 5: endlich mal gescheite Windmühlen
Nach 3 Nächten in unserer komfortablen Ferienwohnung hieß es heute Abschied nehmen. Fahrtechnisch gab es heute nicht viel zu bewältigen, weil wir eine Unterkunft in Zaanse Schans gebucht hatten, welches sich nur knappe 40km von Zandvoort entfernt, nördlich von Amsterdam befindet. Somit hatten wir keinen Zeitdruck und nahmen die Gelegenheit wahr, noch ein wenig in dem Nationalpark „Zuid- Kennemerland“ am Rande von Zandvoort herumzustreifen, in dem sich auch die bekannte Rennstrecke des Ortes befindet. Hierbei handelt es sich eigentlich nur um eine riesige Dünenlandschaft, in der es sich angenehm durch das hügelige Gelände spazieren läßt.
Generell läßt sich sagen, daß wir über die Anzahl der Nationalparks und die damit einhergehenden unterschiedlichen Landschaftstypen in den Niederlanden positiv überrascht waren, weil wir soviel Natur irgendwie nicht mit diesem Land in Verbindung gebracht hatten. 

Wie nicht unüblich waren wir irgendwie vom Weg abgekommen, weil wir durchs Fotografieren abgelenkt waren und versuchten den Weg zurück zum Parkplatz zu finden, als plötzlich ein großer Rottweiler vor uns stand und interessiert beäugte und beschnupperte. Er folgte uns eine Weile bzw. lief er vor uns her als wollte er uns den Weg zeigen, war dann aber wieder verschwunden. Wir vermuten, daß er den Weg zurück zu seinem Herrchen gefunden hatte.


Zurück im Auto gings dann also nach Zaanse Schans, was vielerorts als Freilichtmuseum bezeichnet wird, was wohl nicht ganz stimmt. Schließlich handelt es sich um noch im Betrieb befindliche Windmühlen, die in verschiedenen Bereichen tätig sind und nicht nur zur Schau laufen sondern tatsächlich noch Waren produzieren. Hier leben und arbeiten ganz normale Menschen in einem Wohn- und Handwerkerviertel von 1850. Sie leben und arbeiten in hübsch hergerichteten historischen Gebäuden und als Bewohner hat man sich wahrscheinlich irgendwann daran gewöhnt, daß tagein, tagaus fremde Menschen im Vorgarten stehen und Bilder von Haus und Hof machen.
Es gibt Mühlen zur Verarbeitung von Holz, Farben, Gewürzen, Ölen, Mehl u.v.m. was nur ein Bruchteil von dem darstellt, was hier im 17. und 18. Jahrhundert vorzufinden war; damals waren in diesem Gebiet bis zu 600 Mühlen angesiedelt und man kann durchaus von einem Industriegebiet sprechen. Neben den Mühlen und dem Zaans Museum gibt es eine Käserei, Zinngießerei, Holzschuhmacher, Bäckermuseum, Schokoladerie, Souvenirläden, verschiedene Gastronomie und einiges mehr.

Man kann gut und gerne den ganzen Tag im Viertel verbringen und da der Eintritt frei ist, kann man diesen Ausflug auch wunderbar für Familien empfehlen, auch wenn es dort natürlich extrem voll und zur Mittagszeit durch die vielen Tourbusse überlaufen ist. Zaanse Schans ist nur ein paar Kilometer von Amsterdam entfernt und somit für jeden durchreisenden Touristen einfach auf einer Tagestour zu erreichen und bezeichnet sich deshalb auf der eigenen website als die beste Tagestour in den Niederlanden. Wie bereits erwähnt, ist der Eintritt für das Dorf umsonst, nur für einige Mühlen zahlt man ein paar Euro Eintritt, wenn man sich das Innere genauer anschauen will. Der Parkplatz kostet übrigens 10 Euro, was wir für übertrieben halten aber dafür zahlt man ja keinen Eintritt. Wir haben trotzdem woanders geparkt und sind die paar Meter gelaufen. Mit gesunden Beinen durchaus machbar.

Wir checkten dann irgendwann am Nachmittag in unsere enge aber trotzdem schöne Unterkunft ein (siehe Bewertung der Unterkünfte) und nach einem kleinen Einkauf gleich um die Ecke gab es eine Kleinigkeit zum Abendessen. Wir hatten viel Käse und Wein gekauft, konnten den Großteil des Käses allerdings doch heil nach Hause bringen da er teilweise auch als Geschenk gedacht war. Untergebracht waren wir mitten in der Stadt und so machten wir uns abends nochmal zu Fuß auf den Weg ins Mühlendorf zum Fotografieren mit weniger Licht und weniger Menschen.



Tag 6 smells like chocoalate
Im Reiseführer hatten wir in Zaandam (so heißt der Ort eigentlich, Zaanse Schans ist ja nur das historische Handwerkerviertel) ein Gebäude mit sehr interessanter Architektur entdeckt und wollten diesem einen Besuch abstatten. Bekannt ist das Gebäude durch seine zahlreichen Giebel und man weiß überhaupt nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Für Fotografen ist das Inntel Hotel eine frustrierende Herausforderung da es sich einer kompletten Rundum-Bebauung erfreut. Irgendwas störendes befindet sich immer im Hintergrund.

Hinwärts fuhren wir mit dem Zug, rückwärts liefen wir dann die 4km zurück zum Auto (das stand noch vor der Unterkunft), was an der Straße nicht immer angenehm ist. Der Weg zurück zum Auto führte uns an der ortsansässigen Kakao Fabrik vorbei und dort duftete es ganz wunderbar. Da war es nur verständlich, daß wir am Café „smells like chocolate“ nicht einfach vorbeigehen konnten und so stärkten wir uns dort erstmal mit heißer Schokolade und einem rekordverdächtigen Brownie bevor wir uns wieder auf den Weg machten.

Ziel war Rheden, de Steeg in der Nähe von Giesbeek und dort hatte Tommy beim Stöbern bei booking.com das Landgut Landgoed Rhederoord gefunden. Zugegeben, das Bild hatte uns ein größeres Gebäude vorgetäuscht (Vorteil der Weitwinkelfotografie!) aber das schmälert nicht den Eindruck, den wir von dem Gebäude bekamen. Stilvoll aber nicht zu übertrieben eingerichtet und man fühlt sich irgenwie an Downton Abbey erinnert und würde sich nicht wundern, wenn plötzlich die gesamte Familie und die komplette Dienerschaft im Foyer zur Aufstellung erscheinen würde. Das Drama blieb uns allerdings erspart. Nach dem Abendessen machten wir uns äußerst verdächtig indem wir ums Gebäude herumschlichen und Bilder machten aber man schien im Allgemeinen zu sehr mit den Vorbereitungen für eine am nächsten Tag stattfindende Hochzeit beschäftigt zu sein, als daß man Anstoß daran hätte nehmen können.



Tag 7: Wir fahren wieder heim
Es ist erst Freitag und eigentlich könnten wir noch bis Sonntag unterwegs sein aber wir befinden uns in einem kleinen organisatorischen Dilemma. Am Samstag wollen wir zu Hause sein weil ein Freund von Tommy Geburtstag feiert. Wir studieren Karten und informieren uns parallel dazu im Internet, was wir auf der langen Strecke von Holland nach Thüringen noch unternehmen könnten und wo wir eine letzte Übernachtung einschieben können. Aber es will uns einfach nichts einfallen, keine der sich bietenden Möglichkeiten findet bei uns Gefallen. Auch der deutschen Ruhrpott sieht nicht besonders vielversprechend aus, obwohl es sicherlich auch dort sehenswerte Ziele gibt. Auf die Schnelle finden wir diese aber nicht und so entscheiden wir uns dafür, heute schon nach Hause zu fahren.

Noch in De Steeg befindet sich ganz in der Nähe zum Landgut das Kasteel Middachten, dem wir am morgen noch schnell einen kurzen Fotobesuch abstatten. Da sich das Wetter von seiner besten Seite zeigt, wollten wir den naheliegenden See aufsuchen um auch dort noch ein wenig spazieren zu gehen aber es ist wie verhext. Egal wie wir fahren, es scheint keinen direkten Zugang zum See zu geben. Dort wo man mal eine Möglichkeit findet, sein Auto abzustellen, wird man gleich zum Zahlen von Parkgebühren aufgefordert oder der Zugang zum See ist nur über einen Campingplatz möglich. Das ärgert uns und so fahren wir eben heim. Wie Ihr Euch erinnert, sind wir sowieso parkgebührengeschädigt und so trifft man uns hier eben an einem besonders wunden Punkt (diesen Satz bitte mit mehr als nur einem Augenzwinkern lesen).

An einem Freitag nach Hause zu fahren ist natürlich nie eine besonders gute Idee und so stehen wir einige Male in kleineren Staus und Verkehrsverzögerungen aber gegen 18:30 Uhr waren wir dann doch endlich zu Hause. Spätestens mit dem Herumdrehen des Schlüssels im Schloss wird einem bewußt, daß der Urlaub schon wieder viel zu schnell vorübergegangen ist und gedanklich ist man bereits beim Planen des nächsten Ausflug.

Freitag, 9. November 2018

Unser Urlaub in Holland - der Bericht Teil 2

da Tag 4 so lang geworden ist, wird es noch einen Teil 3 geben, damit der Beitrag nicht zu lang wird

Tag 4: fette Spatzen, Boote und Bunker aus dem 2. Weltkrieg

Das Wetter an diesem Morgen war zum Fürchten und wir verspürten überhaupt keine Lust, auch nur kurze Zeit draußen zu verbringen, weshalb wir uns mit dem Frühstück viel Zeit ließen. Irgendwann überkam uns sowas wie schlechtes Gewissen und da wir den weiten Weg nicht nur zum Faulenzen zurückgelegt hatten, machten wir uns trotz des Wetters gegen Mittag auf in Richtung Norden. Irgendetwas interessantes für unsere Kameras würde sich schon finden lassen. Der erste Stopp war die Ruine von Brederode, die ich im Internet als Empfehlung gefunden hatte und die dienstags (also an diesem Tage) geschlossen ist. Gut, dumm gelaufen, kann ja mal passieren. So liefen wir nur ein bißchen dort herum und fotografierten von außen so gut es eben ging. Selbst der Parkplatz war gesperrt und wir mußten uns am Straßenrand was suchen. Das Gefühl machte sich breit, an Dienstagen nicht willkommen zu sein.

Tommy wollte Fotos von Windmühlen, schließlich waren wir in den Niederlanden und fragt nicht wie das geht, aber sein Navi im Auto zeigte ihm tatsächlich eine Windmühle in der Nähe an und so fuhren wir dorthin. So ganz recht war es aber auch nicht, schließlich standen noch Wohnhäuser drum herum und das wirkt auf Fotos nie so besonders gut, also hielten wir uns nur sehr kurz dort auf und zogen weiter. Wenn man mit dem fotografischen Blick unterwegs ist, sieht man die Dinge eben etwas anders. Zum Glück sind wir in der Hinsicht beide ganz verrückt nach Fotografie, sonst wäre es für den anderen nicht immer einfach mit der Motivsuche, Warten aufs perfekte Bild, darauf warten daß keine Menschen im Bild stehen usw. Aber wir verstehen uns in der Hinsicht blind.

Das Wetter hatte sich inzwischen gebessert, nicht nur hatte es aufgehört zu regnen aber die Sonne lies sich auch immer öfter blicken. Immer noch planlos studierten wir wieder mit Hilfe des Navis die Topografie der Umgebung und Tommy steuerte uns zielstrebig nach Ijmuiden ans Meer. Wir fuhren an einem total grauen Industriegebiet vorbei und Katja befürchtete schon, daß dies ein kompletter Reinfall werden würde, weil es dort außer Industrieschornsteinen nichts zu sehen geben würde, aber wir wurden positiv überrascht.

Wir landeten in einem Naherholungsgebiet welches im Sommer wahrscheinlich total überlaufen ist und vor Leben nur so vibriert. Im Oktober hingegen ist hier nichts mehr los und so fuhren wir auf einen riesigen ausgestorbenen Parkplatz, der im Sommer sicherlich total überfüllt ist. Am Strand befanden sich lediglich eine Handvoll Leute und wir waren ganz erstaunt, ein offenes Café zu finden, welches wir natürlich auch aufsuchten. Im Eingangsbereich bot sich ein kurioses Bild - zum Schreien komisch. Wo sonst die Besucher ihren Kaffee genießen, lümmelten sich ein Haufen Spatzen auf einem der bequemen Sitzpolster und machten einen so vollgefressenen und rundum zufriedenen Eindruck, daß man fest neidisch werden konnte. Sie genossen ganz offensichtlich die angenehme Mittagssonne und bei dem ein oder anderen waren wir uns gar nicht sicher, ob er überhaupt noch unter uns weilte, da er sich nicht mehr bewegte. Aber keine Bange, sie waren halt einfach nur voll (möchte nur gern mal wissen wovon…) und genossen das Leben. Das taten wir auch mit einem Stück Kuchen und fotografierten danach die vielen Boote im Hafen (eine Leidenschaft von Katja, ihrer langen Tätigkeit auf Booten geschuldet).

Am Horizont hatten wir bei der Herfahrt einige Bunker in den Dünen entdeckt und diese galt es zu erkunden. In Ijmuiden befindet sich ein Bunkermuseum (da die Website nur auf niederländisch ist verzichten wir auf eine Verlinkung) welches heute aber auch nicht geöffnet hatte – tja man gewöhnt sich dran. In den Dünen stehen zahlreiche Bunker aus dem 2. Weltkrieg, graffitibeschmiert und größtenteils verschlossen und versperrt. Einige kann man aber noch betreten, allerdings gibt es im Inneren nicht wirklich viel zu sehen, schließlich wurde zur Sicherheit der Schaulustigen alles aus den Bunkern entfernt, teilweise nach dem Krieg gleich zerstört, geklaut oder „übernommen“. Interessant war es trotzdem, vorallem wenn man bedenkt, daß die Bunker sicherlich alle unterirdisch miteinander verbunden waren (wahrscheinlich noch immer sind).

Die vorhandene Informationstafel war leider nur auf niederländisch aber sie informiert darüber welche verschiedenen Geschütztypen damals in den Bunkern untergebracht waren und daß es u.a. auch große Geschütze gab, die herannahende Flugzeuge vom Himmel holen sollten. Selbst die anderen Geschütze müssen eine extreme Reichweite gehabt haben, weil sich das Wasser ein paar Kilometer entfernt befindet. Vielleicht sind aber auch die Dünen seit damals ein bißchen gewandert. Auf einer Museumstour hätte man dazu sicher mehr erfahren aber wer weiß, ob die Informationen nicht nur auf niederländisch zu erhalten sind? Das ist eine Sache, die wir in den Niederlanden definitiv bemängeln, wenigstens zweisprachig kann man solche Informationen doch anbringen.

Als wir uns wieder auf den Heimweg machten zahlten wir brav unsere Parkgebühren und uns traf der Schlag- und zwar gleich zweimal. Zum einen zahlten wir für etwas über 3 Stunden geschlagene 9 Euro Gebühren, was ich für die Nebensaison definitiv als Wucher betrachte und zum anderen fühlten wir uns komplett verarscht als wir beim Heranfahren an die Schranke bemerkten, daß wir die Parkgebühren gar nicht hätten zahlen müssen weil sich die Schranke auch ohne Einschieben des Tickets öffnete. Na vielen Dank auch!

Abends genossen wir exotische Flammkuchen Kreationen am Strand von Zandvoort und schauten der Sonne beim Untergehen zu, ein schöner Ausklang für einen gelungenen Tag. Tommy hatte Flammkuchen mit Trüffelsalami und Jalapeno und Katja aß Flammkuchen mit Blauschimmelkäse, Birne und Balsamico. Sehr lecker!









Freitag, 26. Oktober 2018

Unser Urlaub in Holland - der Bericht Teil 1

Tag 1: von Köln nach Lanaken, Belgien
Unser Urlaub in Holland sollte in Köln beginnen. Grund hierfür war die jährlich stattfindende Fotomesse Photokina, die Katja schon immer mal besuchen wollte. Nicht aus technischem Interesse heraus, da sie bei der Fotografie nicht an der Technik interessiert ist, sondern eher um die Atmosphäre zu schnuppern. Sie hatte zwei Freikarten für den Samstag ergattert und so übernachteten wir von Freitag auf Samstag in Köln, um pünktlich mit unserer Besichtigung starten zu können. 

An den Ausstellungshallen angekommen, standen wir in einer langen Schlange von Menschen, die Einlaß begehrten und wir bekamen schnell eine Idee davon, wie voll es werden würde. Wie erwartet war es voll, laut und total verrückt. Ihr könnt Euch wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie viele Leute ihre komplette Fotoausrüstung in riesigen Rucksäcken durch die Hallen schleppten – keine Ahnung warum man sowas tut.

Um ehrlich zu sein, nach 4 Stunden waren wir total kaputt, müde und genervt von all den Menschen. Tommy hatte sich bei Sony besonders breit machen müssen, um dort mal mit einem Vertreter zu sprechen und seine Fragen loswerden zu können. Nachdem wir uns an gefühlten 100 Cewe Fotodruckstationen vorbei gedrängelt hatten, sehr viele beeindruckende Fotos ansgeschaut und noch viel mehr schlechte Schnappschüsse von Amateurausstellungen ertragen hatten, machten wir uns auf den Weg zurück zu unserem Auto und brauchten eine ganze Weile, um aus Köln herauszukommen. Erdogan war in der Stadt um eine Moschee einzuweihen und die halbe Stadt war aus Sicherheitsgründen abgeriegelt.

Nach Erreichen holländischen Staatsgebietes fuhren wir kurz danach nach Belgien ein. Kurz vor 19 Uhr erreichten wir unser Hotel in Lanaken, was sich in der Nähe von Maastrich befindet. Wir kauften noch schnell im Lidl ein da wir am Sonntag nichts bekommen würden und liesen den Abend im Steakhouse ausklingen, wo Katja als Nicht-Fleischesserin keinen Salat bestellen wollte und daher Fisch ass (der aber leider etwas zu trocken war).

Tag 2: von Belgien nach Zandvoort (Niederlande)
Um ein wenig von der Landschaft geniessen zu können, fuhren wir nicht die komplette Strecke in den Norden auf der Autobahn und landeten irgendwann am Nachmittag an einem schönen See in der Nähe von Vught, „De Ijzeren Man“, den wir komplett umrundeten. Das Wetter war fantastisch und der See gut besucht, er ist besonders beliebt bei Familien und auch Hundebesitzern, die ihre Vierbeiner Spazieren führen. Nach Kaffee und Kuchen im gut besuchten Café ging es weiter nach Zandvoort, westlich von Amsterdam. Hier hatten wir eine Ferienwohnung für die nächsten 3 Tage gemietet.

In Zandvoort fanden wir einen Stehimbiss „Fish+More“ und dort aßen wir eine riesen Portion Fish&Chips. Es war sehr schmackhaft aber Katja verträgt wohl dieses frittierte Zeugs nicht mehr wirklich gut und verbrachte die halbe Nacht auf der Toilette, weil es ihr furchtbar im Magen rumging.

Tag 3: der Wahnsinn in Amsterdam
Nach all dem fantastischen Wetter in den letzten Tagen waren wir heute besonders enttäuscht über den Regen, mit dem wir aufwachten. Aber gegen das Wetter konnten wir nichts tun, also hieß es Zähne zusammenbeißen und durch. Zwischendurch klarte das Wetter sogar auf und der Regen beehrte uns nur noch in einigen unregelmäßigen aber heftigen Abständen. Wir liefen planlos durch Amsterdam, denn wir wollten nichts spezielles sehen. Auf einer Karte hatte ich ein paar Sehenswürdigkeiten eingekreist aber irgendwie verliefen wir uns ständig und kamen diesen nicht wirklich näher. 
Da wir sowieso eine Bootsfahrt in den Grachten Amsterdams geplant hatten, bestiegen wir erstmal ein Boot, um die Stadt vom Wasser aus zu betrachten und einen Überblick verschaffen zu können. Anbieter für Grachtenfahrten gibt es sehr viele in Amsterdam, preislich liegen sie alle zwischen 10-20 Euro, je nach Länge der Tour. Durch das weitverzweigte Wasserstraßennetz fährt nicht jeder Anbieter exakt die gleiche Strecke ansonst wäre es dort wahrscheinlich noch voller, als es sowieso schon ist. An manchen Stellen warten mehrere Boote um zu wenden oder in eine besonders enge Stelle einfahren zu können. Mehr Ausflugsboote sollten dort wirklich nicht mehr fahren.

Die Bootsfahrt war nicht nur toll um sehenswerte Eindrücke der Stadt zu erhalten sondern auch wissenswerte Informationen über Amsterdam. So sind die Häuser an der Wasserfront deshalb so schmal, weil die Häuser nach Breite besteuert wurden. So verzichtete man darauf, besonders breite Häuser zu bauen und breitete sich lieber in der Länge aus oder baute Hinterhäuser. Es gibt einige sehr breite Häuser an der Wasserfront und sie sind ein Zeichen dafür, daß hier früher reiche Handelsfamilien lebten, die mit ihrem Geld nicht geizen mußten. 

Die Gebäude sind so schmal, daß man unmöglich Möbel oder andere sperrige Güter über die schmalen Treppenaufgänge transportieren kann. Aus diesem Grund sind an vielen Gebäuden Seilwinden am Giebel befestigt, mit dessen Hilfe Möbel durch die Fenster in oder aus der Wohnung befördert werden. Mit der Zeit wurden die Gebäude sogar mit einem leichten Sturz nach vorne gebaut, um die Arbeit mit den Seilwinden zu erleichtern. 

Laut Wikipedia liegt ungefähr die Hälfte des Landes weniger als einen Meter über, rund ein Viertel des Landes unterhalb des Meeresspiegels. Die flachen Gebiete werden durch Deiche vor Sturmfluten geschützt. Hat die Nordsee Flut, liegt der internationale Flughafen Schiphol 5 Meter unter dem Meeresspiegel und Amsterdam immerhin noch 1,5 Meter. 

Amsterdam ist für seine zahlreichen Hausboote in den Grachten bekannt. Die Hausboote gibt es aufgrund der Wohnungsnot in der Stadt, wobei nicht alle Hausboote registriert sind. Die legalen Boote sind ganz normal an Strom und Abwasser angeschlossen. 

Die Grachten stellen eine Gefahr für den Straßenverkehr dar, auch wenn sich dies im ersten Moment etwas komisch anhört. Aber es sind schon zahlreiche Autos im Wasser gelandet weil jemand seine Handbremse nicht richtig angezogen hat. Aus diesem Grund gibt die Stadt regelmäßig viel Geld für Absperrungen in Form von recht niedrig verlaufenden Metallröhren aus, die Autos am Wegrollen in die Grachten hindern sollen. Diese gibt es allerdings nicht überall und so landet noch immer im Schnitt täglich ein Auto im Wasser und muß aufwendig wieder herausgezogen werden. Ob Autoversicherungen in Amsterdam aufgrund der Nähe zum Wasser teurer sind, wäre mal eine interessante Frage, die es zu recherchieren gilt.

Die Niederlande und vorallem Amsterdam sind bekannt für die Fahrradliebe ihrer Bewohner. Motorroller und Scooter erfreuen sich zwar auch immer größerer Beliebtheit, werden aber den Fahrrädern nicht den Rang abfahren können. Fahrräder sind überall und ihre Besitzer fahren so schnell und teilweise auch rücksichtslos, daß man aus dem Weg springen muß, um nicht überfahren zu werden. Als Fußgänger kann man sich eigentlich immer sicher sein, daß ein Auto stoppt, wenn man mal unachtsam auf die Straße gelaufen ist (kommt in den engen Gassen schon mal vor, wenn man Müllsäcken, geparkten Fahrrädern / Autos oder anderen Hindernissen ausweicht) aber bei den Fahrradfahrern in Amsterdam sollte man sich darauf nicht verlassen. Im übrigen herrscht in den Niederlanden keine Helmpflicht, weder für Fahrräder noch für Motorroller.

Nach einem anstrengendem Tag saßen wir mit müden Füssen im Zug zurück nach Zandvoort, als es bereits dunkel wurde und ließen den Tag in aller Ruhe ausklingen.